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HLIB erwartet wegen knappen Angebots hohe Palmölpreise im zweiten Halbjahr 2026

Hong Leong Investment Bank erwartet, dass die Rohpalmölpreise im zweiten Halbjahr 2026 wegen des knapperen Angebots und der robusten Nachfrage hoch bleiben. Die Bank bestätigte ihre durchschnittlichen Preisannahmen von RM4.450 je Tonne für 2026 und RM4.300 je Tonne für 2027.

HLIB erwartet wegen knappen Angebots hohe Palmölpreise im zweiten Halbjahr 2026

Knapperes Angebot stützt den Preisausblick

Die Preise für Rohpalmöl dürften im gesamten zweiten Halbjahr 2026 hoch bleiben, da ein knapperes Angebot auf eine robuste Nachfrage trifft, erklärte HLIB Research. DagangNews berichtete, dass das Researchhaus seine Einstufung „Overweight“ für den Plantagensektor bestätigte. Auch die durchschnittlichen Preisannahmen für Rohpalmöl blieben mit RM4.450 je Tonne für 2026 und RM4.300 je Tonne für 2027 unverändert.

Die Prognose spricht für eine anhaltende Unterstützung der Gewinne von Plantagenunternehmen, deren Ergebnisse jedoch empfindlich auf Rohstoffpreisbewegungen reagieren. Nach Schätzung von HLIB verändert jede Verschiebung der durchschnittlichen Rohpalmölpreis-Annahme um RM100 je Tonne die Gewinne der beobachteten Unternehmen um 3 bis 8 %. Diese Spanne unterstreicht die Bedeutung der tatsächlich erzielten Verkaufspreise, während sich die Produktion uneinheitlich entwickelt.

Produktion erholt sich uneinheitlich

Die von HLIB beobachteten Plantagenunternehmen erfüllten im zweiten Quartal 2026 weitgehend die Erwartungen. Fünf der sechs Unternehmen legten Ergebnisse im Rahmen der Prognosen vor. Der gemeinsame bereinigte Sektorgewinn stieg gegenüber dem Vorquartal um 1 % auf RM861 Millionen. Getragen wurde der Anstieg von einer saisonalen Erholung der Produktion frischer Fruchtbündel und höheren realisierten Preisen für Palmölprodukte.

Bei frischen Fruchtbündeln blieb das Bild jedoch gemischt. Drei der sechs von der Bank beobachteten Plantagenunternehmen meldeten im Quartal eine niedrigere Produktion. HLIB führte dies auf veränderte Erntemuster zurück; JPG wurde zusätzlich durch umfangreiche Neuanpflanzungen belastet. Höhere Rohstoffpreise werden sich daher nicht bei allen Erzeugern gleichermaßen in höheren Mengen und Gewinnen niederschlagen.

Trockenheit und Nachfrage im nachgelagerten Geschäft

HLIB verwies zudem auf zunehmend trockenes Wetter seit Juni infolge des anhaltenden El-Niño-Phänomens. In Indonesien ist die Trockenheit deutlicher ausgeprägt als in Malaysia. Nach Angaben der Bank ist es noch zu früh, die Folgen für die Produktivität der Plantagen zu bestimmen. Trockenes Wetter könnte die Erträge frischer Fruchtbündel jedoch zeitverzögert beeinträchtigen. Für Erzeuger und Käufer sind Zeitpunkt und Ausmaß entscheidend, da Indonesien und Malaysia im Zentrum des weltweiten Palmölangebots stehen.

Im nachgelagerten Geschäft verbessern sich die Bedingungen, besonders bei Oleochemikalien. Laut HLIB erholte sich das Segment sowohl gegenüber dem Vorquartal als auch gegenüber dem Vorjahr. Durch Spannungen im Nahen Osten verursachte Lieferkettenstörungen in der petrochemischen Industrie stärkten die Nachfrage nach oleochemischen Produkten. Der Wettbewerb durch indonesische Hersteller bleibt intensiv, doch kurzfristig dürften Lageraufbau, geopolitische Unsicherheit und die bevorstehende Anwendung der EU-Entwaldungsverordnung die Nachfrage stützen. HLIB bestätigte IOI Corp Bhd und Hap Seng Plantations Holdings Bhd als bevorzugte Branchenwerte mit Kurszielen von RM5,10 beziehungsweise RM2,80.

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