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Indische Reisexportpreise nahe Zehnmonatshoch wegen El-Niño-Risiken

Indiens Exportpreise für Reis liegen wegen steigender Rohreispreise und El-Niño-bedingter Angebotsrisiken nahe einem Zehnmonatshoch. In Karnataka treiben verspätete Pflanzungen und geringe Bestände die Einzelhandelspreise, während auch das importabhängige Nepal die Folgen spürt.

Indische Reisexportpreise nahe Zehnmonatshoch wegen El-Niño-Risiken

Exportpreise bleiben nahe dem Zehnmonatshoch

Indiens Reisexportpreise hielten sich nahe einem Zehnmonatshoch. Gestützt wurde der Markt durch steigende inländische Rohreispreise und die Sorge, dass El Niño die Produktion begrenzen könnte. Laut The Hindu BusinessLine wurde indischer Parboiled-Reis mit 5% Bruchanteil unverändert zur Vorwoche für 358-364 $ je Tonne angeboten. Weißreis derselben Qualitätsstufe kostete 357-363 $ je Tonne. Ein Händler aus Neu-Delhi erklärte, die Käufer bestellten trotz des Preisanstiegs weiter.

Indiens Reisexporte stiegen im ersten Halbjahr 2026 um 5%. Höhere Lieferungen von Nicht-Basmati-Reis glichen den Rückgang der Basmati-Ausfuhren aus, nachdem der Iran-Krieg den Handel mit den Golfmärkten beeinträchtigt hatte. Andere asiatische Anbieter waren teurer: Thailändischer Reis mit 5% Bruchanteil verteuerte sich von 450 $ auf 455-460 $ je Tonne, vietnamesische Ware derselben Güte kostete unverändert 430-450 $. Die Nachfrage nach vietnamesischem Reis war schwach. Stammkunden thailändischer Anbieter, darunter Singapur und Malaysia, kauften nur die benötigten Mengen.

Karnataka liegt weit hinter dem Anbauziel

Besonders deutlich sind die Angebotsrisiken in Karnataka, wo rund 90% des Rohreises in der Kharif-Saison von Juni bis Oktober angebaut werden. The Hindu zufolge waren erst 202.000 Hektar bestellt, gegenüber einem Ziel von 1 Million Hektar. Vom 1. Juni bis 4. August fielen 357 mm Regen, verglichen mit einem Normalwert von 506 mm. Das entspricht einem Defizit von 28%. Wichtige Anbaugebiete wie Raichur, Yadgir, Ballari, Shivamogga, Mandya und Mysuru verzeichneten erhebliche Niederschlagsdefizite.

Im August kehrte der Regen in Teile des Bundesstaates zurück, doch Landwirte und Agronomen sehen das optimale Zeitfenster bereits als beeinträchtigt an. Normalerweise wird Reis im Juli mit 30-35 Tage alten Setzlingen verpflanzt; die verfügbaren Setzlinge sind inzwischen fast zweieinhalb Monate alt. Ein Bruch nahe Meile 46 verzögert zudem die Wasserfreigabe in den linken Hauptkanal des Tungabhadra-Systems. Dieses bewässert rund 1,21 Millionen Acres in Karnataka, Andhra Pradesh und Telangana, davon etwa 870.000 Acres in Karnataka.

Knappe Bestände verteuern Reis bis nach Nepal

Karnataka produzierte im Finanzjahr 2025-26 rund 5,623 Millionen Tonnen Rohreis bei einem Ertrag von 4.904 kg je Hektar. Händler erklärten, ein Großteil der verfügbaren Bestände sei zwischen Januar und April verarbeitet und exportiert worden. Mühlen und Landwirte gingen daher mit geringen Vorräten in die verspätete Ernte. In Bengaluru verteuerte sich Reis innerhalb von 15-20 Tagen um ₹10-₹15. Ein von The Hindu genanntes 26-kg-Gebinde Sona Masoori stieg von ₹1.560 im Juni auf ₹1.950, während Jeera Fine von ₹255 auf ₹285 je kg zulegte.

Der Druck erreicht auch Nepal, dessen eigene Rohreisproduktion den Verbrauch nicht deckt. Jagran berichtete unter Berufung auf The Kathmandu Post, dass der Einzelhandelspreis für indischen Reis binnen drei Monaten um bis zu ₹400 je Sack gestiegen sei. Der nepalesische Branchenvertreter Vibhor Agarwal bezifferte den Anstieg der indischen Rohreispreise vor Transport-, Mahl- und Zollkosten auf ₹800-₹900 je Doppelzentner. Ein Sack Jeera Masino verteuerte sich dadurch von rund ₹2.100 auf ₹2.500. Das knappere indische Angebot erhöht somit rasch die Kosten für Mühlen, Händler und Verbraucher in den Nachbarländern.

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