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Indonesien sieht Reisversorgung bis Juni 2027 gesichert – trotz Duerrerisiko durch extremen El Nino

Landwirtschaftsminister und Bapanas-Chef Andi Amran Sulaiman erklaerte am 15. September 2026, die Reisversorgung Indonesiens sei trotz Duerregefahr durch einen extremen El Nino bis Juni 2027 ausreichend. Er bezifferte die gesamte nationale Verfuegbarkeit auf rund 25 bis 26 Millionen Tonnen bei einem Monatsverbrauch von 2,5 bis 2,6 Millionen Tonnen, darunter etwa 5 Millionen Tonnen Staatsreserve bei Perum Bulog.

Indonesien sieht Reisversorgung bis Juni 2027 gesichert – trotz Duerrerisiko durch extremen El Nino

Indonesiens Reisversorgung reicht auch bei drohender Duerre durch einen extremen El Nino bis Juni 2027. Das erklaerte Landwirtschaftsminister und Leiter der Nationalen Ernaehrungsbehoerde (Bapanas) Andi Amran Sulaiman am Dienstag, 15. September 2026, in Jakarta. Die Aussage fiel bei der Vorstellung von Pruefergebnissen und Beanstandungen zu angereichertem Reis in der Zentrale des Landwirtschaftsministeriums, wie viva.co.id berichtet.

„Heute wollen wir mehrere Dinge mitteilen. Das Erste ist, dass unsere Ernaehrung, Gott sei Dank, gesichert ist, insbesondere Reis – inmitten globaler Erschuetterungen, einer Nahrungsmittelkrise, einer Energiekrise und einer Wasserkrise", sagte Amran.

Die Zahlen hinter der Zusage

Den Ertrag der bereits stehenden, erntereifen Bestaende (standing crop) bezifferte Amran auf rund 10 Millionen Tonnen Reis bei einer Anbaufleche von 3,8 Millionen Hektar. Die vom Staatskonzern Perum Bulog verwaltete staatliche Reisreserve (CBP), die zur Stabilisierung der Marktpreise dient, liegt bei etwa 5 Millionen Tonnen. Zusammen mit weiteren Quellen erreicht die gesamte nationale Reisverfuegbarkeit nach Angaben des Ministers rund 25 bis 26 Millionen Tonnen.

Dem steht ein Verbrauch der Bevoelkerung von 2,5 bis 2,6 Millionen Tonnen pro Monat gegenueber; die Bestaende reichen damit aus Sicht des Ministers fuer die kommenden Monate. „Unser Bedarf pro Monat liegt bei 2,5 bis 2,6 Millionen Tonnen. Was bedeutet das? Unser Reis reicht fuer die naechsten 10 Monate. Rechnen wir von diesem Monat, dem neunten (September 2026), bis zum sechsten Monat (Juni 2027) des naechsten Jahres, dann sind unsere Reisbestaende sicher. Also sehr sicher", sagte Amran. viva.co.id zitiert den Minister zudem mit einem Reisbedarf des Hotel-, Restaurant- und Cafesegments von mehr als 10 Millionen Tonnen, was nach seinen Worten die nationale Versorgungslage stuetzt.

Infrastruktur als Duerreschutz

Nach Amrans Angaben hat die Regierung auf Anweisung von Praesident Prabowo Subianto vorbeugende Schritte unternommen, im Kern den Ausbau landwirtschaftlicher Infrastruktur zur Sicherung der nationalen Reisproduktion. Er nannte folgende Massnahmen:

  • Bau von Bewaesserungsanlagen;
  • Embung, also kleine Wasserrueckhaltebecken;
  • Pumpbewaesserung;
  • Optimierung bestehender Reisfelder und Sumpfflaechen;
  • das Programm Cetak Sawah zur Anlage neuer Reisfelder.

Erklaertes Ziel ist eine hoehere Produktionskapazitaet; in einem Trockenzyklus bedeutet das vor allem, bewaesserte Flaechen und Ertraege zu halten, nicht zusaetzliche Mengen zu erzeugen. Angaben zu Budgets, Projektzahlen oder Fertigstellungsterminen enthaelt der Bericht nicht.

Exporte nach Malaysia, Hilfe fuer Palaestina

Ueber den Eigenbedarf hinaus hat Indonesien laut viva.co.id Reis nach Malaysia exportiert und 10.000 Tonnen Reis als Hilfe fuer Palaestina bereitgestellt. Mengen, Preise und Zeitpunkte der Lieferungen nach Malaysia nennt der Bericht nicht, Importzahlen ebenfalls nicht.

Was die veroeffentlichten Zahlen offenlassen

Die berichtete Angebotsrechnung geht nicht vollstaendig auf. Die beiden ausdruecklich genannten Posten – rund 10 Millionen Tonnen aus den stehenden Bestaenden und rund 5 Millionen Tonnen Staatsreserve – ergeben etwa 15 Millionen Tonnen der genannten 25 bis 26 Millionen Tonnen; der Rest wird nicht aufgeschluesselt. Die Groesse von mehr als 10 Millionen Tonnen fuer Hotels, Restaurants und Cafes ist als Bedarf ausgewiesen, nicht als verfuegbarer Bestand.

Auch ein quantifiziertes Duerreszenario fehlt. Weder Niederschlagsprognosen noch ein Erntekalender noch eine Schaetzung, welcher Anteil der bestellten 3,8 Millionen Hektar von Wassermangel bedroht ist, wurden mitgeteilt. Fuer Verarbeiter, Haendler und Importeure bleibt damit die Aussaat von Ende 2026 mit Ernte im ersten Halbjahr 2027 die entscheidende Variable: Sie bestimmt, ob die 5 Millionen Tonnen bei Bulog ein Puffer bleiben oder zur Hauptversorgungsquelle werden.

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