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Hygienemängel verzögern südkoreanische Tierprodukte für USA und EU

Südkoreanische Tierprodukte erhalten weiterhin keinen Zugang zu den Märkten der USA und der EU, nachdem Kontrollen 2023 unzureichende Hygienestandards bei teilnehmenden Unternehmen festgestellt hatten. Die Behörden Südkoreas haben das Zulassungsverfahren neu aufgenommen, nannten jedoch keinen Zeitplan.

Hygienemängel verzögern südkoreanische Tierprodukte für USA und EU

Kontrollen zeigen Hürden beim Marktzugang

Südkoreanische Tierprodukte finden trotz der internationalen Expansion koreanischer Lebensmittel keinen Zugang zu den Vereinigten Staaten und zur Europäischen Union. Vor-Ort-Kontrollen der US-amerikanischen und europäischen Behörden ergaben 2023, dass die beteiligten südkoreanischen Unternehmen die verlangten Hygienestandards insgesamt nicht erfüllten. Die Mängel verhinderten damit einen verlässlichen Exportweg in zwei der weltweit größten Verbrauchermärkte.

Das südkoreanische Ministerium für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit organisierte die Kontrollen auf Grundlage freiwilliger Anträge exportinteressierter Unternehmen. Geprüft wurde somit nicht die gesamte heimische Tierwirtschaft, sondern eine Gruppe von Betrieben, die selbst eine Zulassung anstrebten. Dennoch weisen die Ergebnisse auf Compliance-Probleme bei jenen Unternehmen hin, die für Geschäfte mit Kunden in den USA und der EU grundsätzlich am ehesten infrage kamen.

Zulassung hängt vom Kontrollsystem ab

Der Rückschlag zeigt, dass sich die internationale Beliebtheit koreanischer Lebensmittel nicht automatisch auf streng regulierte Erzeugnisse tierischen Ursprungs überträgt. Exporte setzen die offizielle Anerkennung der Hygienekontrollen, eine wirksame Aufsicht und eine dauerhaft regelkonforme Arbeit der zugelassenen Betriebe voraus. Handelsverträge einzelner Unternehmen reichen nicht aus, solange die Importbehörden das Kontrollsystem des Ausfuhrlandes nicht akzeptiert haben.

Die verfügbaren Angaben nennen weder die kontrollierten Unternehmen noch die betroffenen Tierarten oder die konkreten Mängel an den einzelnen Standorten. Auch eine Schätzung der erforderlichen Investitionen fehlt. Daher lassen sich weder der mögliche Exportwert berechnen noch die Compliance-Kosten mit den wirtschaftlichen Chancen vergleichen. Fest steht lediglich, dass 2023 die unzureichende Hygiene und nicht ein Mangel an Exportanträgen den Fortschritt stoppte.

Südkorea nimmt das Verfahren neu auf

Nach den erfolglosen Kontrollen verfolgen die südkoreanischen Behörden das Verfahren erneut. Antragsteller erhalten damit eine weitere Gelegenheit, die Vereinbarkeit ihrer Anlagen und Betriebsabläufe mit den Standards der USA und der EU nachzuweisen. Termine für neue Inspektionen, den Abschluss der Prüfung oder den Beginn kommerzieller Lieferungen wurden nicht bekannt gegeben.

Für Erzeuger und Verarbeiter hat deshalb die regulatorische Vorbereitung Vorrang vor dem Vertriebsaufbau. Die Unternehmen müssen die zulassungsrelevanten Schwächen beheben und zeigen, dass die Verbesserungen im laufenden Betrieb Bestand haben. Händler und potenzielle Importeure müssen südkoreanische Ware bis zur formellen Genehmigung als nicht verfügbar betrachten. Eine erfolgreiche Neubewertung könnte einen neuen Exportkanal eröffnen; Zeitpunkt und Produktspektrum hängen jedoch vom Ausgang des wiederaufgenommenen Verfahrens ab.

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