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IKAR senkt Prognose für Russlands Weizenernte 2026 auf 90 Millionen Tonnen

IKAR hat seine Prognose für Russlands Weizenernte 2026 wegen einer kleineren Anbaufläche um 0,5 Millionen Tonnen auf 90 Millionen Tonnen gesenkt. Das Exportpotenzial für 2026/27 wurde ebenfalls auf 44,5 Millionen Tonnen reduziert.

IKAR senkt Prognose für Russlands Weizenernte 2026 auf 90 Millionen Tonnen

Kleinere Anbaufläche führt zur Revision

Das russische Institut für Agrarmarktstudien IKAR hat seine Prognose für die Weizenernte des Landes im Jahr 2026 um 0,5 Millionen Tonnen gesenkt. Das Institut erwartet nun 90 Millionen Tonnen statt zuvor 90,5 Millionen Tonnen, berichtete die Nesawissimaja Gaseta.

IKAR-Generaldirektor Dmitry Rylko begründete die Revision vor allem mit einer Verringerung der Anbaufläche. Gemessen an der Gesamternte ist die Korrektur begrenzt. Sie reduziert jedoch zugleich die Menge, die im Agrarjahr 2026/27 von Juli bis Juni potenziell für den Export verfügbar ist.

IKAR senkte das erwartete Exportpotenzial für russischen Weizen in der Saison 2026/27 von 45 Millionen auf 44,5 Millionen Tonnen. Die Kürzung entspricht genau der um 0,5 Millionen Tonnen niedrigeren Produktionsprognose. Das deutet darauf hin, dass die kleinere Ernte direkt das Exportangebot verringern und nicht vollständig vom Inlandsmarkt aufgefangen werden dürfte.

Getreidefläche schrumpft, Gerste legt zu

Die amtlichen Aussaatdaten liefern den Hintergrund für die Revision. Nach Zahlen von Rosstat, die von der Nesawissimaja Gaseta zitiert wurden, sank die russische Anbaufläche für Getreide und Hülsenfrüchte von 43,7 Millionen auf 40,8 Millionen Hektar. Die Weizenfläche verringerte sich um 1,4 Millionen Hektar von 26,9 Millionen auf 25,5 Millionen Hektar.

Auch mehrere andere Kulturen verloren Fläche. Der Roggenanbau ging von 425.000 auf 377.000 Hektar zurück, die Fläche für Körnermais von 2,6 Millionen auf 2,5 Millionen Hektar. Gerste entwickelte sich dagegen anders: Ihre Anbaufläche stieg von 6,65 Millionen auf 6,89 Millionen Hektar.

IKAR prognostiziert Russlands gesamte Getreideernte nun mit 138,5 Millionen Tonnen und das gesamte Exportpotenzial mit 60 Millionen Tonnen statt zuvor 61,5 Millionen Tonnen. Im Ausgangstext wird die frühere Prognose für die Gesamternte mit 140.000 Tonnen angegeben. Diese Zahl passt weder zur neuen Schätzung von 138,5 Millionen Tonnen noch zur Weizenprognose allein und kann daher ohne Klärung nicht als vergleichbarer Ausgangswert verwendet werden.

Exportangebot bleibt umfangreich

Auch nach der neuen Prognose entspricht das potenzielle Exportvolumen fast der Hälfte der erwarteten Weizenproduktion. Für internationale Käufer und Getreidehändler ist nicht nur die Kürzung um 0,5 Millionen Tonnen entscheidend, sondern auch die Frage, ob höhere Erträge den Flächenverlust ausgleichen können. Das vorliegende Material enthält weder eine Ertragsprognose noch regionale Angaben zum Pflanzenbestand, Preiserwartungen oder Schätzungen des Inlandsverbrauchs.

Für russische Produzenten weist die Flächenentwicklung zudem auf eine veränderte Kulturverteilung hin. Weizen, Roggen und Körnermais verloren Fläche, während Gerste zulegte. Exporteure werden beobachten, ob die kleinere Weizenbasis die Beschaffungsmengen in der Vermarktungssaison von Juli bis Juni beeinträchtigt. Auch Importeure dürften weitere Revisionen verfolgen, obwohl die aktuelle Exportprognose von 44,5 Millionen Tonnen weiterhin ein großes Angebot für den Weltmarkt signalisiert.

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