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Indonesien will Rohrzuckerpreise trotz Rohzuckerimporten stützen

Indonesien will Rohkristallzucker importieren und zugleich die für April und Mai erwartete heimische Zuckerrohrernte aufkaufen. Bapanas verspricht, den Referenzpreis für Erzeuger bei Rp14.500 je Kilogramm zu halten, doch der ANTARA-Bericht nennt widersprüchliche Importmengen.

Indonesien will Rohrzuckerpreise trotz Rohzuckerimporten stützen

Importe und heimische Abnahme laufen parallel

Indonesiens nationale Lebensmittelbehörde Bapanas hat zugesagt, weiterhin Zucker von einheimischen Rohrbauern abzunehmen, während die Regierung Rohkristallzuckerimporte vorbereitet. Die Einfuhren sollen die staatlichen Lebensmittelreserven stärken und Verbraucherpreise stabilisieren, ohne die für April und Mai erwartete Zuckerrohrernte zu verdrängen.

Bapanas-Chef Arief Prasetyo Adi sagte nach einer begrenzten Koordinierungssitzung in Jakarta, beide Maßnahmen würden umgesetzt: Staatliche Stellen nähmen die heimische Produktion ab, während der importierte Rohzucker zu Verbrauchszucker verarbeitet werde. Laut ANTARA nahmen Landwirtschaftsminister Andi Amran Sulaiman und weitere Beteiligte an dem Treffen teil.

Die Regierung hat für Zucker auf Erzeugerebene einen Referenzverkaufspreis von Rp14.500 je Kilogramm festgelegt. Für Zuckerfabriken beträgt der entsprechende Preis Rp15.700 je Kilogramm. Adi bezeichnete den Schutz der Zuckerpreise und damit der Erlöse der Rohrbauern als oberste Priorität.

Bericht nennt widersprüchliche Mengen

Die Überschrift und mehrere Passagen des ANTARA-Berichts beziffern den geplanten Import auf 200 Tonnen. An anderer Stelle ist jedoch von 200.000 Tonnen Rohkristallzucker die Rede. Auch Adis Vergleich mit dem Verbrauch deutet auf die größere Menge: Die Lieferung reiche für weniger als drei Wochen, während Indonesien monatlich 250.000 Tonnen Zucker verbrauche. 200 Tonnen wären lediglich ein verschwindend kleiner Teil des Monatsbedarfs.

Der Widerspruch wird im Bericht nicht aufgelöst. Weder der Importtermin noch das Ursprungsland wurden genannt. Adi zufolge muss zunächst das Sitzungsprotokoll fertiggestellt werden, bevor die Ausschreibung für einen Auftrag des Ministers für Staatsunternehmen beginnen kann.

Das Mandat könnte an staatliche Lebensmittelunternehmen wie ID FOOD, Perum Bulog oder PT Perkebunan Nusantara gehen. Bapanas will die Abwicklung gemeinsam mit den zuständigen Ministerien und Behörden vorbereiten, darunter das Koordinierungsministerium für Ernährungsfragen.

Bestehende Reserven sollen vor der Ernte auf den Markt

Die Importe sollen laut ANTARA auch Preisschwankungen bei Verbrauchszucker vor dem Fastenmonat und dem Fest des Fastenbrechens 2025 abfedern. Adi sagte zudem, Lagerbestände müssten wegen gestiegener Preise in mehreren Regionen rasch freigegeben werden. Die frei werdenden Lagerkapazitäten könnten anschließend mit Zucker aus der heimischen April- und Mai-Ernte aufgefüllt werden.

Adi bezifferte die derzeitigen Zuckerbestände auf rund 4,5 Millionen Tonnen. Sie sollten fünf Monate bis zur Zuckerrohrernte reichen. Im Verhältnis zum angegebenen Monatsverbrauch von 250.000 Tonnen ist das eine beträchtliche Menge; der Bericht erläutert jedoch weder Zusammensetzung und Eigentümer der Bestände noch deren Verfügbarkeit für den Verbrauchermarkt.

Umsetzung entscheidet über die Wirkung

Für Rohrbauern und Zuckerfabriken kommt es auf die zeitliche Abstimmung von Lagerfreigaben, Importen und heimischer Beschaffung an. Importierter Rohzucker muss raffiniert werden, während die konzentrierte Ernte im April und Mai Fabrikkapazitäten und Käufer benötigt. Werden Altbestände vorher freigegeben und kaufen Staatsunternehmen heimischen Zucker zum Referenzpreis, lässt sich der Abwärtsdruck auf Erzeugerpreise begrenzen.

Marktteilnehmer benötigen dennoch Klarheit über die tatsächliche Importmenge, den Ausschreibungszeitplan und das Ursprungsland. Davon hängt ab, wie viel zusätzlicher Zucker in die Verarbeitung gelangt und ob die Ankünfte mit der heimischen Kampagne zusammenfallen. Bis diese Angaben vorliegen, bleibt Rp14.500 je Kilogramm die wichtigste angekündigte Absicherung für die Erzeuger.

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