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Indonesien plant Biomethanetz für Palmölabfälle mit 40 Millionen $ Investition

PT reNIKOLA Primer Energi hat einen Abnahmevertrag über 15 Jahre für komprimiertes Biomethan aus den Abfällen von acht indonesischen Palmölmühlen geschlossen. Das 40-Millionen-$-Projekt soll jährlich mehr als 830.000 MMBtu erzeugen und rund 320.000 Tonnen CO₂-Äquivalent einsparen.

Indonesien plant Biomethanetz für Palmölabfälle mit 40 Millionen $ Investition

Langfristiger Abnehmer für erneuerbares Gas

Indonesien bereitet ein gebündeltes Biomethanprojekt vor, das Abfälle aus acht Palmölmühlen in Brennstoff für Industriekunden umwandeln soll. PT reNIKOLA Primer Energi, die indonesische Tochtergesellschaft von reNIKOLA Holdings Sdn Bhd, hat mit PT Pertagas Niaga einen langfristigen Kaufvertrag für komprimiertes Biomethan, kurz CBG, geschlossen.

PT Pertagas Niaga, eine Tochtergesellschaft von PT Pertamina Gas, wird das Gas 15 Jahre lang abnehmen. Laut detikFinance schafft der Vertrag die kommerzielle Grundlage für die CBG-Produktion in acht Werken von PT Perkebunan Nusantara IV und ist ein Schritt zum ersten indonesischen System zur Einspeisung von Biomethan ins Gasnetz.

Für das Projekt sind Investitionen von 40 Millionen $ vorgesehen. Nach der Fertigstellung soll es jährlich mehr als 830.000 MMBtu erneuerbares Gas produzieren. Die Entwickler bezeichnen es als Indonesiens erstes und größtes gebündeltes Biomethanvorhaben, das die Produktion von acht verbundenen Standorten in einem zentralen Versorgungsnetz zusammenführt.

Bestehendes Gasnetz erschließt Industriekunden

Das CBG soll über ein vorhandenes Erdgasverteilnetz an Industriekunden geliefert werden. Pertagas wird in der Nähe der Sonderwirtschaftszone Sei Mangkei Indonesiens erste spezielle Biomethan-Einspeisestation bauen. Sie verbindet die Produktionsanlagen mit dem nationalen Gasverteilnetz.

Die Konstruktion erfüllt zwei zentrale Bedingungen für einen neuen Markt für erneuerbares Gas: einen festen Käufer und Zugang zu betriebsbereiter Infrastruktur. Die Laufzeit von 15 Jahren gibt PT reNIKOLA Primer Energi einen definierten Absatzkanal. Das bestehende Netz ermöglicht zugleich die Versorgung industrieller Kunden, ohne für jede Mühle ein separates Verteilsystem zu errichten. Gaspreis, Bauzeitplan, Kapazität der einzelnen Anlagen und erwartete Rendite wurden nicht genannt.

Amran Yusof, Chief Executive Officer und Direktor von PT reNIKOLA Primer Energi, erklärte, das Projekt verbinde Rohstofflieferanten, Gasinfrastruktur und langfristige Marktnachfrage. Toto Yulianto, President Director von PT Pertagas Niaga, sieht in erneuerbarem Gas eine kohlenstoffärmere Energielösung für Industriekunden und eine Möglichkeit, vorhandene Infrastruktur besser zu nutzen.

Methanabscheidung schafft zusätzlichen Wert

Die Anlagen gewinnen Methan aus Abwasser von Palmölmühlen, das als POME bezeichnet wird. Ohne Abscheidung würde dieses Methan üblicherweise in die Atmosphäre gelangen. detikFinance zufolge soll das Projekt die Treibhausgasemissionen um rund 320.000 Tonnen CO₂-Äquivalent pro Jahr senken. Das entspreche der Vermeidung der jährlichen Verbrennung von etwa 161 Millionen Kilogramm Kohle.

Jatmiko, President Director von PTPN IV, erklärte, die Umwandlung von Methan aus Palmölmühlenabwässern in erneuerbare Energie könne vorhandenen Ressourcen zusätzlichen Wert geben und eine kohlenstoffärmere Entwicklung unterstützen. Das Projekt soll außerdem Hunderte Arbeitsplätze schaffen und zum regionalen Wirtschaftswachstum beitragen; eine genaue Beschäftigtenzahl wurde nicht veröffentlicht.

Für Indonesiens Palmölsektor bietet das Vorhaben ein Modell, bei dem Mühlenabwasser nicht nur als Entsorgungsproblem, sondern als Energierohstoff behandelt wird. Die Übertragbarkeit hängt von Mühlenclustern, verlässlichen Rohstoffmengen, Anschlüssen an das Gasnetz und langfristiger Industrienachfrage ab. Der Verbund aus acht Mühlen wird erstmals zeigen, ob zentrale Sammlung und Verteilung eine Biomethanproduktion im kommerziellen Maßstab tragen können.

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