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Indonesien strebt nach dem Reis-Erfolg Selbstversorgung mit Soja und Zucker an

Indonesien weitet seine Strategie zur Nahrungsmittelautarkie von Reis auf Sojabohnen und Zucker aus. Für 2026 sind 50.000 Hektar Sojaanbau sowie zehn Maßnahmen von Flächen und Saatgut bis zu Verarbeitung und Marktschutz vorgesehen.

Indonesien strebt nach dem Reis-Erfolg Selbstversorgung mit Soja und Zucker an

Sojaplan verbindet Landwirtschaft und Absatz

Indonesien weitet seine Strategie zur Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln von Reis auf Sojabohnen und Zucker aus. Das Programm kombiniert Saatgutentwicklung, zusätzliche Anbauflächen, Mechanisierung und Maßnahmen zur Stützung des Binnenmarktes. Das Koordinierungsministerium für Ernährungsfragen hat einen Zehn-Punkte-Plan ausgearbeitet, damit die Lebensmittelindustrie einen größeren Teil ihres Rohstoffbedarfs aus heimischer Erzeugung decken kann.

Nach Angaben von Koran Jakarta umfasst das Programm die Bereitstellung von Flächen, verbessertem Saatgut, Düngemitteln und Pestiziden, Landmaschinen und Bewässerung. Hinzu kommen Fachkräfte und Beratung, Finanzierung, Weiterverarbeitung, Absatzsicherheit sowie der Schutz heimischer Erzeuger vor dem Druck importierter Sojabohnen. Die stellvertretende Koordinatorin für Lebensmittel- und Agrarwirtschaft, Widiastuti, erklärte, die Maßnahmen müssten die vorgelagerte Produktion mit der nachgelagerten Nachfrage verbinden.

Die Regierung will 2026 Sojaanbauflächen von 50.000 Hektar entwickeln. Der Zeitplan des Ministeriums sieht Aussaaten zwischen Januar und November vor, während die erfasste Umsetzung bei 2.956 Hektar lag. Die begrenzte Verfügbarkeit von Land bleibt ein Kernproblem, weil Soja mit Reis und anderen Nahrungspflanzen um dieselben Flächen konkurrieren kann.

Heimisches Angebot liegt weit unter dem Bedarf

Von Koran Jakarta zitierte Regierungsdaten beziffern die Sojaproduktion 2025 auf 78.693 Tonnen. Der Jahresdurchschnitt von 2021 bis 2025 lag bei 227.622 Tonnen. Bis Mai 2026 wurden auf einer Erntefläche von 5.048 Hektar insgesamt 7.691 Tonnen erzeugt.

Die Abhängigkeit Indonesiens von Importen bleibt damit erheblich. Laut der Sojabilanz des Ministeriums erreichte die durchschnittliche inländische Nettoproduktion von 2022 bis 2026 insgesamt 190.223 Tonnen. Das entsprach 8,14 % des durchschnittlichen Bedarfs von 2.620.294 Tonnen. Eine Ausweitung der Fläche allein kann diese Lücke nicht schließen; nötig sind auch höhere Erträge, verlässliche Betriebsmittel, Finanzierung und eine feste Nachfrage der Verarbeiter.

Die Saatgutvermehrung bildet einen Schwerpunkt des Programms. Bis Ende 2025 wurden auf 1.420 Hektar insgesamt 5.680 Tonnen potenzielles Saatgut produziert, darunter 3.550 Tonnen zertifiziertes Saatgut. Die Behörden wollen das verfügbare Material in den folgenden Anbauperioden weiter vermehren und so eine belastbarere heimische Versorgung aufbauen.

Zuckerstrategie stützt sich auf landesweite Ernten

Die Sojainitiative gehört zu einer breiteren Kampagne, die auf die Erklärung der Selbstversorgung mit Reis folgt. Republika berichtete, dass am 17. Juli 2026 an 43 Standorten in Indonesien gleichzeitig Reis, Zuckerrohr und Sojabohnen geerntet wurden. Darunter waren 31 Reisstandorte, acht Zuckerrohrstandorte und vier Soja-Demonstrationsflächen für verbessertes lokales Saatgut.

Die Zuckerrohrernte erstreckte sich über 236.048 Hektar und hatte ein potenzielles Volumen von 18,39 Millionen Tonnen Rohr. Daraus könnten 1,36 Millionen Tonnen Zucker entstehen, etwa 45 % des nationalen Produktionsziels für 2026. Das Landwirtschaftsministerium will die Selbstversorgung durch Neupflanzung von Zuckerrohr, modernere Anbaumethoden, Mechanisierung, Produktivitätssteigerungen und eine Neuordnung des nationalen Zuckergewinnungssystems beschleunigen.

Präsident Prabowo Subianto leitete die zentrale Ernteveranstaltung in Malang in Ostjava. An dem Programm sind Zentral- und Regionalregierungen, Landwirte, Berater, Unternehmen und weitere staatliche Institutionen beteiligt. Für Sojaerzeuger und Verarbeiter wird entscheidend sein, ob verbessertes Saatgut und zusätzliche Flächen zu wettbewerbsfähiger Produktion und verlässlicher Abnahme führen. Derzeit deckt die heimische Erzeugung nur einen kleinen Teil des Bedarfs.

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