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Reiche Sojabohnenernte drückt Indiens Werkangebote in zwei Tagen um ₹350

Indische Ölmühlen senkten ihre Kaufangebote binnen zwei Tagen um ₹350 je Doppelzentner, nachdem eine reiche Ernte und schwache Sojaschrotverkäufe den Markt belasteten. Im Raum Neemuch fielen die Angebote auf ₹6.875, zugleich gab Sojaöl nach.

Reiche Sojabohnenernte drückt Indiens Werkangebote in zwei Tagen um ₹350

Reiches Angebot drückt die Gebote der Ölmühlen

Indische Sojabohnenverarbeiter haben ihre Kaufangebote innerhalb von zwei Tagen um ₹350 je Doppelzentner gesenkt, da eine reiche Ernte den Binnenmarkt belastet, berichtete Dainik Bhaskar. Der schnelle Preisrückgang sorgte auf dem Agrarmarkt von Ujjain im Bundesstaat Madhya Pradesh für Unruhe. Starke Veränderungen im Tagesverlauf setzten Händler einem Verlustrisiko bei Ware aus, die sie erst wenige Stunden zuvor gekauft hatten.

Die Auktion am Donnerstag begann um 10:30 Uhr. Zunächst erhöhten die Werke ihre Angebote um ₹50 je Doppelzentner, nach Mittag nahmen sie diese Erhöhung jedoch vollständig zurück. Händler, die am frühen Vormittag gekauft hatten, mussten damit in einen schwächeren Markt verkaufen. Von Dainik Bhaskar zitierte Marktteilnehmer halten einen weiteren Rückgang um ₹100 je Doppelzentner für möglich, falls die gegenwärtigen Bedingungen anhalten.

Schwacher Absatz von Sojaschrot erhöht den Druck

Der Sojabohnenhändler Amar Agarwal führte einen Teil des Preisdrucks auf stockende Verkäufe von entfettetem Presskuchen und Sojaschrot zurück. Beide Produkte sind nach der Ölgewinnung wichtige Erlösquellen der Verarbeiter. Die Kaufangebote der Werke im Raum Neemuch waren auf ₹6.875 je Doppelzentner gefallen. Agarwal bezeichnete den gegenwärtigen Handel als riskant, weil sich die Gebote schon innerhalb einer einzigen Auktion erheblich verändern können.

Zugleich beginnt der Markt, die neue Ernte einzupreisen. Termingeschäfte für neue Sojabohnen sollen etwa am 25. August beginnen. Dainik Bhaskar bezifferte den Abstand zwischen dem aktuellen Geschäft und den erwarteten Preisen der neuen Ernte auf rund ₹1.000 je Doppelzentner. Für September wird ein Niveau von etwa ₹6.400 angenommen. Der staatliche Mindeststützungspreis liegt bei ₹5.708, womit die aktuellen Werkangebote rund ₹1.000 über diesem Richtwert liegen.

Ohne heimische Futures gibt Chicago die Orientierung

Indien hat laut dem Bericht spekulative Futuresgeschäfte mit Sojabohnen ausgesetzt. Marktteilnehmer müssen die Preisrichtung deshalb weitgehend anhand internationaler Signale beurteilen, insbesondere anhand von Berichten aus Chicago. Die weltweite Lage bei Sojabohnen und Schrot gewinnt damit für indische Verarbeiter und Händler an Gewicht, auch wenn die unmittelbaren Preisbewegungen von der lokalen Ernte und der Wirtschaftlichkeit der Verarbeitung ausgehen.

Auch Sojaöl wurde billiger. Der Preis eines 15-Kilogramm-Kanisters sank um ₹10 auf ₹2.460, während ein Kilogramm Sojaöl mit ₹164 angegeben wurde. Damit geraten beide Hauptprodukte der Verarbeitung — Öl und Schrot — unter Druck. Der schwache Schrotabsatz schmälert die Margen der Werke, während sinkende Ölpreise verhindern, dass sie die Einbußen über den Speiseölmarkt ausgleichen.

Kontrolle des Markthandels wird zum weiteren Thema

Rajesh Goyal, Sekretär des Marktes von Ujjain, erklärte, dass das strengere Vorgehen gegen Geschäfte ohne Rechnung und gegen Verstöße bei abgabepflichtigen Transaktionen inzwischen die vollständige Erhebung der Marktgebühren ermögliche. Er warnte zudem, Straßenhandel könne Kleinbauern schaden. Der Bericht forderte die Behörden auf, solche Handelsplätze zu identifizieren, dauerhaft zu sichern und Käufe vor Beginn der offiziellen Auktion zu unterbinden.

Für Landwirte, Werke und Händler zählt nun das Tempo der Preisanpassung vor dem Start des Termingeschäfts mit der neuen Ernte. Die Angebote liegen weiterhin über dem Stützungspreis. Der Rückgang um ₹350 in zwei Tagen, die Möglichkeit eines weiteren Abschlags von ₹100 und der Abstand von ₹1.000 bei der Preisfindung für die neue Ernte haben das Geschäftsrisiko jedoch erhöht. Der Absatz von Sojaschrot und die internationalen Preissignale werden darüber entscheiden, ob sich die Gebote stabilisieren oder weiter dem für September erwarteten Niveau annähern.

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