Indonesiens Erzeugerpreis für Rohreis steigt auf Rp7.000/kg und übertrifft Staatsniveau
Der durchschnittliche Erzeugerpreis für frisch geernteten Trockenreis in Indonesien liegt bei rund Rp7.000 je Kilogramm und damit über dem staatlichen Ankaufspreis von Rp6.500. Das stärkt Einkommen und Produktionsanreize der Landwirte, kann aber die Endverbraucherpreise über die amtlichen Höchstgrenzen treiben.
Rohreispreis steigt über den staatlichen Ankaufspreis
Der durchschnittliche Erzeugerpreis für frisch geernteten Trockenreis, in Indonesien als GKP bezeichnet, hat nach Angaben der nationalen Lebensmittelbehörde Bapanas rund Rp7.000 je Kilogramm erreicht. Damit liegt er um Rp500 oder etwa 7,7 % über dem staatlichen Ankaufspreis von Rp6.500 je Kilogramm.
I Gusti Ketut Astawa, stellvertretender Bapanas-Leiter für Lebensmittelverfügbarkeit und Stabilisierung, sagte gegenüber ANTARA, der höhere Preis schaffe einen positiven Anreiz zur Ausweitung der Reisproduktion. Auskömmliche Erzeugerpreise gelten der Regierung als wichtiger Bestandteil einer dauerhaft gesicherten Eigenversorgung mit Nahrungsmitteln.
Laut der Behörde hat der festere Rohreismarkt auch den Index der von Reisbauern erzielten Preise erhöht. Das indonesische Statistikamt BPS meldete für Juni 2026 einen Stand von 149,65. Dies war der höchste Wert seit 2019 und damit seit sieben Jahren.
Kennzahlen der Landwirtschaft verbessern sich
Die Jahresdurchschnitte zeigen einen stetigen Anstieg. Der Index lag 2021 bei 104,99, 2022 bei 110,42, 2023 bei 127,26 und 2024 bei 135,99. Im Jahr 2025 betrug der Durchschnitt 141,31 und damit 36,32 Punkte mehr als 2021.
Während des gesamten Jahres 2025 blieben die von BPS erfassten durchschnittlichen Ankaufspreise für Rohreis über dem staatlichen Niveau von Rp6.500 je Kilogramm. Der niedrigste Monatsdurchschnitt wurde im April 2025 mit Rp6.712 je Kilogramm erreicht, weiterhin Rp212 über dem offiziellen Ankaufspreis.
Auch weitere Messgrößen weisen auf eine höhere Kaufkraft in der Landwirtschaft hin. Indonesiens nationaler Index der Austauschrelationen für Landwirte lag im Juni 2026 bei 127,65. Der entsprechende Index für den Teilsektor Nahrungsmittelpflanzen erreichte mit 114,65 den höchsten Stand seit März 2024.
Verbraucherpreise bleiben das politische Risiko
Der Vorteil für die Erzeuger belastet die nachgelagerten Stufen, weil Rohreispreise eng mit den Kosten für verarbeiteten Reis verbunden sind. Bapanas räumte ein, dass höhere GKP-Preise den Reispreis über den maximalen Einzelhandelspreis treiben könnten. Die Regierung will ihre Stabilisierungsprogramme fortsetzen, um rentable Landwirtschaft und bezahlbare Verbraucherpreise miteinander zu verbinden.
Zu den Maßnahmen gehört Lebensmittelhilfe für 33,24 Millionen Familien. Astawa rechnete vor, dass das Programm bei drei Personen pro Haushalt mehr als 90 Millionen Verbraucher erreicht. Die Unterstützung soll Haushalte entlasten, die von höheren Lebensmittelpreisen besonders betroffen sind.
Die zentrale Aufgabe besteht darin, einen ausreichend hohen Erzeugerpreis als Anreiz für Anbau und Produktivität zu sichern, ohne die zusätzlichen Rohstoffkosten vollständig auf den Einzelhandel zu übertragen. Liegt Rohreis über dem staatlichen Richtwert, steigen die Beschaffungskosten für Mühlen und Händler, während die Landwirte unmittelbar höhere Erlöse erzielen.
Bapanas-Leiter und Landwirtschaftsminister Andi Amran Sulaiman bekräftigte das Ziel einer dauerhaft gesicherten Eigenversorgung mit Nahrungsmitteln. ANTARA berichtete außerdem, dass die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation eine indonesische Reisproduktion von bis zu 38 Millionen Tonnen prognostiziert. Ob dieses Volumen mit stabilen Verbraucherpreisen vereinbar ist, hängt von Produktionswachstum, effizienter Verarbeitung und Verteilung sowie der Reichweite der Stabilisierungsprogramme ab.