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Indiens Speiseölimporte auf Elf-Monats-Hoch: Festsaison treibt Palm- und Sojaölkäufe

Indiens gesamte Speiseölimporte stiegen im August gegenüber Juli um 1,5 Prozent auf 1,57 Millionen Tonnen und damit auf den höchsten Stand seit elf Monaten, wie Daten der Solvent Extractors' Association of India zeigen, über die Jagran berichtet. Die Sojaöleinfuhren erreichten mit 628.736 Tonnen einen Monatsrekord, Palmöl kam mit 782.761 Tonnen auf ein Sechs-Monats-Hoch, Sonnenblumenöl brach um 36 Prozent ein. Die Raffinerien bauen Bestände vor der Festsaison auf.

Indiens Speiseölimporte auf Elf-Monats-Hoch: Festsaison treibt Palm- und Sojaölkäufe

Indiens Speiseölimporte sind im August auf den höchsten Stand seit elf Monaten gestiegen, weil die Raffinerien vor der wichtigsten Festsaison des Landes Bestände aufbauen. Nach Daten des Branchenverbands Solvent Extractors' Association of India (SEA), über die Jagran berichtet, legten die Gesamteinfuhren gegenüber Juli um 1,5 Prozent auf 1,57 Millionen Tonnen zu.

Der Zuwachs insgesamt fiel moderat aus, die Zusammensetzung der Käufe änderte sich jedoch deutlich. Die Sojaöleinfuhren erreichten einen Monatsrekord, Palmöl den höchsten Wert seit Februar, während Sonnenblumenöl um mehr als ein Drittel nachgab. Laut SEA haben die Raffinerien ihre Lagerhaltung mit Blick auf die in den kommenden Monaten anziehende Nachfrage ausgeweitet. Indien deckt einen großen Teil seines Speiseölbedarfs über Importe, weshalb die monatlichen Anlandungen zu den meistbeachteten Kennzahlen im weltweiten Pflanzenölhandel zählen.

Palm- und Sojaöl treiben den Zuwachs

Die Palmölimporte stiegen gegenüber Juli um 7 Prozent auf 782.761 Tonnen und damit auf den höchsten Stand seit Februar, wie aus den von Jagran zitierten SEA-Zahlen hervorgeht. Die Sojaöleinfuhren sprangen um 26 Prozent auf einen Rekordwert von 628.736 Tonnen. Sonnenblumenöl entwickelte sich gegenläufig und fiel um 36 Prozent auf 160.639 Tonnen.

  • Palmöl: 782.761 Tonnen, plus 7 Prozent gegenüber dem Vormonat und höchster Wert seit Februar.
  • Sojaöl: 628.736 Tonnen, plus 26 Prozent gegenüber dem Vormonat und Rekordmenge in einem Monat.
  • Sonnenblumenöl: 160.639 Tonnen, minus 36 Prozent gegenüber dem Vormonat.

Die drei Öle machen praktisch die gesamte Monatsmenge aus. Der Rückgang bei Sonnenblumenöl absorbierte den Großteil der Zuwächse bei Palm- und Sojaöl. Deshalb legte der Gesamtwert nur um 1,5 Prozent zu, obwohl zwei der drei Kategorien zweistellig wuchsen.

Der Festkalender hinter dem Lageraufbau

Indiens wichtigste Feste, darunter Ganeshotsav, Navratri, Dussehra und Diwali, fallen in die Zeit zwischen August und November. Marktteilnehmer erklärten gegenüber Medien, dass in dieser Phase der Verbrauch von Süßwaren, Snacks und anderen Lebensmitteln steigt und damit auch der Speiseölbedarf. Die Raffinerien haben ihre Importe deshalb frühzeitig hochgefahren, um vor dem Nachfragehoch über ausreichende Bestände zu verfügen.

Ein Händler eines global tätigen Handelshauses mit Sitz in Mumbai sagte, die Raffinerien hätten ihre Käufe sowohl von Palm- als auch von Sojaöl ausgeweitet, um die kommende Festnachfrage zu bedienen. Das Muster ist ein vorgezogener Einkauf: Das Öl wird Wochen vor dem Verbrauch gekauft und eingelagert, die Importstatistik läuft der tatsächlichen Nachfrage also voraus.

Folgen für Exporteure und Preise

Indien ist der weltgrößte Importeur von Pflanzenölen, weshalb Verschiebungen bei den monatlichen Käufen unmittelbar in den Erzeugerländern ankommen. Höhere indische Einkäufe können den großen Palmölproduzenten Indonesien und Malaysia beim Abbau ihrer Bestände helfen und Sojaölexporteuren wie Argentinien einen zusätzlichen Absatzkanal eröffnen. Jagran berichtet von der Sorge, dass das Volumen der indischen Käufe die Weltmarktpreise für Palm- und Sojaöl nach oben treiben könnte.

Von dem Bericht zitierte Fachleute gehen davon aus, dass die Speiseölimporte in den kommenden Monaten hoch bleiben könnten, sofern die Festnachfrage trägt. Umgekehrt gilt: Da die Augustmengen den Lageraufbau und nicht den laufenden Verbrauch abbilden, entscheidet die Nachfrage nach Diwali darüber, ob die Raffinerien ihr Tempo halten oder sich bei vollen Tanks zurückziehen. Für Sonnenblumenöl-Lieferanten bedeuten die Augustdaten einen klaren Anteilsverlust im indischen Korb zugunsten von Palm- und Sojaöl.

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