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Indiens Düngemittelexporte steigen in drei Jahren um 52 Prozent

Indien exportierte im Finanzjahr 2025-26 rund 470.000 Tonnen Düngemittel, nach 310.000 Tonnen im Jahr 2023-24. Brasilien trug den größten Teil des Wachstums, während Indiens Importe weiterhin um ein Vielfaches höher lagen.

Indiens Düngemittelexporte steigen in drei Jahren um 52 Prozent

Exporte erreichen 470.000 Tonnen

Indiens Düngemittelexporte stiegen in den drei Finanzjahren von 2023-24 bis 2025-26 um etwa 52 Prozent. Das berichtet Business Standard Hindi unter Berufung auf Regierungsantworten im Parlament und weitere Quellen. Das Exportvolumen erhöhte sich von rund 310.000 Tonnen im Jahr 2023-24 auf 470.000 Tonnen im Jahr 2025-26.

Der Zuwachs ist bemerkenswert, da Indien weiterhin zu den größten Düngemittelimporteuren der Welt zählt. Die ausgeführten Mengen bleiben im Vergleich zu den jährlichen Einkäufen bei internationalen Lieferanten gering. Zugleich erhöhen steigende Importe und die Krise in Westasien den Druck auf die öffentlichen Finanzen.

Im selben Zeitraum nahmen die Düngemittelimporte laut den von der Publikation angeführten amtlichen Daten um 36,09 Prozent zu: von 20,7 Millionen Tonnen im Jahr 2023-24 auf mehr als 28 Millionen Tonnen im Jahr 2025-26. Damit waren die Importe im jüngsten Finanzjahr mengenmäßig fast 60-mal so hoch wie die Exporte.

Brasilien treibt das Wachstum

Brasilien war für einen wesentlichen Teil des Exportwachstums verantwortlich. Indiens Düngemittellieferungen in das Land stiegen von 110.000 Tonnen im Jahr 2023-24 auf 310.000 Tonnen im Jahr 2025-26, ein Plus von rund 175 Prozent. Das jüngste Volumen entsprach etwa zwei Dritteln der gesamten indischen Düngemittelexporte in diesem Finanzjahr.

Auch die Ausfuhren nach Sri Lanka legten kräftig zu und erreichten 2025-26 rund 33.000 Tonnen, verglichen mit lediglich 816,28 Tonnen im Jahr 2023-24. Zu den weiteren wichtigen Abnehmern indischer Düngemittel gehören Malaysia, die Vereinigten Arabischen Emirate, die Malediven, Nepal und Bangladesch.

Das Exportsortiment unterscheidet sich von den Produkten, die Indiens Einfuhren dominieren. Business Standard Hindi zufolge exportiert Indien vor allem Kaliumsulfat, Düngemittel für den Gemüseanbau, organische Düngemittel, Kaliumchlorid, Ammoniumnitrat sowie organischen Dünger wie Tiermist.

Importabhängigkeit bleibt bestehen

Indien bezieht von den Weltmärkten hauptsächlich Harnstoff, Diammoniumphosphat, Kaliumchlorid und andere NPKS-Düngemittel. Harnstoff und Diammoniumphosphat sind die beiden am häufigsten verbrauchten Düngemittel des Landes. Das gleichzeitige Wachstum von Ein- und Ausfuhren spiegelt daher Unterschiede zwischen Produkten und Absatzmärkten wider und keinen allgemeinen Rückgang der Abhängigkeit von ausländischen Lieferungen.

Einer Studie des Indian Council for Research on International Economic Relations zufolge verbrauchte Indien 2024-25 rund 70,7 Millionen Tonnen Düngemittelprodukte. Dies entsprach etwa 33 Millionen Tonnen der Nährstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium. Gemessen an dieser Verbrauchsbasis eröffnet das Exportwachstum Chancen für Hersteller, die spezialisierte Auslandsmärkte bedienen. Es verändert jedoch weder den Umfang des indischen Inlandsbedarfs noch die Abhängigkeit von den Bedingungen auf den internationalen Beschaffungsmärkten wesentlich.

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