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Honduras: Kaffeeexporte steigen um 17,6 % auf über 2 Milliarden Dollar, Wert pro Sack sinkt

Honduras exportierte bis Juli 2026 rund 6,49 Millionen Säcke Kaffee von je 46 Kilogramm und damit 17,6 % mehr als im Vorjahreszeitraum; die Einnahmen lagen bei 2.016,5 Millionen US-Dollar, wie Daten der Banco Central de Honduras laut tunota.com zeigen. Der Erlös stieg jedoch nur um 12,1 Millionen US-Dollar, der Durchschnittswert pro Sack fiel. Produzenten auf der Honduran Coffee Expo in Comayagua fordern, mehr Volumen in höhere Qualität zu überführen.

Honduras: Kaffeeexporte steigen um 17,6 % auf über 2 Milliarden Dollar, Wert pro Sack sinkt

Menge plus 17,6 %, Erlös fast unverändert

Honduras exportierte bis Juli 2026 rund 6,49 Millionen Säcke Kaffee von je 46 Kilogramm, gegenüber etwa 5,52 Millionen Säcken im gleichen Zeitraum 2025. Das zeigen Daten der Banco Central de Honduras (BCH), die tunota.com zitiert. Der Anstieg von 17,6 % entspricht rund 969.100 zusätzlichen Säcken oder knapp 298.500 Tonnen verschifftem Kaffee.

Der Erlös folgte der Menge nicht. Die Lieferungen brachten 2.016,5 Millionen US-Dollar ein, nur etwa 12,1 Millionen US-Dollar mehr als im Vorjahreszeitraum. Daraus ergeben sich rund 2.004,4 Millionen US-Dollar für 2025 und ein Erlöswachstum von etwa 0,6 %. Der Durchschnittswert pro Sack liegt damit deutlich niedriger; tunota.com nennt einen Rückgang von rund 11 %.

Die Lücke zwischen Tonnage und Einnahmen bestimmt die aktuelle Debatte in der honduranischen Branche. Den schwierigsten Teil des Geschäfts hat das Land bereits gelöst – Millionen Säcke und Käufer dafür –, doch pro Einheit erlöst Honduras weniger als vor einem Jahr.

Zwei Märkte nehmen die Hälfte der Ernte ab

Auf die USA entfallen 32,7 % der honduranischen Kaffeeexporte, auf Deutschland weitere 17,1 %, berichtet tunota.com. Zusammen nehmen beide Ziele praktisch die Hälfte der Lieferungen ab. Es sind reife Märkte, in denen differenzierte und zertifizierte Partien Prämien gegenüber Standardware erzielen. Honduras bleibt einer der größten Produzenten Lateinamerikas.

Auf der Honduran Coffee Expo in Comayagua sagte der Produzent Leonel Enrique Ortez, die Chance liege darin, einen größeren Teil dieses Volumens in Kaffee höherer Qualität umzuwandeln, und nicht darin, das Mengenmodell aufzugeben. „Wir haben enorm viel Volumen, und in letzter Zeit haben wir sehr viele Kaffees von sehr guter Qualität. Leider haben wir am meisten Volumen", sagte er.

„Wenn wir dieses Volumen in Qualitätsvolumen verwandeln, würde uns das außerordentlich helfen, viele Devisen und viele Mittel für das Land zu erwirtschaften", ergänzte Ortez. Honduras starte nicht bei null, es gebe im Land bereits zahlreiche Kaffees sehr guter Qualität; die Aufgabe sei, diesen Anteil innerhalb einer von Massenware dominierten Produktion zu vergrößern.

Betriebsmittelkosten und Wetter drücken die Erzeugermarge

Der Schritt nach oben in der Qualität kostet Geld – ausgerechnet jetzt, da die Kosten auf den Farmen steigen. Laut tunota.com treffen die Produzenten höhere Kraftstoffpreise, die auf weitere Betriebsmittel für die Pflege der Plantagen durchschlagen; Agrochemie und Düngemittel machen die Rechnung schwerer. Dazu kommt ein Faktor, den die Erzeuger noch weniger steuern können – das Wetter:

  • steigende Kraftstoffpreise, die auf andere Betriebsmittel durchschlagen
  • höhere Kosten für Agrochemie und Düngemittel
  • fehlender Regen, der die Pflanzen unter Stress hält und bestimmte Schädlinge begünstigen kann
  • Starkregen, der die Plantagen ebenfalls schädigt und die Arbeit an Menge und Qualität erschwert

Kredit ohne Wissen schafft neue Schulden

Höhere Qualität hänge nicht allein an der Finanzierung, sagte Ortez. Mittel an Kleinerzeuger im Landesinneren zu vergeben, ohne Wissen mitzuliefern, könne zu einem weiteren Problem werden; er schlägt vor, Kapitalzugang mit finanzieller Bildung und technischer Beratung direkt auf den Farmen zu verbinden. Ein Produzent müsse nicht nur wissen, wie er an Geld kommt, sondern auch, wo er es investiert und wie er es einsetzt, um die Produktion zu stärken, ohne in den Verpflichtungen hängen zu bleiben.

Die Exportzahlen beschreiben eine Branche, die sehr große Mengen an Ware und Devisen bewegen kann: mehr als sechs Millionen Säcke bis Juli und 2.016,5 Millionen US-Dollar Erlös. Die Aufgabe, die die Produzenten nun formulieren, besteht nicht darin, dieses Mengenmodell zu ersetzen, sondern mehr Wert daraus zu ziehen – damit jeder Sack, der Honduras verlässt, mehr wert ist, und nicht nur mehr Säcke das Land verlassen.

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