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Hitzewellen töten fast 70.000 Legehennen und verknappen Frankreichs Eierangebot

Aufeinanderfolgende Hitzewellen haben in Frankreich fast 70.000 Legehennen getötet und die Eierproduktion beeinträchtigt, berichtet Europe 1. Vertraglich festgelegte Preise können einen sofortigen Preisanstieg verhindern, doch kleinere und seltenere Eier erhöhen das Risiko leerer Regale.

Hitzewellen töten fast 70.000 Legehennen und verknappen Frankreichs Eierangebot

Hitze dezimiert den Legehennenbestand

Aufeinanderfolgende Hitzewellen haben in französischen Betrieben fast 70.000 Legehennen getötet und den bereits angespannten Eiermarkt zusätzlich belastet. Europe 1 berichtet, dass die extremen Temperaturen sowohl die Sterblichkeit in den Ställen erhöht als auch den Legerhythmus der überlebenden Tiere gestört haben.

Die Folgen gehen damit über den unmittelbaren Verlust von Hennen hinaus. Hohe Temperaturen verändern die Futteraufnahme und Entwicklung der Tiere und beeinflussen dadurch Menge und Größe der vermarkteten Eier. Alice Richard, Direktorin des französischen Branchenverbands für Eier, sagte Europe 1, dass Legehennen während einer Hitzewelle wegen ihres geringeren Appetits weniger Getreide aufnehmen. Dadurch produzieren sie etwas kleinere Eier.

Kleinere Eier und geringere Legeleistung

Bei Hitze legen die Hennen außerdem seltener. Das Zusammenspiel aus Tierverlusten, sinkender Legeleistung und kleineren Eiern könnte das Angebot in den Supermärkten in den kommenden Wochen weiter reduzieren. In einigen Geschäften sind die Eierregale bereits seit Wochen leer, während die Nachfrage in Frankreich weiter wächst.

Das Ausgangsmaterial beziffert weder den Rückgang der landesweiten Eierproduktion noch die Verluste nach Region oder Haltungssystem. Auch dazu, wie schnell die Betriebe die verendeten Tiere ersetzen können, liegt keine Schätzung vor. Der Verlust von fast 70.000 Hennen schafft dennoch eine konkrete Angebotsbeschränkung, während der Einzelhandel bereits mit Verfügbarkeitslücken kämpft.

Verträge begrenzen die unmittelbare Preisreaktion

Ein geringeres Angebot muss nicht sofort zu höheren Verbraucherpreisen führen. Richard zufolge werden Eierpreise in Verträgen zwischen Erzeugern und Einzelhändlern im Voraus festgelegt. Diese Regelung begrenzt, wie schnell sich eine kurzfristige Knappheit auf die Supermarktpreise überträgt.

Verträge können die Regalpreise stabilisieren, aber keine zusätzlichen Eier schaffen. Bleibt die Legeleistung schwach, müssen Händler entweder zeitweise Lücken akzeptieren oder alternative Bezugsquellen suchen. Europe 1 berichtet nicht, ob die Handelsunternehmen mehr Ware außerhalb Frankreichs beschaffen wollen. Mögliche Auswirkungen auf den Importbedarf bleiben daher ungewiss.

Verfügbarkeit ist das vorrangige Marktrisiko

Für die Erzeuger besteht das unmittelbare Problem aus dem Verlust produktiver Tiere und der geringeren Leistung des verbleibenden Bestands. Die Futteraufnahme sinkt während extremer Hitze, gleichzeitig nehmen aber auch Menge und Größe der verkaufsfähigen Ware ab. Wie stark einzelne Betriebe betroffen sind, hängt von Sterblichkeit, Stallbedingungen und Dauer der Hitze ab; Betriebsdaten wurden jedoch nicht veröffentlicht.

Für Handel und Verbraucher ist die Verfügbarkeit zunächst ein größeres Risiko als der Preis. Bestehende Verträge können eine Preisreaktion hinauszögern, während leere Regale sofort auftreten, wenn die Lieferungen hinter der Nachfrage zurückbleiben. Da der Eierverbrauch in Frankreich weiter steigt, kann der Markt wetterbedingte Produktionsausfälle schlechter auffangen. Entscheidend wird nun, ob sich die Legeleistung nach den Hitzewellen erholt und die französischen Betriebe das Angebot stabilisieren, bevor weitere Verkaufsstellen von Engpässen betroffen sind.

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