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Indien, Türkei und Singapur als mögliche Quellen für Russlands Benzinlücke genannt

Der unabhängige Energieexperte Kirill Rodionow hält Lieferungen aus Indien, der Türkei und Singapur für geeignet, die fehlenden Benzinmengen auf dem russischen Markt zu decken. Das größte Exportpotenzial hat Indien, während Belarus mit 610.000 Tonnen Benzin im Sommer der wichtigste Lieferant bleibt.

Indien, Türkei und Singapur als mögliche Quellen für Russlands Benzinlücke genannt

Die fehlenden Benzinmengen auf dem russischen Markt könnten durch Lieferungen aus drei Ländern gedeckt werden — Indien, Türkei und Singapur. Diesen Vorschlag machte der unabhängige Energieexperte Kirill Rodionow, den die Zeitung Iswestija zitiert; Lenta.ru berichtete darüber am 17. September vor dem Hintergrund der Kraftstoffknappheit im Land.

Das größte Exportpotenzial der drei Länder hat laut Rodionow Indien, da dort ein erheblicher Überschuss in der Benzinproduktion entstanden ist. Genau dieser Überschuss unterscheidet einen realen von einem theoretischen Lieferanten, denn die Mengen lassen sich schnell umleiten. Lenta.ru verweist darauf, dass über das Eintreffen der ersten Ladung indischen Kraftstoffs in Russland bereits zuvor berichtet wurde. Die Türkei und Singapur wurden neben Indien genannt, allerdings ohne Mengenangaben.

Wer liefern könnte — und wie viel

Neben den drei Hauptkandidaten verwies der Experte auf zwei kleinere Quellen. Aserbaidschan könne Lieferungen organisieren, allerdings nur in geringen Mengen, die einen kleinen Teil der Nachfrage auf dem russischen Markt abdecken würden. Als aussichtsreicher gilt Kasachstan: Das Land könne rund 70 Prozent des in der Raffinerie Kondensat produzierten Benzins und Diesels liefern. Die Jahresmenge aus dieser Quelle würde dennoch 140.000 Tonnen nicht überschreiten — das entspricht nach dem Vergleich des Experten etwa einem Tagesverbrauch an Kraftstoff in Russland.

  • Indien — das größte Exportpotenzial der genannten Länder dank eines Produktionsüberschusses bei Benzin; eine erste Ladung wurde bereits geliefert.
  • Türkei und Singapur — als Quellen zur Deckung der Lücke genannt, ohne Mengenangaben.
  • Kasachstan — bis zu 140.000 Tonnen pro Jahr aus der Raffinerie Kondensat, rund 70 Prozent ihrer Benzin- und Dieselproduktion.
  • Aserbaidschan — nur kleine Mengen, die einen geringen Teil der Nachfrage decken.
  • Belarus — derzeit wichtigster Lieferant mit 610.000 Tonnen Benzin im Sommer.

Belarus trägt den bestehenden Fluss

Belarus bleibt der wichtigste Lieferant von importiertem Kraftstoff nach Russland. Im Sommer stiegen die Benzinlieferungen aus Belarus um mehr als das Dreifache gegenüber dem Frühjahr auf 610.000 Tonnen, die Dieselmengen mehr als verdoppelten sich auf 388.000 Tonnen. Damit wurden rund 6 Prozent der russischen Benzinnachfrage gedeckt — eine Größenordnung, die jeder zusätzliche Lieferant erreichen müsste, um die Bilanz sichtbar zu verändern.

Wovon der Zeitplan abhängt

Igor Ananskich, erster stellvertretender Vorsitzender des Energieausschusses der Staatsduma, knüpft die Stabilisierung der Lage bei Benzin an zwei Faktoren: den Einkauf von Ölprodukten in anderen Ländern und die Rückkehr eines Teils der russischen Raffineriekapazitäten nach den Sommerwartungen. Die Wartungspläne der Werke bestimmen den Zeitpunkt der Marktberuhigung damit ebenso wie die Importlogistik.

Was das für den Markt bedeutet

Für Händler und Importeure liegt die Begrenzung weniger in der weltweiten Verfügbarkeit von Benzin als in Transportwegen, der Wirtschaftlichkeit einzelner Partien und der Stabilität jedes Kanals. Der indische Überschuss lässt sich rasch umlenken, die Mengen hängen jedoch von den Raffineriemargen und der konkurrierenden Nachfrage anderer Zielmärkte ab. Die Mengen aus Kasachstan und Aserbaidschan sind klein genug, um sie als Ausgleichsströme und nicht als strukturelle Lösung einzuordnen. Nach den von Lenta.ru genannten Zahlen verändert nur die Kombination aus dauerhaften Importen und wiederhergestellter inländischer Verarbeitung das Angebotsbild spürbar.

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