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Indonesien strebt 2026 eine Zuckerproduktion von 3 Millionen Tonnen an

Indonesien will 2026 insgesamt 3 Millionen Tonnen Zucker produzieren und den heimischen Weißzuckerbedarf möglichst ohne Importe decken. Für die Sanierung schwach bewirtschafteter Zuckerrohrflächen von Kleinbauern stellt die Regierung 1,7 Billionen Rupiah bereit.

Indonesien strebt 2026 eine Zuckerproduktion von 3 Millionen Tonnen an

Regierung setzt Produktionsziel von 3 Millionen Tonnen

Indonesien will seine nationale Zuckerproduktion 2026 auf 3 Millionen Tonnen steigern und den inländischen Bedarf an Weißzucker ohne Importe decken. Landwirtschaftsminister Andi Amran Sulaiman erklärte laut ANTARA, die Regierung hoffe, bereits in diesem Jahr genügend Zucker zu erzeugen, um auf Weißzuckerimporte verzichten zu können.

Damit rückt die heimische Versorgung in den Mittelpunkt der indonesischen Zuckerpolitik. Entscheidend wird sein, ob Verbesserungen im Zuckerrohranbau tatsächlich zu größeren Erntemengen und einer höheren Auslastung der Fabriken führen. Die Regierung verbindet deshalb die Sanierung bestehender Felder mit Neuanpflanzungen und der Unterstützung von Zuckerunternehmen.

1,7 Billionen Rupiah für die Sanierung von Anbauflächen

Ein Schwerpunkt des Programms liegt auf den Zuckerrohrflächen von Kleinbauern, den sogenannten Plasmaflächen. Nach Angaben von Amran gelten etwa 86 % dieser Flächen als ungeeignet oder unzureichend bewirtschaftet. Präsident Prabowo Subianto hat das Landwirtschaftsministerium angewiesen, vernachlässigte Kleinbauernflächen wieder nutzbar zu machen. Für Rodung und Neuanpflanzung stellt die Regierung 1,7 Billionen Rupiah bereit.

Der hohe Anteil problematischer Flächen macht ihre Sanierung zu einer zentralen Voraussetzung für das Ziel von 2026. Werden vernachlässigte Felder wieder produktiv, lassen sich die Erträge steigern, ohne dass die gesamte Mehrproduktion von neuen Flächen kommen muss. Für die Landwirte hängt das Ergebnis jedoch von der Qualität der Erneuerung, der Bewirtschaftung und den Verarbeitungskapazitäten der Fabriken ab. Amran zufolge unterstützt die Regierung sämtliche indonesischen Zuckerfabriken und fordert Unternehmen, darunter Sugar Group Companies, zu einer höheren Produktion auf.

Lampung wird zum wichtigen Produktionsstandort

Nach Angaben von ANTARA wurden bereits rund 30.000 Hektar neue Zuckerrohrflächen erschlossen. Die Regierung strebt einen Ertrag von 100 Tonnen je Hektar an. Lampung soll bei der Expansion eine wichtige Rolle spielen. Heru Tri Widarto, amtierender Generaldirektor für Plantagen im Landwirtschaftsministerium, sagte, die Zuckerrohrfläche der Provinz solle bis 2027 auf 97.970 Hektar wachsen.

Auf dieser Fläche wird für Lampung eine Zuckerproduktion von 480.053 Tonnen prognostiziert. Für dieses Jahr erwartet die Regierung 250.000 Tonnen. Der Abstand zwischen den beiden Werten zeigt, dass die Strategie über das unmittelbare Ziel für 2026 hinausgeht: Auch 2027 sind weitere Flächenerweiterungen und Produktivitätssteigerungen erforderlich. Verlaufen Sanierung, Neuanpflanzung und Verarbeitung nach Plan, könnte Indonesien seine Abhängigkeit von importiertem Weißzucker verringern. Bleiben die Felderträge oder Fabrikkapazitäten zurück, dürften Importe weiterhin zum Ausgleich des Inlandsverbrauchs nötig sein. Das Ziel von 3 Millionen Tonnen prüft somit auch, ob öffentliche Mittel schwach bewirtschaftete Kleinbauernflächen in eine verlässliche Rohstoffbasis für die Industrie verwandeln können.

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