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Indonesien startet 25-Hektar-Sojapilotprojekt in Bogor — Importe decken 95 Prozent des Bedarfs

Indonesiens Koordinierungsministerium für Ernährung hat im Distrikt Cariu im Regierungsbezirk Bogor ein Sojaanbau-Pilotprojekt auf 25 Hektar gestartet, das 2027 auf 100 Hektar ausgeweitet werden soll. Die heimische Produktion lag 2025 bei rund 79.000 Tonnen bei einem Bedarf von 2,72 Millionen Tonnen; der Importanteil beträgt etwa 95 Prozent. Der Genossenschaftsverband Gakoptindo übernimmt die Ernte als Abnehmer.

Indonesien startet 25-Hektar-Sojapilotprojekt in Bogor — Importe decken 95 Prozent des Bedarfs

Indonesien hat ein staatlich getragenes Programm zur Ausweitung des heimischen Sojaanbaus gestartet und im Distrikt Cariu im Regierungsbezirk Bogor ein Pilotprojekt eröffnet. Das Vorhaben richtet sich gegen eine Importabhängigkeit, die laut suarapemerintah.id nach wie vor rund 95 Prozent des nationalen Sojaverbrauchs ausmacht.

Koordiniert wird die Initiative vom Koordinierungsministerium für Ernährung (Kemenko Pangan) gemeinsam mit dem Landwirtschaftsministerium, der indonesischen Marine (TNI AL), der Verwaltung des Regierungsbezirks Bogor, dem staatlichen Düngemittelhersteller PT Pupuk Indonesia (Persero) und dem indonesischen Genossenschaftsverband der Tempeh- und Tofuproduzenten (Gakoptindo). Innerhalb des Ministeriums liegt die Federführung beim Assistierenden Stellvertreter für die Wettbewerbsfähigkeit von Feldfruchterzeugnissen im Bereich des Stellvertreters für die Koordinierung von Ernährungs- und Agrarwirtschaft.

Start auf 25 Hektar, 100 Hektar für 2027 geplant

Das Pilotprojekt umfasst zunächst 25 Hektar, die Fläche soll 2027 auf 100 Hektar wachsen. Es ist nicht als eigenständiges Produktionsprogramm angelegt, sondern als erste Stufe eines integrierten Entwicklungsmodells für Soja von der Erzeugung bis zur Verarbeitung. Die beteiligten Landwirte erhalten Betriebsmittel und Technik:

  • verbessertes Saatgut
  • Dünger
  • Pflanzenschutzmittel
  • Wasserpumpen
  • Traktoren

Als eines der zentralen Ziele nennt das Programm die Erzeugung und breitere Verfügbarkeit von hochwertigem Sojasaatgut, um den Anbau in den Folgejahren ausweiten zu können. Damit ist die Saatgutvermehrung und nicht die unmittelbare Erntemenge das eigentliche Ergebnis des Pilotprojekts.

Heimische Erzeugung deckt weniger als 3 Prozent des Bedarfs

Die indonesische Sojaproduktion erreichte 2025 nach Angaben von suarapemerintah.id rund 79.000 Tonnen bei einem nationalen Bedarf von 2,72 Millionen Tonnen. Die Lücke von etwa 2,64 Millionen Tonnen wird durch Importe gedeckt. Die Zahl deckt sich mit dem vom Ministerium genannten Importanteil von rund 95 Prozent: Die heimische Erzeugung deckt weniger als 3 Prozent des Verbrauchs.

Der Bedarf soll weiter steigen, von rund 2,79 Millionen Tonnen im Jahr 2026 auf etwa 3 Millionen Tonnen im Jahr 2029. Allein der Zuwachs zwischen diesen beiden Jahren beträgt rund 210.000 Tonnen und damit etwa das 2,7-Fache der gesamten Ernte des Jahres 2025. Um die Importmengen lediglich konstant zu halten, müsste die heimische Produktion diesen Zuwachs vollständig auffangen.

Gakoptindo als Abnehmer gesichert

Die Ernte des Pilotprojekts in Cariu wird von Gakoptindo als Abnahmepartner übernommen — teils zur Weiterentwicklung als Saatgut, teils als Rohstoff für die Tofu- und Tempeh-Industrie. Gakoptindo vereint die genossenschaftlichen Hersteller beider Produkte.

Die Konstruktion soll den Erzeugern neben der Unterstützung im Anbau auch Absatzsicherheit geben: Der Landwirt erhält nicht nur Betriebsmittel, sondern auch einen gesicherten Käufer. Das Ministerium stellt die Nachfragesicherheit in der Verarbeitung als Bedingung für den Erfolg des Programms dar, nicht als Nebenaspekt.

Ziel ist die Übertragung auf weitere Regionen

Kemenko Pangan erwartet, dass das Projekt in Cariu zum Modell einer integrierten und nachhaltigen nationalen Sojaentwicklung wird und die Kooperationsform in weiteren Regionen mit Anbaupotenzial wiederholt wird, um die heimische Produktion schrittweise zu erhöhen und die Ernährungsautonomie zu stärken. Zielflächen, Mengen oder Zeitpläne über die Ausweitung auf 100 Hektar im Jahr 2027 hinaus wurden nicht genannt.

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