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Indonesiens Palmölexporte steigen im Juni auf 2,75 Millionen Tonnen

Indonesien exportierte im Juni 2,75 Millionen Tonnen rohes und raffiniertes Palmöl sowie PFAD, nach 1,49 Millionen Tonnen im Mai. China blieb der größte Abnehmer, während Oil World wegen geringerer Produktion und steigender Biodieselnachfrage im zweiten Halbjahr sinkende Ausfuhren erwartet.

Indonesiens Palmölexporte steigen im Juni auf 2,75 Millionen Tonnen

Monatliche Lieferungen erholen sich kräftig

Indonesiens Exporte von rohem und raffiniertem Palmöl sowie Palmfettsäuredestillat, kurz PFAD, stiegen im Juni von 1,49 Millionen Tonnen im Mai auf 2,75 Millionen Tonnen. Das geht aus Daten von Oil World hervor, über die ZOL berichtete. Der Zuwachs um 1,26 Millionen Tonnen markiert eine kräftige monatliche Erholung beim weltweit größten Palmölexporteur.

Trotz des Anstiegs lagen die Juni-Ausfuhren um 0,3 Millionen Tonnen unter dem Vorjahreswert. Daraus ergibt sich für Juni 2025 ein Volumen von rund 3,05 Millionen Tonnen. Die Erholung brachte somit einen großen Teil der zuvor ausgefallenen Mengen zurück, erreichte aber noch nicht das Niveau des Vorjahres.

Raffiniertes Palmöl stellte den größten Teil der Lieferungen. Die Ausfuhren beliefen sich auf 2,21 Millionen Tonnen, verglichen mit 1,33 Millionen Tonnen im Mai und 2,42 Millionen Tonnen im Juni 2025. Verarbeitete Ware machte damit rund vier Fünftel der erfassten Exporte aus und unterstreicht die Bedeutung der indonesischen Raffinerien für das Auslandsgeschäft.

China führt die Erholung der Nachfrage an

China war im Juni mit 505.000 Tonnen der größte Abnehmer indonesischen Palmöls. Das war fast doppelt so viel wie die 259.000 Tonnen im Mai, aber weniger als die 587.000 Tonnen im Juni 2025. Mehr als 18 % der indonesischen Monatsausfuhren gingen damit auf den chinesischen Markt.

Indien importierte 361.000 Tonnen, nach lediglich 39.000 Tonnen im Mai und 503.000 Tonnen ein Jahr zuvor. Pakistan nahm 279.000 Tonnen ab, verglichen mit 148.000 Tonnen im Mai und 244.000 Tonnen im Juni 2025. Unter den drei größten nationalen Käufern übertraf damit nur Pakistan sowohl den Vormonats- als auch den Vorjahreswert.

Die Lieferungen in die Europäische Union erhöhten sich moderater von 185.000 auf 213.000 Tonnen, blieben jedoch unter den 240.000 Tonnen des Vorjahres. Bangladesch kaufte 169.000 Tonnen, nach 71.000 Tonnen im Mai und 159.000 Tonnen im Juni 2025. China, Indien, Pakistan, die EU und Bangladesch nahmen zusammen 1,53 Millionen Tonnen und damit mehr als die Hälfte der Juni-Exporte ab.

Angebot für das zweite Halbjahr wird knapper

Von Januar bis Juni 2026 exportierte Indonesien 13,3 Millionen Tonnen Palmölprodukte. Laut Oil World waren das 0,65 Millionen Tonnen mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das starke Halbjahresergebnis beruhte folglich nicht allein auf der Erholung im Juni.

Für Juli bis Dezember fällt der Ausblick schwächer aus. Oil World erwartet gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025 einen deutlichen Exportrückgang, weil die Produktion voraussichtlich sinkt und der Inlandsverbrauch zunimmt, insbesondere für die Biodieselherstellung. Damit dürfte sich der Wettbewerb zwischen Exporteuren und der indonesischen Kraftstoffindustrie um verfügbare Rohstoffe verschärfen.

Für Verarbeiter, Händler und große asiatische Importeure zeigen die Juni-Daten, dass Indonesien seine Lieferungen nach einem schwachen Monat rasch wieder erhöhen kann. Wegen des erwarteten Rückgangs im zweiten Halbjahr sind 2,75 Millionen Tonnen jedoch nicht als neues dauerhaftes Monatstempo anzusehen. Käufer in China, Indien, Pakistan und Bangladesch müssen mit einer möglicherweise geringeren Verfügbarkeit rechnen, während Verarbeiter Exportnachfrage und den steigenden Rohstoffbedarf der heimischen Biodieselindustrie ausbalancieren müssen.

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