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Honduras meldet ausreichende Bohnen- und Maisreserven trotz Dürre

Honduras verfügt laut IHMA über strategische Reserven von 120.000 Quintales Bohnen und 76.000 Quintales Mais. Die Behörde hält die Versorgung trotz der Dürre für ausreichend, während Erzeuger und Händler vor Engpässen warnen.

Honduras meldet ausreichende Bohnen- und Maisreserven trotz Dürre

IHMA hält strategische Vorräte für ausreichend

Honduras verfügt derzeit über strategische Reserven von 120.000 Quintales Bohnen und 76.000 Quintales Mais. Das teilte Carlos Moncada, stellvertretender Direktor des honduranischen Instituts für Agrarmarketing IHMA, mit. Die Angaben sollen den Binnenmarkt beruhigen, nachdem die anhaltende Dürre Sorgen über Verfügbarkeit und Preise der wichtigsten Grundnahrungsmittel des Landes ausgelöst hat.

Moncada sagte vor Journalisten in Tegucigalpa, trotz der Dürre bestehe kein Mangel. Das Angebot am Markt sei ausreichend, und die Behörden seien auf mögliche Engpässe vorbereitet. Die Einschätzung betrifft zwei Produkte, die für private Haushalte ebenso wichtig sind wie für Landwirte, Groß- und Einzelhändler sowie staatliche Einrichtungen der Lebensmittelversorgung.

Neue Ernte soll den Markt erreichen

Nach Angaben von Proceso Digital erklärte Moncada, die neue Produktion benötige noch ungefähr 20 Tage, bis sie am Markt verfügbar sei. In diesem Zeitfenster spielen die vorhandenen Vorräte eine wichtige Rolle: Sie können die Versorgung absichern, bis frisch geerntete Ware gesammelt, verarbeitet und verteilt ist. Der Bericht nennt weder die erwarteten Mengen der neuen Bohnen- und Maisernte noch den Zeitraum, über den die strategischen Reserven den Verbrauch decken könnten.

Die Versorgungslage wird am Markt allerdings unterschiedlich beurteilt. Proceso Digital berichtet, mehrere Erzeuger und Händler hätten vor Engpässen bei einzelnen Produkten gewarnt. Produzenten von Grundgetreide erwarten zudem, dass die Postrera-Ernte wegen der lang anhaltenden, durch das Klimaphänomen El Niño verursachten Dürre nicht das Niveau früherer Jahre erreicht. Die offiziellen Reserven schützen somit vor unmittelbaren Störungen, beseitigen aber nicht die Unsicherheit über den Umfang der kommenden Ernte.

Rabattprogramm soll Zugang für Verbraucher sichern

Moncada kündigte außerdem eine Vereinbarung mit dem staatlichen Grundversorger Banasupro an. Danach sollen Verbraucher Bohnen und Mais in dessen Verkaufsstellen mit einem Rabatt von 25 % kaufen können. Die Maßnahme zielt neben der physischen Verfügbarkeit auf die Bezahlbarkeit der Lebensmittel, insbesondere falls die Sorgen über die Postrera-Ernte die Preise am freien Markt steigen lassen.

Ein Starttermin, die verfügbaren Mengen und die Laufzeit des Programms wurden nicht genannt. Diese Einzelheiten werden bestimmen, wie viele Haushalte erreicht werden und ob sich die Nachfrage aus privaten Einzelhandelskanälen verlagert. Für die Marktteilnehmer sind nun drei Faktoren entscheidend: das Eintreffen der neuen Ware innerhalb der genannten 20 Tage, das tatsächliche Volumen der Postrera-Ernte und ein möglicher Rückgriff auf die strategischen Reserven. Sie werden zeigen, ob die Bestände eine Vorsorge bleiben oder einen engeren Binnenmarkt versorgen müssen.

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