← Zurück zu den Nachrichten

Indonesien will Salzimporte bis 2029 auf null senken

Indonesien will seine jährlichen Salzimporte von einer Ausgangsmenge von rund 2,6 Millionen Tonnen bis 2029 vollständig abbauen. Dafür soll die heimische Produktion auf 5 Millionen Tonnen steigen und in Rote Ndao ein Salzzentrum für 2 Billionen Rupiah entstehen.

Indonesien will Salzimporte bis 2029 auf null senken

Importe sollen stufenweise sinken

Indonesien hat sich das Ziel gesetzt, seine Salzimporte bis 2029 vollständig einzustellen und zugleich die heimische Produktion rasch auszubauen. Qodari, Leiter der staatlichen Kommunikationsbehörde, erklärte, die jährlichen Einfuhren sollten von einer Ausgangsmenge von rund 2,6 Millionen Tonnen auf 2 Millionen Tonnen im Jahr 2026 und 1 Million Tonnen im Jahr 2027 fallen. Für 2029 sind keine Importe mehr vorgesehen.

Der Zeitplan zeigt, welche Mengen indonesische Hersteller für jene Industrieabnehmer ersetzen müssen, die bislang auf ausländische Lieferungen angewiesen sind. Finance Detik zufolge soll die nationale Produktion von einer Ausgangsmenge von etwa 1 Million Tonnen auf 2,5 Millionen Tonnen im Jahr 2026, 3,5 Millionen Tonnen im Jahr 2027 und 5 Millionen Tonnen im Jahr 2029 steigen. Damit würde sich die Produktion im Programmzeitraum verfünffachen.

Rote Ndao wird zum wichtigsten Produktionszentrum

Kern des Vorhabens ist der Aufbau des Nationalen Salzindustriezentrums KSIGN in Rote Ndao in der Provinz Ost-Nusa Tenggara. Das Projekt umfasst 2.000 Hektar und erfordert voraussichtlich Investitionen von 2 Billionen Rupiah. Nach Angaben von Finance Detik sind 616 Hektar bereits erschlossen und in die Produktionsphase übergegangen. Die erste Ernte ist für November 2026 vorgesehen. Weitere 751 Hektar sollen in einer zweiten Phase entwickelt werden.

Geplant sind Salzbecken sowie Straßen, Lager- und Verarbeitungsanlagen, Pumpen und weitere Infrastruktur. Tribunnews berichtet, dass in der ersten Phase offene Becken mit Geomembranen aus hochdichtem Polyethylen, kurz HDPE, eingesetzt werden. Diese Methode soll sowohl die Produktionsmenge als auch die Qualität erhöhen. Beide Faktoren entscheiden darüber, ob heimisches Salz die Anforderungen unterschiedlicher Käufer erfüllen und importierte Ware ersetzen kann.

Umsetzung und Qualität entscheiden über den Erfolg

Die Politik betrifft private Haushalte ebenso wie Verarbeiter und industrielle Salzverbraucher. Das Erreichen eines nationalen Mengenziels reicht nicht aus, wenn die heimische Ware die Anforderungen der Industrie an Spezifikation, gleichbleibende Qualität und Lieferfähigkeit verfehlt. Lagerung, Verarbeitung und Transport innerhalb des KSIGN-Projekts sind deshalb ebenso wichtig wie die Vergrößerung der Beckenfläche.

Der Zeitplan ist anspruchsvoll. Bereits 2026 sollen die Einfuhren gegenüber der Ausgangsmenge um rund 600.000 Tonnen sinken und 2027 auf 1 Million Tonnen halbiert werden. Gleichzeitig muss die inländische Produktion 2026 um 1,5 Millionen Tonnen über den Ausgangswert steigen und 2027 nochmals um 1 Million Tonnen zulegen. Bis 2029 sollen 5 Millionen Tonnen Produktion die vollständige Selbstversorgung ermöglichen. Die Ernte in Rote Ndao im November 2026 und die Erschließung der verbleibenden Flächen werden früh zeigen, ob die Kapazitäten schnell genug wachsen.

Vollständige Marktanalyse

Wir verwenden Cookies, um Ihr Surferlebnis zu verbessern, personalisierte Inhalte bereitzustellen und unseren Traffic zu analysieren. Durch Klicken auf "Alle akzeptieren" stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Sie können Ihre Einstellungen verwalten oder mehr erfahren in unserer Datenschutzrichtlinie.