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Indonesiens Palmölproduktion soll 2026 auf 50,31 Millionen Tonnen steigen

Indonesiens Palmölproduktion wird für 2026 auf 50,31 Millionen Tonnen geschätzt, nach prognostizierten 49,50 Millionen Tonnen im Jahr 2025. Die Erholung von der Dürre 2023 und ein höherer Düngemitteleinsatz stützen den Ausblick, während alternde Bestände und langsame Neupflanzungen Risiken darstellen.

Indonesiens Palmölproduktion soll 2026 auf 50,31 Millionen Tonnen steigen

Produktion erholt sich schrittweise

Indonesiens Palmölproduktion dürfte 2026 auf 50,31 Millionen Tonnen steigen und damit die Erholung vom Rückgang des Jahres 2024 fortsetzen. Laut InfoSAWIT beruht die Schätzung auf dem Prognosemodell MODUS, das Rizki Amalia vom indonesischen Forschungsinstitut für Ölpalmen, PPKS, am 28. Oktober 2025 bei der Veranstaltung zum Ausblick für Plantagenrohstoffe 2026 in Bogor vorstellte.

Das Modell veranschlagt die Produktion 2025 auf 49,50 Millionen Tonnen. Für 2026 ergibt sich damit ein Zuwachs von 810.000 Tonnen oder rund 1,6 %. Die erwartete Verbesserung folgt auf eine stärkere Erholung im Jahr 2025 gegenüber den 48,16 Millionen Tonnen von 2024.

Die tatsächliche Produktion lag 2023 bei 50,84 Millionen Tonnen und sank 2024 um 2,68 Millionen Tonnen. Selbst bei Erreichen der Prognose bliebe das Volumen 2026 noch 530.000 Tonnen unter dem Stand von 2023. Die Zahlen sprechen daher für eine Erholung des Angebots, nicht für eine Rückkehr zu schnellem Produktionswachstum.

Erholung von der Dürre und mehr Dünger stützen die Erträge

InfoSAWIT nennt die Erholung der Plantagen von der Dürre des Jahres 2023 als einen Faktor für den erwarteten Anstieg. Trockenheit kann Entwicklung und Produktivität von Ölpalmen über das unmittelbare Wetterereignis hinaus beeinträchtigen. Eine bessere Pflanzenentwicklung zeigt sich deshalb mitunter erst in späteren Produktionsperioden.

Unterstützung kommt auch von einem höheren Düngemitteleinsatz. Laut der Präsentation nahm die Düngung mit der Erholung der Düngemittelpreise zu und half den Betrieben, den Zustand der Bäume und die Erträge zu stabilisieren. Damit lässt sich die Produktion bestehender Plantagen erhöhen, ohne ausschließlich die Anbaufläche auszuweiten. Zugleich hängt die Prognose von den Produktionskosten und der Fähigkeit der Erzeuger ab, ausreichende Betriebsmittel weiter zu finanzieren.

Alternde Plantagen bleiben das zentrale Hindernis

Der steigende Altersdurchschnitt der indonesischen Ölpalmen belastet die Branche. Ein wachsender Anteil alter und überalterter Bäume kann die Produktivität begrenzen, falls sich die Neupflanzungen nicht beschleunigen. Das gilt besonders für kleinbäuerliche Plantagen. Von 2016 bis 2025 wurden rund 384.618 Hektar neu bepflanzt und 169.494 Erzeuger einbezogen, wie die bis Mai 2025 erfassten Daten zeigen. Etwa 10,86 Billionen Rupiah wurden über das Programm ausgezahlt.

Sozioökonomische Bedingungen, administrative und technische Anforderungen, Finanzierungsmechanismen und die Einsatzbereitschaft der Programmpartner verzögern weiterhin die Umsetzung. Der Ausblick verbindet verspätete Neupflanzungen mit dem Risiko einer sinkenden nationalen Produktivität und eines Ungleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage. Die zusätzlichen 810.000 Tonnen im Jahr 2026 könnten die verfügbaren Mengen für heimische Abnehmer und Exportmärkte erhöhen; getrennte Verbrauchs- oder Exportprognosen enthält die Quelle jedoch nicht. Für Erzeuger, Verarbeiter und Händler ist entscheidend, ob die Ertragssteigerungen anhalten, während immer mehr Plantagen zwingend erneuert werden müssen.

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