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Indonesien will Lieferungen von Premiumreis an Händler verdreifachen

Indonesien ist bereit, die Lieferungen von Premiumreis über den staatlichen Versorger Bulog bei Bedarf zu verdreifachen. Der Plan folgt auf Beschwerden über Engpässe im Einzelhandel, obwohl Bulog rund 4,6 Millionen Tonnen Reis lagert.

Indonesien will Lieferungen von Premiumreis an Händler verdreifachen

Bulog könnte dreimal so viel Reis liefern

Indonesiens Regierung ist bereit, die Belieferung der Einzelhandelsketten mit Premiumreis auf das Dreifache zu erhöhen. Dafür sollen Bestände des staatlichen Lebensmittellogistikers Perum Bulog eingesetzt werden. Landwirtschaftsminister und Leiter der nationalen Lebensmittelbehörde Andi Amran Sulaiman erklärte, die Maßnahme solle die Verfügbarkeit von Reis im landesweiten Handelsnetz sichern.

Bulog war zuvor angewiesen worden, 110.000 Tonnen Reis auf den Markt zu bringen. Amran zufolge kann diese Menge bei Bedarf verdreifacht werden, womit bis zu 330.000 Tonnen verteilt würden. Einen Zeitplan für die größere Freigabe oder Angaben zur Aufteilung auf Händler und Regionen nannte der Minister nicht.

Große Staatsbestände trotz Engpässen im Handel

Die Intervention folgt auf Beschwerden, wonach Premiumreis in einigen Geschäften schwer erhältlich ist. Laut Metro TV News sagte Amran, solche Engpässe dürften angesichts der gesicherten staatlichen Vorräte nicht auftreten. Bulog verfüge derzeit über rund 4,6 Millionen Tonnen Reis und habe damit erhebliche Möglichkeiten, die Verbraucherkanäle aufzufüllen.

Die Regierung hat zudem durch die Anmietung von Lagerhäusern zusätzliche Kapazitäten für bis zu 2 Millionen Tonnen vorbereitet. Dies deutet darauf hin, dass nicht allein die Menge der Reserven das Problem ist, sondern der Transport vom Lager in den Einzelhandel. Große Vorräte müssten laut Amran von einer reibungslosen Verteilung über sämtliche Stufen der Lieferkette bis zum Verbraucher begleitet werden.

Ausführung entscheidet über Angebot und Preise

Eine Freigabe von bis zu 330.000 Tonnen würde nur einen Teil der gemeldeten Bulog-Bestände ausmachen. Die Behörde könnte somit Reserven halten und zugleich den Handel versorgen. Regelmäßigere Lieferungen dürften leere Regale vermeiden und die Verfügbarkeit von Premiumreis stabilisieren. Erzeuger, Reismühlen und private Händler werden beobachten, ob die staatliche Freigabe das Einkaufsverhalten verändert oder die Groß- und Einzelhandelspreise im Inland belastet.

Die Regierung nannte weder einen Zielpreis noch eine erwartete Preissenkung. Die Marktwirkung hängt deshalb vom Zeitpunkt, von der regionalen Abdeckung und vom Tempo der Bulog-Lieferungen ab. Gezielte Lieferungen an Geschäfte mit Engpässen könnten lokale Probleme lösen, ohne landesweit dieselbe Wirkung zu entfalten. Entscheidend ist damit die Umsetzung: Die öffentlichen Vorräte sind groß, helfen den Verbrauchern aber nur, wenn Reis in den benötigten Qualitäten und Mengen rechtzeitig im Handel ankommt.

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