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Illegaler Tabak kostet Litauen jährlich bis zu 100 Millionen Euro

Litauen verliert durch illegale Tabakwaren jährlich bis zu 100 Millionen Euro, berichtet Bernardinai.lt unter Berufung auf eine am 8. September veröffentlichte Untersuchung der Europäischen Kommission. Fast jedes zehnte Tabakprodukt im Land soll gefälscht oder geschmuggelt sein.

Illegaler Tabak kostet Litauen jährlich bis zu 100 Millionen Euro

Illegale Produkte erreichen fast 10% des Marktes

Litauen verliert durch illegale Tabakwaren jährlich bis zu 100 Millionen Euro, berichtet Bernardinai.lt. Die Publikation beruft sich auf die jüngste, am 8. September veröffentlichte Untersuchung der Europäischen Kommission. Demnach ist fast jedes zehnte auf dem litauischen Markt verkaufte Tabakprodukt entweder gefälscht oder ins Land geschmuggelt worden.

Damit erreicht das illegale Segment nahezu 10% des nationalen Marktes. Diese Größenordnung betrifft lizenzierte Hersteller, Großhändler und Einzelhändler ebenso wie die öffentlichen Finanzen. Legale Anbieter konkurrieren mit Waren außerhalb des Steuer- und Regulierungssystems, während dem Staat Einnahmen aus dem Tabakkonsum entgehen.

Preisunterschiede stützen den illegalen Absatz

Illegale Tabakmärkte benötigen in der Regel einen klaren finanziellen Anreiz für Käufer und Verkäufer. Fälschungen umgehen reguläre Produktions- und Compliancekosten, während Schmuggelware die im Bestimmungsmarkt erhobenen Steuern vermeiden kann. Das für Litauen gemeldete Ausmaß deutet darauf hin, dass der Preisvorteil groß genug bleibt, um ein erhebliches Vertriebsnetz zu tragen.

Die Zahlen unterscheiden nicht zwischen Fälschungen und echten Tabakwaren, die illegal nach Litauen gebracht werden. Für die Strafverfolgung ist dieser Unterschied wichtig. Bei Fälschungen müssen Behörden gegen unerlaubte Produktion und Vertrieb vorgehen. Beim Schmuggel stehen Grenzkontrollen, Transportrouten und der Weiterverkauf unversteuerter Ware im Mittelpunkt. Beide Kanäle schwächen jedoch die Stellung legaler Unternehmen.

Kontrollen haben fiskalische und wirtschaftliche Folgen

Jährliche Verluste von bis zu 100 Millionen Euro erhöhen die wirtschaftliche Bedeutung der Bekämpfung. Die Behörden müssen Grenzkontrollen, Kontrollen im Inland und Ermittlungen gegen organisierte Lieferketten miteinander verbinden. Beschlagnahmungen können einzelne Lieferungen stoppen. Ein Marktanteil von fast jedem zehnten Produkt weist jedoch auf eine Nachfrage hin, die nach der Schließung einer Route neue Anbieter anziehen kann.

Für Tabakunternehmen und Händler beschränkt sich das Problem nicht auf entgangene Stückverkäufe. Fälschungen erzeugen außerdem Qualitäts- und Markenrisiken, weil Inhalt und Herstellungsstandards außerhalb der Kontrolle des rechtmäßigen Produzenten liegen. Einzelhändler konkurrieren mit Verkäufern, die nicht dieselben Steuer- und Compliancekosten tragen.

Die Untersuchung der Europäischen Kommission liefert einen Maßstab für das Problem. Die von Bernardinai.lt wiedergegebenen Kernergebnisse nennen jedoch weder die Aufteilung zwischen Zigaretten und anderen Tabakwaren noch das Volumen illegaler Verkäufe oder die Methode hinter der Schätzung von 100 Millionen Euro. Diese Angaben wären nötig, um die wichtigsten Produkte, Routen und Kontrollmaßnahmen zu bestimmen. Die verfügbaren Zahlen zeigen dennoch, dass der illegale Tabakhandel in Litauen ein bedeutendes Markt- und Haushaltsproblem und keine Randerscheinung der Strafverfolgung ist.

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