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Indiens Ölschrot-Exporte fallen im Quartal um 12,5% auf 957.000 Tonnen, Sojaschrot bricht ein

Indien exportierte im ersten Quartal des Finanzjahres 2026-27 nach Daten der Solvent Extractors' Association of India 957.000 Tonnen Ölschrot, ein Rückgang um 12,5% gegenüber 1,094 Millionen Tonnen im Vorjahr. Die Sojaschrot-Ausfuhren brachen um 65% auf 169.000 Tonnen ein, während Rapsschrot auf 660.000 Tonnen zulegte. China kaufte 313.000 Tonnen und war damit größter Abnehmer.

Indiens Ölschrot-Exporte fallen im Quartal um 12,5% auf 957.000 Tonnen, Sojaschrot bricht ein

Indiens Ölschrot-Exporte sind von April bis Juni, dem ersten Quartal des Finanzjahres 2026-27, im Jahresvergleich um 12,5% auf 957.000 Tonnen gefallen. Das geht aus Daten der Solvent Extractors' Association of India (SEA) hervor, über die Business Standard berichtet. Im Vorjahreszeitraum waren es 1,094 Millionen Tonnen. Hohe Inlandspreise und eine starke lokale Futtermittelnachfrage hielten die Mengen im Land, während geringe und ungleichmäßige Monsunniederschläge in mehreren Landesteilen die Ölsaatenernte und den darauf aufbauenden Handel belasteten.

Der Monatsverlauf war schwächer als der Quartalsdurchschnitt. Im Juni sanken die Ausfuhren um 30,67% auf 217.000 Tonnen nach 313.000 Tonnen ein Jahr zuvor. Der Rückgang hat sich im Quartalsverlauf also verschärft.

Sojaschrot treibt den Rückgang

Der Einbruch konzentrierte sich auf ein einziges Produkt. Die Sojaschrot-Exporte fielen im ersten Quartal 2026-27 um 65% auf 169.000 Tonnen, verglichen mit 493.000 Tonnen im entsprechenden Zeitraum 2025-26. Business Standard führt den Einbruch auf hohe Inlandspreise für Sojaschrot und die starke Nachfrage der indischen Futtermittel- und Viehwirtschaft zurück, die Mengen aufnahm, die sonst für ausländische Käufer verfügbar gewesen wären.

Wettbewerb und Logistik verschärften die Lage. Günstigere Ware aus Argentinien und Brasilien machte indisches Sojaschrot auf dem Weltmarkt nicht konkurrenzfähig. Die anhaltenden Schifffahrtsstörungen im Roten Meer und höhere Frachtkosten, insbesondere auf den Routen zu den traditionellen westlichen Abnehmern, drückten die Exporterlöse zusätzlich, heißt es in demselben Bericht.

Rapsschrot begrenzt den Schaden

Rapsschrot entwickelte sich gegenläufig: Die Ausfuhren stiegen von 531.000 Tonnen im Vorjahr auf 660.000 Tonnen. Der Zuwachs glich einen großen Teil des Sojaschrot-Ausfalls aus und hielt den Gesamtrückgang bei 12,5% statt eines noch stärkeren Einbruchs. Haupttreiber war die kräftige Nachfrage aus asiatischen Märkten. Rapsschrot macht inzwischen knapp 70% des gesamten indischen Ölschrot-Exportvolumens aus, eine Konzentration, die den Handel von einem Produkt und einer kleinen Käufergruppe abhängig macht.

China wird größter Abnehmer

China war von April bis Juni das wichtigste Ziel für indischen Ölschrot und importierte 313.000 Tonnen nach 187.000 Tonnen im Vorjahr. Auf Rapsschrot entfielen davon 309.000 Tonnen. Den größten Teil des Rests nahmen Bangladesch und Vietnam ab, wobei die vietnamesischen Käufe um mehr als die Hälfte zulegten.

  • China: 313.000 Tonnen nach 187.000 Tonnen, darunter 309.000 Tonnen Rapsschrot
  • Bangladesch: 143.000 Tonnen
  • Vietnam: 90.559 Tonnen nach 58.067 Tonnen

Verarbeitung und Futtermittelnachfrage

Von der Angebotsseite ist kurzfristig keine Entlastung zu erwarten. Das US-Landwirtschaftsministerium hat seine Schätzung für die indische Sojaverarbeitung wegen niedrigerer Produktionserwartungen um 6% auf 8,7 Millionen Tonnen gesenkt; die Sojaschrot-Produktion wird auf 7 Millionen Tonnen veranschlagt.

Die Nachfrage nach Futtermitteln dürfte ausgehend von geschätzten 900.000 Tonnen pro Jahr um 25% steigen, da Geflügelproduzenten trotz hoher Preise mehr Sojaschrot einsetzen. Das Niveau bleibt dennoch 18% unter dem Verbrauch von 2025-26. Kedia Advisory erklärte, hohe Inlandspreise und die starke lokale Futtermittelnachfrage hätten die exportierbare Menge verringert, während günstiges südamerikanisches Sojaschrot Indiens Wettbewerbsfähigkeit schwächte und die Störungen im Roten Meer sowie die Frachtkosten zusätzlichen Druck erzeugten. Teures Sojaschrot und Frachtengpässe hielten Indiens Ölschrot-Exporte unter Druck, so das Beratungshaus, während die feste Nachfrage nach Rapsschrot die Ausfuhrmengen stütze.

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