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Importbananen bauen ihren Vorsprung gegenüber Kanaren-Bananen in Spanien aus

Spaniens Bananenimporte stiegen im ersten Halbjahr 2026 um 14,5 % auf 241.582 Tonnen und wuchsen damit schneller als der Absatz von den Kanaren. Niedrige Erzeugerpreise und der steigende Importanteil erhöhen den Druck auf die Inselproduzenten.

Importbananen bauen ihren Vorsprung gegenüber Kanaren-Bananen in Spanien aus

Importe erreichen 241.582 Tonnen

Importbananen haben ihre Position auf dem spanischen Festland und den Balearen im ersten Halbjahr 2026 weiter gestärkt. Damit wächst der Druck auf die Erzeuger der Kanarischen Inseln in ihrem wichtigsten Absatzmarkt außerhalb des Archipels. Nach Angaben von elDiario.es, das sich auf Zahlen der spanischen Generalzolldirektion beruft, erreichten die Importe bis Ende Juni 241.582 Tonnen. Das waren 30.541 Tonnen oder 14,5 % mehr als im Vorjahreszeitraum.

Die eingeführten Früchte stammen vor allem aus Lateinamerika und Teilen Afrikas. Je nach Berechnung des verfügbaren Angebots entfielen auf sie zwischen 54 % und 64 % des Festlandmarktes. Wegen phytosanitärer Barrieren gelangen Importbananen nicht auf die Kanarischen Inseln. Der Wettbewerbsdruck konzentriert sich deshalb auf das Festland und die Balearen. Dorthin gehen 90 % der außerhalb des Archipels vermarkteten kanarischen Ernte.

Kanaren-Bananen verlieren Marktanteile

Die Anbieter von den Kanarischen Inseln setzten im selben Halbjahr 178.689 Tonnen ab. Das entsprach einem Zuwachs von 9,15 % oder knapp 15.000 Tonnen. Das Plus reichte jedoch nicht aus, um mit dem stärkeren Importwachstum Schritt zu halten. Der Anteil der kanarischen Ware im wichtigsten externen Absatzmarkt sank dadurch auf 36 % bis 46 % und lag unter dem bis Ende Mai verzeichneten Niveau.

Der Wandel ist erheblich, denn noch vor wenigen Jahren deckten Kanaren-Bananen üblicherweise rund 70 % bis 75 % des spanischen Marktes. Vor der vollständigen Eingliederung der Inseln in die damalige Europäische Wirtschaftsgemeinschaft war der nationale Markt ausschließlich der kanarischen Ware vorbehalten. 1993 entstand die Gemeinsame Marktorganisation für Bananen. Seit 2006 ist die Kultur in das heutige Posei-Programm eingebunden, das exklusive Hilfen von insgesamt 141,1 Millionen € vorsieht.

Erzeugerpreise bleiben unter den Produktionskosten

Der Verlust von Marktanteilen fällt mit einem starken Druck auf die Einkommen der Erzeuger zusammen. elDiario.es zufolge werden für den Sommer Auszahlungen von etwa 0,37 € je Kilogramm erwartet, selbst für Ware der höchsten Qualitätsstufe. Die landwirtschaftlichen Produktionskosten werden auf 0,70 bis 0,80 € je Kilogramm geschätzt und sollen nach oben angepasst werden. Die Posei-Hilfe beträgt derzeit 0,32 € je Kilogramm. Verkaufserlös und Förderung zusammen lassen bei dieser Kostenspanne dennoch kaum eine Marge.

Auch die Produktion ist seit der Rekordernte von 2023 zurückgegangen. Damals erzeugten die Kanaren 440 Millionen Kilogramm beziehungsweise 440.000 Tonnen, allerdings bei sehr niedrigen Preisen. Die vermarktete Menge sank 2024 auf 425 Millionen Kilogramm und 2025 weiter auf 375 Millionen Kilogramm. Um das Angebot in der aktuellen Niedrigpreisphase zu begrenzen, ordnete der Erzeugerverband Asprocan mit Genehmigung der regionalen Landwirtschaftsbehörde in Woche 34 die Aussonderung von 630.000 Kilogramm an. Für Woche 35 wurden weitere 700.000 Kilogramm festgesetzt, nachdem das Versandziel von 6,4 Millionen auf 6,5 Millionen Kilogramm angehoben worden war. 2023 hatten solche Aussonderungen 26 Millionen Kilogramm erreicht.

Vollständige Marktanalyse

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