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Indiens Goldimporte brechen nach Zollerhöhung um 70 Prozent ein, Schmuggel lebt wieder auf

Indiens Goldimporte sind nach einer mehr als verdoppelten Zollerhöhung auf 15 Prozent um fast 70 Prozent auf 25 bis 30 Tonnen pro Monat eingebrochen, wie ein hochrangiger Beamter des Finanzministeriums gegenüber The Tribune erklärte. Reuters berichtet, dass die Zollerhöhung den Goldschmuggel wiederbelebt und Banken sowie Raffinerien unter Druck setzt.

Indiens Goldimporte brechen nach Zollerhöhung um 70 Prozent ein, Schmuggel lebt wieder auf

Offizielle Importe brechen nach Zollverdopplung um fast 70 Prozent ein

Indiens Goldimporte sind um fast 70 Prozent auf 25 bis 30 Tonnen pro Monat gefallen, nachdem die Regierung den Zoll auf das Metall auf 15 Prozent mehr als verdoppelt hat, wie ein hochrangiger Beamter des Finanzministeriums gegenüber The Tribune erklärte. Vor der Erhöhung lagen die monatlichen Importe zwischen 75 und 100 Tonnen.

Der Rückgang der physischen Mengen steht im deutlichen Gegensatz zur Entwicklung des Importwerts. Indiens Goldimporte stiegen im Mai wertmäßig um 34 Prozent im Jahresvergleich auf 3,41 Milliarden US-Dollar, getrieben von steigenden Edelmetallpreisen, berichtet The Tribune. In den Monaten April und Mai des Finanzjahres 2026-27 zusammen kletterten die Goldimporte um 60,14 Prozent auf 9,04 Milliarden US-Dollar — ein Beleg dafür, dass steigende Preise die Importrechnung auch bei sinkenden Mengen nach oben treiben können.

Wiederbelebter Schmuggel setzt Banken und Raffinerien unter Druck

Reuters berichtet, dass die Zollerhöhung den Goldschmuggel nach Indien wiederbelebt hat und Banken sowie Raffinerien unter Druck setzt, die auf legale, verzollte Importkanäle angewiesen sind. Der höhere Zoll vergrößert die Kostenlücke zwischen offiziellen und inoffiziellen Wegen und macht illegale Lieferketten für Händler und Verbraucher attraktiver, die die zusätzlichen Kosten umgehen wollen.

Importrechnung und politische Beweggründe

Indiens Goldimporte erreichten im Finanzjahr 2026 mit 71,98 Milliarden US-Dollar einen historischen Höchstwert, ein Plus von 24 Prozent im Wert, während die Menge um 4,76 Prozent auf 721,03 Tonnen sank, so The Tribune. Die Nachfrage der Schmuckindustrie treibt die Goldimporte in Indien, dem nach China zweitgrößten Goldkonsumenten der Welt, an — der damit verbundene Devisenabfluss hat die Aufmerksamkeit der Regierung auf sich gezogen.

Die Zollerhöhung folgt auf den Aufruf von Premierminister Narendra Modi, Goldkäufe einzuschränken und Sparmaßnahmen zu ergreifen, um unnötige Devisenausgaben zu senken. Edelmetalle machen mehr als 5 Prozent der gesamten indischen Importe aus. Da Indiens Importrechnung wegen der Unsicherheiten in Westasien voraussichtlich weiter steigen wird, will die Regierung Devisen vorrangig für Rohöl, Düngemittel, industrielle Rohstoffe und Investitionsgüter einsetzen, die die Wirtschaftstätigkeit und die Ernährungssicherheit direkt unterstützen.

Goldmonetarisierung als Alternative im Gespräch

Am 3. Juni erklärte Shamika Ravi, Mitglied des Wirtschaftsberatungsrats des Premierministers (EAC-PM), Indien solle die Goldmonetarisierung über traditionelle Goldkredite hinaus ausweiten und zusätzliche an das Edelmetall gekoppelte Finanzinstrumente entwickeln. Ziel sei es, die Abhängigkeit des Landes von Goldimporten zu verringern und den Druck auf die Devisenreserven zu lindern.

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