Indiens Speiseölpreise steigen wegen starker Weltmärkte und schwacher Rupie
Senf-, Soja-, Erdnuss-, Palm- und Baumwollsaatöl sind in Indien in der vergangenen Woche gestiegen, gestützt durch feste internationale Notierungen, eine schwächere Rupie und geringere Anlieferungen der Bauern. Laut Livemint verteuerten sich dadurch auch importierte Speiseöle, während Verarbeiter in Latur ihre Ankaufspreise anheben, um mehr Ware von den Bauern zu bekommen.
Speiseölpreise in Indien ziehen an
Die Preise für Speiseöle und Ölsaaten sind in der vergangenen Woche an Indiens Großhandelsmärkten gestiegen, getrieben von starken internationalen Referenzpreisen, einer schwächeren Rupie und geringeren Anlieferungen der Bauern, berichtet Livemint. Senföl, Sojaöl, Erdnussöl, Rohpalmöl (CPO), Palmolein und Baumwollsaatöl schlossen die Woche allesamt fester.
Die schwächere Rupie verteuerte importierte Speiseöle für indische Käufer, so Livemint. Marktteilnehmer zufolge hatten einige Importeure zuvor mit einem Abschlag von 3 bis 4 Prozent unter den Selbstkosten verkauft; diese Lücke ist inzwischen auf rund 1 bis 1,5 Prozent geschrumpft, wodurch sich auch die Preise für importierte Öle erholten.
Aufschlag bei Sonnenblumenöl verschiebt die Nachfrage
Sonnenblumenöl bleibt auf dem indischen Markt deutlich teurer als andere Speiseöle: Es kostet rund 20 Rupien pro Kilogramm mehr als raffiniertes Sojaöl und Palmolein, etwa 15 Rupien pro Kilogramm mehr als Erdnussöl und 8 bis 10 Rupien pro Kilogramm mehr als Senföl. Diese Preislücke hat die Nachfrage laut Livemint zu günstigeren Ölen verschoben, wobei der industrielle Verbrauch von raffiniertem Sojaöl und Palmolein zunimmt.
Das Angebot an Baumwollsaatöl wird als sehr knapp beschrieben, was die Preise zusätzlich stützt, während Erdnussöl wegen der hohen Kosten von Sonnenblumenöl einen größeren Teil der Nachfrage aufgefangen hat.
Bauern halten Ware zurück, Verarbeiter erhöhen Ankaufspreise
Bauern, die in dieser Saison bereits gute Preise erzielt haben, zeigen sich Berichten zufolge zurückhaltend, Senf, Soja und Erdnüsse zu aktuellen Preisen zu verkaufen, und liefern nur begrenzte Mengen an die Märkte, was das Angebot an Ölsaaten einschränkt. Mehrere Sojaverarbeitungsanlagen in Latur, Bundesstaat Maharashtra, haben laut Livemint angekündigt, ihren Ankaufspreis zwischen dem 15. und 30. August auf 7.750 Rupien pro Quintal anzuheben, um Bauern zum Verkauf zu bewegen.
Auch die Senf-Anlieferungen an den Großhandelsmärkten bleiben dünn. Das knappere Angebot trieb im Wochenverlauf sowohl die Preise für Senfsaat als auch für Senföl nach oben, wobei die Kauflust laut Livemint wegen der hohen Preise hinter den Erwartungen zurückblieb. Die Erdnusspreise wurden durch eine starke industrielle Nachfrage gestützt.
Preisentwicklung der Woche
- Senfsaat: plus 200 Rupien auf 7.725-7.750 Rupien pro Quintal
- Senföl: plus 375 Rupien auf 15.900 Rupien pro Quintal
- Senföl Pakki Ghani: plus 50-55 Rupien auf 2.615-2.715 Rupien pro 15-kg-Kanister
- Senföl Kachi Ghani: plus 50-55 Rupien auf 2.615-2.765 Rupien pro 15-kg-Kanister
- Sojabohnen: plus 175 Rupien auf 7.175-7.225 Rupien pro Quintal; lose Ware bei 7.025-7.100 Rupien pro Quintal
- Sojaöl (Delhi): plus 150 Rupien auf 15.550 Rupien pro Quintal
- Sojaöl (Indore): plus 50 Rupien auf 15.300 Rupien pro Quintal
- Soja-Degummingöl: plus 75 Rupien auf 12.050 Rupien pro Quintal
- Erdnuss-Ölsaat: plus 200 Rupien auf 6.950-7.525 Rupien pro Quintal
- Erdnussöl (Gujarat): plus 375 Rupien auf 16.000 Rupien pro Quintal
- Erdnuss-Solvent-Raffinat: plus 60 Rupien auf 2.560-2.860 Rupien pro 15-kg-Kanister
- Rohpalmöl (CPO): plus 225 Rupien auf 13.625 Rupien pro Quintal
- Palmolein (Delhi): plus 125 Rupien auf 15.525 Rupien pro Quintal
- Palmolein (ex-Kandla): plus 150 Rupien auf 14.325 Rupien pro Quintal
- Baumwollsaatöl: plus 150 Rupien auf 16.000 Rupien pro Quintal
Vollständige Marktanalyse