Indien verfügt über 123 Millionen Tonnen Kohle – Vorrat für 51 Tage
Kohle- und Bergbauminister G. Kishan Reddy zufolge liegen Indiens Kohlebestände bei rund 123 Millionen Tonnen und reichen etwa 51 Tage. Die Stromerzeuger halten Vorräte für rund 23 Tage. Monsunregen hatte die Förderung etwa 10 Tage lang gestört.
Indien hält rund 123 Millionen Tonnen Kohle und damit genug, um den Bedarf des Landes für etwa 51 Tage zu decken. Das sagte Kohle- und Bergbauminister G. Kishan Reddy am Dienstag und wies Sorgen über die Verfügbarkeit zurück, nachdem Monsunregen die Förderung vorübergehend gebremst hatte. Die Stromerzeuger verfügten über Bestände für rund 23 Tage, sagte er laut businessline vor Journalisten in Delhi.
Zwei Bestandsebenen, zwei sehr unterschiedliche Reichweiten
„Wir halten eine Kohlereserve von etwa 123 Millionen Tonnen, ausreichend für den Bedarf des Landes für 51 Tage", sagte Reddy. Die Bestände der Versorger bezifferte er getrennt auf gut drei Wochen: „Die Stromunternehmen haben derzeit Kohlevorräte für etwa 23 Tage. Wir beobachten die Lage rund um die Uhr."
Die beiden Zahlen beschreiben unterschiedliche Punkte der Kette. Die 51 Tage beziehen sich auf die Kohle im Gesamtsystem, die 23 Tage nur auf die Mengen, die bereits an den Kraftwerken liegen, die sie verfeuern. Die Lücke bedeutet, dass ein erheblicher Teil des nationalen Bestands weit vom Verbrauchsort entfernt lagert – an den Gruben, auf Lagerplätzen oder im Transport – und erst über Schiene und Straße zu einsetzbarem Kraftwerksbrennstoff wird. Die Reichweite in Tagen hängt zudem vom Verbrauchstempo ab: Steigt die Nachfrage, ergibt dieselbe Tonnage weniger Tage.
Monsun bremste die Förderung rund 10 Tage
Die jüngsten Störungen führte der Minister auf die saisonalen Niederschläge zurück. „Der Monsunregen hat einige kleinere Störungen in der Kohleförderung verursacht, die etwa 10 Tage andauerten; jetzt gibt es jedoch kein Problem mehr", sagte er. Starke Regenfälle verlangsamen die Arbeit in den Gruben während des indischen Monsuns regelmäßig und beeinträchtigen sowohl Förderung als auch Transport, wie businessline anmerkte.
Die Lage habe sich inzwischen gedreht, so der Minister. „Da die Niederschläge in den vergangenen zwei bis drei Tagen nachgelassen haben, ist die Förderung deutlich gestiegen; es gibt daher keinen Grund zur Sorge im Land", sagte Reddy. Die Regierung lenke die Lieferungen dorthin, wo sie gebraucht würden: „Wir liefern Kohle überall dorthin, wo sie benötigt wird."
Keine gemeldeten Engpässe in der Stromerzeugung
Auf der Nachfrageseite sagte Reddy, die Verfügbarkeit reiche für den Bedarf der Stromerzeuger aus; „große Erzeugungsunternehmen und ihre Kraftwerke haben keinerlei Schwierigkeiten bei der Stromproduktion". Die Äußerungen fielen laut businessline vor dem Hintergrund von Sorgen über die Folgen des Monsuns für Kohleförderung und -transport, da starke Regenfälle in dieser Jahreszeit üblicherweise die Produktion in den Gruben beeinträchtigen. Die Lage werde fortlaufend überwacht, sagte der Minister.
- Nationaler Kohlebestand: rund 123 Millionen Tonnen, entsprechend etwa 51 Tagen Bedarf.
- Bestände bei den Stromunternehmen: ausreichend für rund 23 Tage.
- Förderausfall durch Monsunregen: etwa 10 Tage, zuletzt steigende Produktion in den vergangenen zwei bis drei Tagen.
In der Darstellung von businessline schlüsselte der Minister die Reserve weder nach Kohlequalität noch nach Produzenten oder Abnehmern auf und erwähnte keine Importmengen. Für Händler und Versorger ist die maßgebliche Größe die Reichweite von 23 Tagen an den Kraftwerken: Solange die inländischen Verladungen mit dem Verbrauch Schritt halten, nimmt dieser Puffer den unmittelbaren Druck, zusätzliche Ladungen einzudecken. Eine neue Phase mit starkem Regen würde dagegen zeigen, wie schnell der Fluss von der Grube zum Kraftwerk wiederhergestellt werden kann. Die 51-Tage-Zahl zeigt, wie viel Material zum Auffüllen der Kraftwerkslager bereitsteht, sobald der Transport normal läuft.