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Indien erhöht Einfuhrzoll auf Gold und Silber auf 15%, Importe beginnen zu sinken

Indien hat den Einfuhrzoll auf Gold und Silber auf 15% angehoben und damit die Senkungen von 2024 rückgängig gemacht, um das Handelsdefizit zu verringern und die Rupie zu stützen. Regierungsquellen zufolge sinken die Edelmetallimporte bereits, doch der World Gold Council warnt, dass die offiziellen Mengen historisch stabil sind und der Schmuggel meist zunimmt.

Indien erhöht Einfuhrzoll auf Gold und Silber auf 15%, Importe beginnen zu sinken

Indien erhöht Einfuhrzoll auf Gold und Silber auf 15%

Indien hat den Einfuhrzoll auf Gold und Silber auf 15% angehoben und damit die 2024 eingeführten Zollsenkungen rückgängig gemacht. Neu-Delhi will so das Handelsdefizit verringern und die schwächelnde Rupie stützen. Laut TheWire.in unter Berufung auf Livemint kündigte das Finanzministerium die Änderungen am Dienstag, dem 12. Mai, an; die neuen Sätze traten am Mittwoch, dem 13. Mai, in Kraft.

Nach der von TheWire.in gemeldeten neuen Struktur stieg der Basiszoll für mehrere Kategorien von Gold- und Silberimporten von 5% auf 10%, während die Abgabe für landwirtschaftliche Infrastruktur und Entwicklung (AIDC) von 5% bestehen bleibt, sodass die gesamte effektive Belastung 15% erreicht. FXStreet beschrieb den Schritt als Anhebung von 6% auf 15%.

Weitere Zolländerungen

Das Finanzministerium überarbeitete auch die Zölle auf verwandte Produkte. Laut TheWire.in gilt für Gold- und Silberbestandteile nun ein Zoll von 5%, für Platinbestandteile 5,4%. Für die Einfuhr verbrauchter Katalysatoren oder Asche mit Edelmetallgehalt gilt ein ermäßigter Satz von 4,35%, vorbehaltlich der Einhaltung von Auflagen und Recyclingfreigaben.

Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der Indiens Leistungsbilanzdefizit durch steigende Rohölpreise und höhere Edelmetallimporte unter Druck steht. Indien ist der zweitgrößte Goldverbraucher der Welt und der größte Silberimporteur; fast die gesamte Inlandsnachfrage wird über Importe gedeckt.

Preise und erste Importreaktion

Die inländischen Goldpreise stiegen sofort, jedoch weniger stark als die Zollerhöhung. Laut FXStreet legten die Spotpreise um 4% bis 6% zu und blieben damit hinter der Anhebung von rund 9 Prozentpunkten zurück. Der World Gold Council führte die begrenzte Weitergabe auf die saisonal schwache Nachfrage, das reichliche Angebot aus dem Umtausch alter Schmuckstücke und die wahrscheinliche Vorzieheffekte bei Importen zu niedrigeren Sätzen zurück. Zudem stießen Händler zum alten Zoll gekaufte Bestände ab, was lokale Preisnachlässe auslöste.

Von NDTV Profit zitierte Regierungsquellen erklärten, die Goldimporte seien nach der Zollerhöhung zu sinken begonnen.

Historisches Muster und Schmuggelrisiko

Eine Analyse des World Gold Council legt nahe, dass der Effekt auf die offiziellen Mengen begrenzt sein dürfte. In den vergangenen 13 Jahren lag die Korrelation zwischen Zollsätzen und offiziellen Importen bei -0,17, ein schwacher Zusammenhang. Über Zollregime von 6% bis 15% hinweg blieben die offiziellen Importe in den meisten Zeiträumen zwischen 175 und 236 Tonnen pro Quartal, mit Ausnahme der COVID-Phase 2020.

Der Council warnte, dass höhere Zölle die inoffiziellen Ströme tendenziell verstärken. Zwischen 2013 und 2026 folgten auf Zollerhöhungen meist mehr Goldschmuggel, während Senkungen mit deutlichen Rückgängen einhergingen. Nach einer Zollerhöhung um 4% im Jahr 2013 sprangen die inoffiziellen Importe von 10 Tonnen in einem Quartal auf 70 Tonnen ein Jahr später, und der Schmuggel lag bis 2019 im Schnitt bei 34 Tonnen pro Quartal.

Analyst Ross Norman verwies auf eine bullische Lesart der Politik: Gerade die Schwere der Lage, die die Regierung zur Besteuerung von Gold zwang, untermauere die Gründe für den Besitz von Gold. Folgt Indien historischen Mustern, dürfte die höhere Steuer nach einer kurzen Anpassungsphase zum Hintergrundrauschen werden.

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