Indonesiens Lagerbelegsystem ermöglicht Kaffeeexporte im Wert von 227.443,2 $
Indonesien exportierte über ein SRG-Lager 38,4 Tonnen Kaffee im Wert von 227.443,2 $ nach China und Marokko. Acht weitere Container mit Arabica im Wert von 1,25 Millionen $ sind für China vorgesehen.
Zwei Container erschließen neue Absatzwege
Indonesiens Lagerbelegsystem SRG hat Kaffeeexporte im Wert von 227.443,2 $, umgerechnet etwa 4,08 Milliarden Rupiah, nach China und Marokko ermöglicht. Das berichtete die indonesische Nachrichtenagentur ANTARA. Die Geschäfte zeigen, dass ein ursprünglich für die warenbesicherte Finanzierung konzipiertes System zugleich Landwirte, Sammelstellen, Lagerbetreiber und Logistiker mit ausländischen Käufern verbinden kann.
Die abgeschlossenen Lieferungen umfassten zwei Container mit insgesamt 38,4 Tonnen. Ein Container mit 19,2 Tonnen Robusta Grade 2 im Wert von 71.040 $ ging nach Marokko. Der zweite enthielt 19,2 Tonnen halbgewaschenen Arabica für China im Wert von 156.403,2 $. Beide Partien stammten aus dem SRG-Lager KAI-ASLI Gedebage.
Acht weitere Container für China vorgesehen
Die indonesische Aufsichtsbehörde für den Warenterminhandel Bappebti teilte mit, dass auf die ersten Exporte acht Container mit halbgewaschenem Arabica für China folgen sollen. Die geplante Lieferung umfasst 153,6 Tonnen und hat einen angegebenen Wert von 1.251.225,60 $. Bei erfolgreicher Abwicklung wäre ihr Volumen viermal so groß wie das der beiden bereits verschickten Partien. China würde damit zum wichtigsten Zielmarkt dieses SRG-gestützten Kaffeeprogramms.
Bappebti-Leiter Tirta Karma Senjaya erklärte, ein wirksamer Einsatz von Lagerbelegen könne die Wettbewerbsfähigkeit indonesischer Rohstoffe stärken, die Wertschöpfung erhöhen und Landwirten sowie Unternehmen einen breiteren Zugang zu internationalen Märkten verschaffen. Der über SRG gelagerte Kaffee habe seine Qualität bewahrt und internationale Marktstandards erfüllt. Dokumentierte Lagerbedingungen und Qualitätskontrollen können für Käufer die Unsicherheit über Zustand und Rückverfolgbarkeit einer Partie vor dem Export verringern.
Finanzierung, Lagerung und Schienenlogistik greifen ineinander
An der Exportkette waren Landwirte der Genossenschaft Gunung Luhur Berkah, PT ASLI Logistik Indonesia als Aggregator, PT Sucofindo als Betreiber des SRG-Lagers und PT Kereta Api Indonesia als Eigentümer der Lageranlage beteiligt. Letzteres Unternehmen initiierte auch das schienenbasierte SRG-Modell. PT Kliring Berjangka Indonesia fungierte als Registrierungsstelle. Bappebti bezeichnete das Modell als Zusammenarbeit von Zentral- und Regionalregierungen, Finanzinstituten, Lagerbetreibern, Logistikunternehmen und landwirtschaftlichen Genossenschaften.
Lagerbelege ermöglichen es, eingelagerte Waren als Grundlage für eine Finanzierung zu nutzen, während Produzenten auf Verkauf oder Versand warten. In diesem Fall diente die Infrastruktur zugleich der Bündelung von Mengen, der Qualitätssicherung und dem Zugang zur Exportlogistik. Das ist besonders für kleinere Erzeuger relevant, denen häufig das Volumen, das Betriebskapital oder die Dokumentation für eine eigenständige Belieferung ausländischer Kunden fehlt.
Folgen für Indonesiens Kaffeesektor
Die Lieferung nach Marokko schafft einen konkreten Absatzkanal für Robusta Grade 2, während das größere Arabica-Programm auf China ausgerichtet ist. Bappebti zufolge könnten die Geschäfte Indonesiens Kaffeeexporte diversifizieren, die weiterhin auf eine begrenzte Zahl von Zielländern konzentriert sind. Gemessen am weltweiten Kaffeehandel sind die ersten beiden Verkäufe klein. Der geplante Folgeauftrag wird jedoch zeigen, ob sich das Modell von einzelnen Containern zu wiederkehrenden Handelsströmen entwickeln kann.
Bappebti will SRG weiter als Instrument für Warenfinanzierung und Logistik ausbauen, um die Verhandlungsposition der Landwirte zu stärken, den Finanzierungszugang zu erweitern und Indonesiens Rohstoffexporte zu steigern. Der wirtschaftliche Erfolg hängt davon ab, ob die Beteiligten eine gleichbleibende Qualität sichern, ausreichende Mengen bündeln und Lieferungen zu Preisen wiederholen können, die für Produzenten und ausländische Käufer tragfähig sind.
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