Indonesien verlangt landesweit bezahlbare Reispreise innerhalb der HET-Obergrenze
Landwirtschaftsminister Andi Amran Sulaiman hat Bulog und die Regionalregierungen angewiesen, Reis landesweit verfügbar zu halten und die staatliche Einzelhandelspreisobergrenze HET einzuhalten. Zuvor waren die Preise in Alor wegen Versorgungs- und Vertriebsproblemen Berichten zufolge auf bis zu 30.000 Rupiah je Kilogramm gestiegen.
Minister fordert vergleichbare Reispreise im ganzen Land
Indonesiens Landwirtschaftsminister Andi Amran Sulaiman hat die Behörden angewiesen, Reis im gesamten Land einschließlich abgelegener Inselregionen bezahlbar zu halten. Die Einzelhandelspreise müssen der staatlich festgelegten Obergrenze HET entsprechen. Damit rücken Vertrieb und lokale Lagerhaltung in den Mittelpunkt der staatlichen Reaktion auf regionale Preisunterschiede.
Amran erteilte die Anweisung nach einer Kontrolle der Reisversorgung im Regierungsbezirk Alor in Ost-Nusa Tenggara am Samstag, dem 8. August, wie Jambi Ekspres berichtete. Verbraucher in Alor und anderen Inselgebieten sollten Reis zu Preisen kaufen können, die mit Jakarta vergleichbar seien. Die umfangreichen nationalen Bestände müssten sich auch auf den äußersten Inseln Indonesiens in tatsächlicher Verfügbarkeit und stabilen Preisen niederschlagen.
Lokale Preise erreichten 30.000 Rupiah je Kilogramm
Versorgungs- und Vertriebsprobleme hatten die Reispreise laut Jambi Ekspres zeitweise auf 17.000 bis 30.000 Rupiah je Kilogramm steigen lassen. Bei seinem Besuch verwies Amran auf gemeldete Preise von 15.000, 25.000 und 30.000 Rupiah je Kilogramm. Inzwischen befinde sich jedoch Reis im Lager, und die Bestände seien in gutem Zustand. Preise von 17.000 oder 25.000 Rupiah dürften nicht mehr vorkommen, forderte der Minister.
Der Fall zeigt, wie weit in einem Inselstaat die nationale Versorgungslage und der tatsächliche Zugang der Verbraucher auseinanderliegen können. Ausreichende landesweite Vorräte gewährleisten keine einheitlichen Preise, wenn Inselmärkte von zuverlässigem Transport, gut gefüllten Lagern und rechtzeitigen Freigaben abhängen. Für Haushalte, Verarbeiter und lokale Händler kann eine Unterbrechung dieser Kette die Kosten des Grundnahrungsmittels schnell erhöhen, obwohl die Gesamtbestände hoch sind.
Bulog und Regionen sollen Vorräte verstärken
Amran wies die staatliche Lebensmittellogistikbehörde Bulog und die Regionalregierungen an, lokale Vorräte auszubauen und die Reislager gefüllt zu halten. Leere Lager könnten gerade dann zu Engpässen führen, wenn die Bevölkerung Ware benötigt, und einen erneuten Preisanstieg auslösen. Eine ausreichende Lagerabdeckung soll es dem Staat zudem ermöglichen, bei ersten Preisbewegungen rasch Reis freizugeben.
Gesicherte Vorräte erlaubten sofortige Eingriffe durch Märkte mit vergünstigten Preisen, erklärte der Minister. Er bezeichnete den aktuellen nationalen Reisbestand unter der Regierung von Präsident Prabowo als den höchsten seit Gründung der Republik, nannte jedoch kein Volumen. Wo Reis benötigt werde, müsse er in den Markt gegeben werden.
Beschwerde eines Studenten löste Kontrolle aus
Anlass für die Reise war eine Beschwerde von Adriano Padama, einem Studenten aus Alor. Bei einer öffentlichen Vorlesung des Landwirtschaftsministeriums an der Diponegoro-Universität in Zentraljava hatte er auf die hohen Reispreise in seiner Heimat hingewiesen. Amran sagte laut Jambi Ekspres eine Leitungssitzung in Jakarta ab, um die Lage vor Ort persönlich zu prüfen.
Die nächste Aufgabe ist operativ: Die Lager in Alor müssen laufend beliefert, Reis vor dem Entstehen von Engpässen bereitgestellt und bei steigenden Preisen vergünstigte Verkäufe organisiert werden. Ob HET in Inselregionen wirksam durchgesetzt werden kann, hängt davon ab, ob Bulog und lokale Behörden nationale Vorräte in regelmäßige Lieferungen bis zum Verbrauchsort umsetzen. Die Anweisung betrifft deshalb neben Einzelhändlern auch Lagerbetreiber, Transporteure und Händler, die Reis zwischen indonesischen Produktions- und Defizitregionen bewegen.