Bauernverbände in Haryana fordern Reisaufkauf zum Mindeststützpreis ab 15. September
Bauernverbände in Haryana verlangen, dass staatliche Agenturen den Aufkauf von Rohreis zum Mindeststützpreis am 15. September statt am offiziellen Termin 1. Oktober beginnen, und drohen ab dem 16. September mit einer unbefristeten Blockade der Nationalstraße NH-44 bei Shahabad. Für die Saison 2026-27 liegt der Mindeststützpreis bei 2.441 Rupien je Quintal für gewöhnlichen Rohreis und 2.461 Rupien für Grade-A. Der Bundesstaat hat zudem beantragt, seine Quote im zentralen Getreidepool von 5,8 auf mindestens 6,5 Millionen Tonnen anzuheben.
Bauernverbände in Haryana fordern, dass die staatlichen Agenturen den Aufkauf von Rohreis zum Mindeststützpreis (MSP) am 15. September beginnen – rund zwei Wochen vor dem offiziellen Starttermin 1. Oktober – und drohen mit Protesten, falls der Zeitplan unverändert bleibt. Wie Kisan Tak berichtet, hat der Streit bereits zu Kundgebungen in Karnal und Kurukshetra geführt sowie zur Drohung, ab dem 16. September die Nationalstraße NH-44 bei Shahabad zu blockieren.
Erntekalender gegen Aufkaufkalender
Die Bezirksverwaltungen in Haryana bereiten den Start am 1. Oktober vor. Die Landwirte halten dieses Datum für nicht mehr passend: Die Reispflanzung beginnt im Bundesstaat am 15. Juni, die meisten Sorten sind nach etwa drei Monaten erntereif, woraus sich der 15. September als richtiger Termin ergebe. Früh reifende Parmal-Sorten (PR) aus dem Nicht-Basmati-Segment erreichen die Mandis bereits deutlich vor dem offiziellen Datum – dieser Anlieferungsrhythmus treibt die Forderung.
Mit dem Aufkauf befasste Beamte erwarten, dass die Landesregierung das Thema an die Zentralregierung heranträgt, und halten es für wahrscheinlich, dass der Aufkauf nicht am 15. September beginnt, aber um etwa eine Woche vorgezogen werden könnte. Dr. Arun Kumar Ahuja, Chief General Manager für Beschaffung und Lagerhaltung bei der Haryana State Cooperative Supply and Marketing Federation (HAFED), sagte der Hindustan Times: „Zum Aufkaufplan lässt sich derzeit noch nichts sagen. Uns liegen keine Informationen vor, dass die Regierung einen früheren Start plant." HAFED kauft rund 33% des gesamten Rohreises im Bundesstaat auf.
Mindeststützpreise und die 17-Prozent-Feuchtegrenze
Für die Kharif-Vermarktungssaison 2026-27 hat die Zentralregierung den Mindeststützpreis für gewöhnlichen Rohreis auf 2.441 Rupien je Quintal (100 kg) und für Grade-A-Ware auf 2.461 Rupien festgelegt – 72 Rupien mehr als im Vorjahr für die gewöhnliche Qualität.
Nach Darstellung der Behörden wurde der 1. Oktober gewählt, damit die Landwirte ihre Ware nicht wegen zu hoher Feuchtigkeit schwer absetzen können. Die Feuchtegrenze für Rohreis im zentralen Getreidepool liegt bei 17%. Die Verbände wollen diese Grenze im frühen Aufkauffenster vorübergehend auf 20% anheben; andernfalls würden die Agenturen feuchtere Ware zurückweisen und die Landwirte müssten zu niedrigeren Preisen an private Händler verkaufen. Ministerpräsident Nayab Singh Saini erklärte bei einem Besuch in Kurukshetra am 4. September, der Bundesstaat stehe in ständigem Kontakt mit der Zentralregierung und werde einen reibungslosen Aufkauf sicherstellen. Zugleich warnte er, überhöhte Feuchtigkeit bereite den staatlichen Agenturen, den Kommissionshändlern und der Regierung Probleme, und rief die Landwirte auf, die vorgeschriebenen Werte einzuhalten.
Haryana will eine größere Pool-Quote
Unabhängig davon hat der Bundesstaat die Zentralregierung gebeten, die genehmigte Quote für den zentralen Getreidepool von 5,8 Millionen Tonnen auf mindestens 6,5 Millionen Tonnen anzuheben. Ernährungs- und Versorgungsminister Rajesh Nagar besprach das Anliegen Anfang des Monats mit dem Unionsminister für Ernährung, Pralhad Joshi.
Für ein Vorziehen gibt es einen jüngeren Präzedenzfall: Im vergangenen Jahr begann der Aufkauf in Haryana nach dem Eingreifen von Ministerpräsident Saini am 22. September 2025 statt am 1. Oktober. Für diese Saison hat Saini keine Zusage für den 15. September gemacht. Landwirtschaftsminister Shyam Singh Rana forderte die Führung der Bharatiya Kisan Union (Charuni) auf, ihre Forderung dem Ministerpräsidenten vorzutragen; eine förmliche Ankündigung eines früheren Starts gibt es bislang nicht.
Mobilisierung in Kurukshetra
Die Bharatiya Kisan Union (Charuni) hat zu einer Kisan Panchayat in Shahabad im Bezirk Kurukshetra aufgerufen, für den 10. September war eine Kisan Mahapanchayat in Pehowa angesetzt. Verbandschef Gurnam Singh Charuni kündigte an, die NH-44 bei Shahabad ab dem 16. September unbefristet zu blockieren, falls der Aufkauf nicht am 15. September beginnt. Anfang des Monats gab es bereits Proteste in Karnal und Kurukshetra, weitere Mobilisierung ist angekündigt.