Indonesiens Knoblauchimporte erreichen 229.760 Tonnen, davon 98 % aus China
Indonesien importierte von Januar bis Juni 2026 insgesamt 229.760 Tonnen Knoblauch, nach 178.890 Tonnen im Vorjahreszeitraum. Laut Daten der indonesischen Statistikbehörde, über die detikFinance berichtete, kamen 98 % aus China und der Rest aus Indien.
Importe steigen im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahr
Indonesien importierte zwischen Januar und Juni 2026 insgesamt 229.760 Tonnen Knoblauch, wie die indonesische Statistikbehörde BPS mitteilte. Im gleichen Zeitraum 2025 waren es 178.890 Tonnen. Damit nahm das Angebot aus dem Ausland in der ersten Jahreshälfte deutlich zu.
China stellte 98 % der indonesischen Knoblauchimporte, die verbleibende Menge kam aus Indien. Die von detikFinance veröffentlichten Daten verdeutlichen die dominierende Rolle chinesischer Lieferanten bei der Versorgung der größten Volkswirtschaft Südostasiens.
BPS-Leiterin Amalia Adininggar Widyasanti erläuterte die Zahlen am 10. August 2026 bei einer Online-Koordinierungssitzung zur Kontrolle der regionalen Inflation. Die Einfuhren hätten im ersten Halbjahr fast 230.000 Tonnen erreicht, weshalb die verfügbare Versorgung mit Knoblauch ausreichend sein sollte.
Durchschnittspreis sinkt, bleibt aber über dem Richtwert
Das zusätzliche Importangebot wirkt sich bereits auf den Binnenmarkt aus. Nach Angaben Widyasantis ging der landesweite Durchschnittspreis für Knoblauch zurück, lag jedoch weiterhin über dem staatlichen Referenzeinkaufspreis für Verbraucher, dem sogenannten HAP.
Der Durchschnittspreis betrug 39.924 Rupiah je Kilogramm, während der HAP bei 38.000 Rupiah je Kilogramm lag. Die höheren Importmengen haben den Preisdruck somit verringert, den landesweiten Durchschnitt aber noch nicht auf den offiziellen Richtwert gedrückt.
Auch die regionale Verbreitung von Preissteigerungen ist erheblich zurückgegangen. Laut BPS verzeichneten nur noch 50 Regierungsbezirke und Städte einen Anstieg des Knoblauch-Preisänderungsindex, nachdem es zuvor 248 gewesen waren. Widyasanti bezeichnete die Gesamtlage als relativ gut kontrolliert.
Regionale Preisunterschiede bleiben groß
Trotz der verbesserten landesweiten Lage benötigen einige lokale Märkte weiterhin Aufmerksamkeit. Im Regierungsbezirk Tanah Datar kostete Knoblauch 40.000 Rupiah je Kilogramm. Nach Angaben von BPS lag der Preis damit 5,26 % über dem Referenzwert.
In weiter entfernten Märkten waren die Preise deutlich höher. In Kapuas Hulu kostete Knoblauch 50.000 Rupiah je Kilogramm, im Regierungsbezirk Süd-Manokwari 63.750 Rupiah. Die Unterschiede zeigen, dass ein ausreichendes nationales Angebot nicht automatisch zu einheitlichen Verbraucherpreisen in den weit auseinanderliegenden Regionen Indonesiens führt.
Für Importeure und Händler weisen die Daten auf ein insgesamt ausreichendes Angebot bei fortbestehenden regionalen Ungleichgewichten hin. Chinas Anteil von 98 % bindet Indonesiens Versorgung zudem eng an ein einziges Herkunftsland. Indien ist die einzige weitere von BPS genannte Bezugsquelle, sein Anteil bleibt jedoch klein. Die weitere Preisentwicklung hängt daher nicht allein von den gesamten Importankünften ab, sondern auch davon, wie effizient die Bestände jene Märkte erreichen, in denen die Preise deutlich über dem nationalen Referenzwert liegen.