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Indonesien: Importstopp für Reis seit 2025 drückte Weltmarktpreis auf 368 US-Dollar je Tonne

Landwirtschaftsminister Andi Amran Sulaiman erklärte, Indonesien habe seit 2025 keinen Reis mehr eingeführt, nachdem die Selbstversorgung erreicht worden sei. Der Wegfall eines der größten Käufer habe die Weltmarktpreise von rund 660 auf 368 US-Dollar je Tonne gedrückt. Jakarta lehnte demnach Bitten ausländischer Staatschefs um eine Wiederaufnahme der Käufe ab, darunter eine über 200.000 Tonnen.

Indonesien: Importstopp für Reis seit 2025 drückte Weltmarktpreis auf 368 US-Dollar je Tonne

Indonesien hat seit 2025 keinen Reis mehr auf dem Weltmarkt gekauft, und der Wegfall eines der größten Importländer habe die globalen Preise deutlich gedrückt. Das sagte Landwirtschaftsminister und Leiter der Nationalen Ernährungsbehörde (Bapanas) Andi Amran Sulaiman am Dienstag, dem 22. September 2026, in Jakarta. IDN Times berichtete über die Äußerungen, die auf einer Pressekonferenz in der Zentrale der Zollbehörde fielen.

Vom Großimporteur zu null Einkäufen

Vor dem Politikwechsel habe Indonesien zu den größten Reisimporteuren der Welt gezählt, sagte Amran. Die Einfuhren in den Jahren 2023 und 2024 hätten 7 Millionen Tonnen erreicht — so die von ihm genannte Zahl. 2025 habe das Land nichts gekauft. Vorgegeben gewesen sei die Selbstversorgung binnen vier Jahren, erreicht worden sei sie in einem Jahr; er nannte das den schnellsten Wert in der Geschichte des Landes und verwies auf Produktionsdaten der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO).

Den Importstopp verband der Minister unmittelbar mit der Lage in den Lieferländern. Weil es keine Einfuhren gebe, stünden die Bauern in den Reis exportierenden Staaten — Thailand, Vietnam, Indien, Pakistan und anderen — unter Druck und protestierten sogar, sagte er laut IDN Times. Die Darstellung von Demonstrationen ausländischer Landwirte findet sich auch im Bericht von suara.com über denselben Auftritt; dort wird zusätzlich die Aussage des Ministers wiedergegeben, der Rekord bei der Selbstversorgung sei von der FAO anerkannt worden.

Die Preisaussage

Amran sagte, die Weltmarktpreise für Reis seien von rund 660 US-Dollar je Tonne auf 368 US-Dollar je Tonne gefallen — ein Rückgang von etwa 44 Prozent — und führte dies auf Indonesiens Abwesenheit vom Importmarkt zurück. Den internationalen Notierungen stellte er Einzelhandelspreise gegenüber: Reis, der rund 11.000 Rupiah je Kilogramm gekostet habe, koste nun etwa 5.000 Rupiah; an anderer Stelle nannte er für die Importphase 11.000 bis 12.000 Rupiah.

  • Reiseinfuhren 2023–2024: 7 Millionen Tonnen
  • Genannter Weltmarktpreis: von rund 660 US-Dollar je Tonne auf 368 US-Dollar je Tonne
  • Genannter Einzelhandelsvergleich: von rund 11.000 Rupiah je Kilogramm auf etwa 5.000 Rupiah je Kilogramm

Auf inländische Kommentare, Reis sei anderswo billiger, erwiderte der Minister, genau das liege daran, dass Indonesien nicht importiere. Als noch eingeführt worden sei, habe der Preis bei 11.000 oder 12.000 Rupiah gelegen, inzwischen sei er gesunken.

Exportländer drängen Jakarta zur Rückkehr

Mehrere ausländische Staatschefs hätten sich an Präsident Prabowo Subianto gewandt und darum gebeten, dass Indonesien wieder Reis aus ihren Ländern kauft, sagte Amran. Eine Anfrage habe lediglich 200.000 Tonnen umfasst. Die Regierung habe nicht zugestimmt, weil sie die Lage der heimischen Bauern berücksichtige.

Eine Wiederaufnahme der Importe würde nach Amrans Einschätzung die Produktionsbereitschaft indonesischer Landwirte schwächen. Die Ablehnung eines Auftrags über 200.000 Tonnen ist gemessen an den 7 Millionen Tonnen der beiden Vorjahre eine kleine Menge, zeigt aber, dass die Linie auch im Detail nicht verhandelbar sein soll.

Was offenbleibt

Die Darstellung beruht auf den Aussagen des Ministers bei einer einzigen Pressekonferenz. Weder IDN Times noch suara.com veröffentlichen eine unabhängige Preisreihe; die Berichte nennen weder Qualität, Herkunft und Referenzbasis hinter den Werten von 660 und 368 US-Dollar noch den Zeitraum des Rückgangs. Die Länder, in denen Bauern protestierten, werden über die Liste der großen Lieferanten hinaus nicht einzeln benannt, und die Staatschefs, die um neue Käufe gebeten haben sollen, bleiben ungenannt.

Für Erzeuger, Händler und Importeure zählen vor allem die Mengen und die erklärte Politik: 7 Millionen Tonnen Importnachfrage, die 2023 und 2024 aus dem Markt genommen wurden, keine Käufe 2025 und die Absage selbst an eine Anfrage über 200.000 Tonnen einer ausländischen Regierung.

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