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Indonesiens Reisproduktion soll 2026/2027 auf 38,6 Millionen Tonnen steigen

Indonesiens Reisproduktion soll 2026/2027 auf 38,6 Millionen Tonnen steigen und dem Land weltweit Rang vier sichern. Der Zuwachs erfolgt bei sinkender globaler Erzeugung, während die staatlichen Reserven 5,25 Millionen Tonnen erreicht haben.

Indonesiens Reisproduktion soll 2026/2027 auf 38,6 Millionen Tonnen steigen

Indonesien entwickelt sich gegen den globalen Trend

Indonesiens Reisproduktion soll in der Saison 2026/2027 auf 38,6 Millionen Tonnen steigen. Damit festigt das Land seinen Platz als viertgrößter Produzent der Welt hinter Indien, China und Bangladesch. Die von Okezone aus dem Food Outlook der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen übernommene Prognose bestätigt Indonesien zugleich als größten Reisproduzenten Südostasiens.

Der Anstieg steht einem erwarteten Rückgang der weltweiten Reisproduktion auf rund 552,4 Millionen Tonnen im Wirtschaftsjahr 2026/2027 gegenüber. Laut Okezone dürften wichtige Erzeugerländer wie Thailand, die Vereinigten Staaten, Brasilien und Kambodscha unter Produktionsdruck geraten. Als Ursachen werden klimatische Bedingungen, eine sinkende Rentabilität der Landwirtschaft und kleinere Anbauflächen genannt. Indonesiens Wachstum hebt sich damit von der schwierigeren Lage mehrerer konkurrierender Herkunftsländer ab.

Reisbestände nehmen zu

Mehrere Ebenen der inländischen Versorgung stützen den Ausblick. Ende Juli 2026 schätzte die indonesische Regierung das Ertragspotenzial der noch auf den Feldern stehenden Reiskulturen auf umgerechnet etwa 10 Millionen Tonnen Reis. Die bei Haushalten, Mühlen, Händlern, Verarbeitungsbetrieben sowie im Hotel-, Restaurant- und Cafébereich gelagerten Bestände wurden separat auf rund 10 Millionen Tonnen geschätzt.

Die staatliche Reisreserve CBP, die von der staatlichen Logistikagentur Perum Bulog verwaltet wird, erreichte 5,25 Millionen Tonnen. Okezone bezeichnete dies als den höchsten Stand staatlicher Reisreserven in der Geschichte Indonesiens. Da die Angaben unterschiedliche Stufen der Lieferkette und des Produktionszyklus betreffen, sollten sie nicht ohne Weiteres zu einem Gesamtbestand addiert werden.

Importpolitik und Ernährungssicherheit

Landwirtschaftsminister Amran Sulaiman führte die höhere Produktion und die wachsenden Reserven auf die Regierungspolitik zur Stärkung der Landwirtschaft und der nationalen Ernährungssicherheit zurück. Indonesien habe sich von den El-Niño-Bedingungen, die umfangreiche Importe erzwangen, zu höheren Erntemengen, einem Stopp der Einfuhr von Reis mittlerer Qualität und einem erneuten Kurs auf Selbstversorgung entwickelt.

Für Erzeuger und Mühlen bedeutet die Prognose von 38,6 Millionen Tonnen eine breitere inländische Rohstoffbasis. Die von Bulog gehaltenen 5,25 Millionen Tonnen geben der Regierung zugleich einen erheblichen Puffer zur Marktsteuerung. Für Händler begrenzt der Importstopp kurzfristig den Zugang ausländischer Lieferanten zum indonesischen Markt für Reis mittlerer Qualität. Entscheidend bleibt, ob die stehenden Kulturen tatsächlich geerntet werden und ob Klima, Anbaufläche und Rentabilität während der Saison 2026/2027 günstig bleiben.

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