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Indonesien meldet bis zu Rp268 Billionen an Devisenerlösen aus Kohleexporten

Indonesiens Kohleexporte brachten laut Energieminister Bahlil Lahadalia 14-15 Milliarden US-Dollar beziehungsweise Rp250-268 Billionen ein. Die Devisenreserven stiegen Ende Juni 2026 auf 145,6 Milliarden US-Dollar.

Indonesien meldet bis zu Rp268 Billionen an Devisenerlösen aus Kohleexporten

Kohleexporte bringen 14-15 Milliarden US-Dollar ein

Indonesien verbuchte aus Kohleexporten Devisenerlöse von 14-15 Milliarden US-Dollar. Bei einem angenommenen Wechselkurs von Rp17.930 je Dollar entspricht das Rp250-268 Billionen, wie Liputan6 berichtet. Energie- und Rohstoffminister Bahlil Lahadalia legte Präsident Prabowo Subianto nach einer Plenarsitzung des Kabinetts die Ergebnisse des Mineral- und Kohlesektors vor.

Bahlil zufolge wurde das Ergebnis trotz der anhaltenden Unsicherheit in der Weltwirtschaft erzielt. Bei seinem Auftritt im Präsidentenpalast in Jakarta bezifferte er die Erlöse auf rund 14-15 Milliarden US-Dollar; seine Äußerungen wurden am 21. Juli 2026 zitiert. Der obere Rupiah-Wert von Rp268 Billionen verdeutlicht, welche Bedeutung Kohle weiterhin als Devisenquelle für Indonesien hat.

Regierung verweist auf Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage

Der Minister führte die Exportleistung teilweise darauf zurück, dass die Regierung Angebot und Nachfrage auf dem Kohlemarkt im Gleichgewicht gehalten habe. Dies habe zur Stabilisierung der Preise beigetragen. Liputan6 nennt jedoch weder Exportmengen und Zielländer noch Referenzpreise. Daher lässt sich anhand der veröffentlichten Zahlen nicht bestimmen, ob die Erlöse auf veränderte Liefermengen, Preise, den Rupiah-Kurs oder eine Kombination dieser Faktoren zurückgehen.

Bahlil berichtete zudem über Fortschritte bei den nichtsteuerlichen Staatseinnahmen PNBP aus der Weiterverarbeitung von Mineralien und Kohle. Diese hätten 60 % des Regierungsziels erreicht. Den absoluten Zielwert und den betrachteten Zeitraum nannte er nicht. Die Regierung wertet die Exporterlöse und die PNBP-Einnahmen als Beleg für die Wirksamkeit ihrer Strategie im Mineral- und Kohlesektor.

Exporterlöse stützen Indonesiens Außenposition

Die Kohlezahlen ergänzen das Bild der gesamten Devisenposition Indonesiens. Die Bank Indonesia meldete für Ende Juni 2026 Reserven von 145,6 Milliarden US-Dollar. Bei einem Kurs von Rp17.980 je Dollar entsprach dies etwa Rp2,618 Billiarden. Ende Mai hatten die Reserven bei 144,9 Milliarden US-Dollar beziehungsweise Rp2,606 Billiarden gelegen.

Ramdan Denny Prakoso, Exekutivdirektor der Kommunikationsabteilung der Bank Indonesia, führte den Anstieg im Juni hauptsächlich auf Steuer- und Dienstleistungseinnahmen zurück. Gleichzeitig leistete die Regierung Zahlungen auf ihre Auslandsschulden, während die Zentralbank angesichts der hohen Unsicherheit an den globalen Finanzmärkten Maßnahmen zur Stabilisierung des Rupiah ergriff.

Reservedeckung liegt über internationalem Richtwert

Die Reserven Indonesiens reichten Ende Juni zur Finanzierung von 5,5 Monaten Importen. Unter Einbeziehung der staatlichen Auslandsschuldenzahlungen betrug die Deckung 5,4 Importmonate. Beide Werte lagen deutlich über dem von der Bank Indonesia genannten internationalen Angemessenheitswert von rund drei Monaten.

Nach Einschätzung der Zentralbank können die Reserven die Widerstandsfähigkeit des Außenwirtschaftssektors stärken und zur Stabilität von Gesamtwirtschaft und Finanzsystem beitragen. Sie erwartet eine weiterhin solide Außenposition, gestützt durch ausreichende Reserven und anhaltende ausländische Kapitalzuflüsse infolge positiver Erwartungen für die indonesische Wirtschaft. Für Kohleproduzenten und Exporteure zeigen die gemeldeten Erlöse den unmittelbaren Beitrag der Branche zum Devisenangebot. Ohne Angaben zu Mengen und Zielländern bleibt die tatsächliche Dynamik des Handels jedoch schwer zu beurteilen.

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