Indonesien genehmigt zusätzliche Kohlequote für Staatsversorger PLN zur Sicherung der Stromversorgung
Indonesiens Energieministerium (ESDM) hat eine zusätzliche Kohleproduktionsquote genehmigt, die ausschließlich dem Staatsversorger PLN vorbehalten ist, um Stromausfälle zu vermeiden. PLN erwartet im Juli 1,8 Millionen Tonnen zusätzliche Kohle und bis Dezember weitere 3 Millionen Tonnen, während Kraftwerke auf Kohle mit niedrigerem Heizwert umgerüstet werden.
Jakarta sichert Kohleversorgung für Staatsversorger
Das indonesische Ministerium für Energie und mineralische Ressourcen (ESDM) hat laut mediaindonesia.com und news.republika.co.id eine zusätzliche Kohleproduktionsquote genehmigt, die ausschließlich dem staatlichen Stromversorger PT PLN (Persero) vorbehalten ist. Die Maßnahme soll die Brennstoffversorgung der Kraftwerke von PLN sichern und das Risiko von Stromengpässen oder Blackouts im ganzen Land verringern.
Tri Winarno, Generaldirektor für Mineralien und Kohle bei ESDM, erklärte am Freitag, „diese zusätzliche Kohlequote wird ausschließlich für PLN bereitgestellt“, berichtete news.republika.co.id. Das Ministerium arbeite intensiv daran, die inländische Kohleversorgung stabil zu halten und Produktionsbeschränkungen zu vermeiden, die die Brennstoffversorgung der Kraftwerke stören könnten.
Balance zwischen Inlandsnachfrage und Exportmärkten
Laut Tri Winarno besteht das Ziel der Regierung darin, die Inlandsnachfrage zu decken und gleichzeitig ein Überangebot zu vermeiden, das die Exportmärkte überschwemmen könnte. „Wir müssen die Inlandsnachfrage decken und gleichzeitig sicherstellen, dass kein Überangebot entsteht“, sagte er laut news.republika.co.id. Zur Unterstützung der Versorgungsplanung forderte er berechtigte Bergbauunternehmen auf, überarbeitete Arbeits- und Budgetpläne (RKAB) vor der Frist am 31. Juli einzureichen, wie mediaindonesia.com und news.republika.co.id berichteten.
PLN sichert sich zusätzliche Mengen
PLN-Generaldirektor Darmawan Prasodjo erklärte, das Unternehmen stärke weiterhin das indonesische Stromnetz, insbesondere auf der Insel Java, um das Risiko künftiger Ausfälle zu verringern. Als kurzfristige Maßnahme habe sich PLN zusätzliche Kohlelieferungen mit einem Heizwert von über 4.500 Kilokalorien pro Kilogramm gesichert, berichtete news.republika.co.id.
Laut Darmawan rechnet PLN im Juli mit zusätzlich 1,8 Millionen Tonnen Kohle sowie mit weiteren 3 Millionen Tonnen für den Zeitraum August bis Dezember, was dem Unternehmen für das zweite Halbjahr einen größeren Puffer verschafft.
Umrüstung der Kraftwerke auf Kohle mit niedrigerem Heizwert
Neben der Sicherung zusätzlicher Mengen rüstet PLN seine Kohlekraftwerke (PLTU) so um, dass sie mit Kohle geringeren Heizwerts betrieben werden können - ein Schritt, der laut Darmawan die Abhängigkeit von hochwertigem Brennstoff verringern und die langfristige Versorgungssicherheit stärken soll. Er verwies auf die Modernisierung der Kraftwerksblöcke Suralaya 6 und 7, die nun mit Kohle eines Heizwerts von rund 4.100 bis 4.300 Kilokalorien pro Kilogramm betrieben werden können - deutlich weniger als die ursprünglich erforderlichen 4.600 bis 4.800 Kilokalorien pro Kilogramm.
Die zusätzliche Quote für PLN kommt zu einer Zeit, in der die indonesischen Behörden versuchen, zwei Ziele gleichzeitig zu erreichen: genügend Brennstoff für die heimische Stromerzeugung zu sichern und eine breitere Lockerung der Produktionsgrenzen zu vermeiden, die das für den Export verfügbare Kohlevolumen erhöhen könnte. Dass ESDM die Zusatzquote gezielt PLN zuweist statt die nationale Gesamtquote anzuheben, zeigt, dass es sich um eine gezielte Ausnahme und nicht um eine allgemeine Produktionssteigerung handelt. Die Frist zur RKAB-Überarbeitung am 31. Juli wird zeigen, wie vielen Bergbauunternehmen tatsächlich eine zusätzliche Fördermenge bis zum Jahresende genehmigt wird, berichteten mediaindonesia.com und news.republika.co.id.