Handelsmarken gewinnen im griechischen Joghurtmarkt mit 372 Millionen €
Handelsmarken stehen inzwischen für mehr als ein Fünftel des Joghurtkonsums im griechischen Markt mit einem Volumen von 372 Millionen €. FAGE bleibt mit Total führend, während Olympos den Abstand verkürzt.
Handelsmarken überschreiten ein Fünftel des Konsums
Der Wettbewerb im griechischen Joghurtmarkt mit einem Volumen von 372 Millionen € verschärft sich. Marken des Lebensmitteleinzelhandels gewinnen beim Konsum hinzu, während etablierte Molkereiunternehmen um die Spitzenposition kämpfen. Handelsmarkenjoghurt steht inzwischen für mehr als ein Fünftel des Verbrauchs. Damit prägen die Händler zunehmend das Verhältnis zwischen Herstellermarken und preisgünstigeren Produkten.
Der Vormarsch der Handelsmarken verändert das Wettbewerbsumfeld für die Hersteller, denn das Segment ist keine unbedeutende Alternative zu bekannten Marken mehr. Ein Anteil von mehr als einem Fünftel zwingt Markenanbieter, einen beträchtlichen Teil des Marktes zu verteidigen und zugleich um Regalfläche, Aufmerksamkeit der Verbraucher und Unterstützung durch den Handel zu konkurrieren.
Die verfügbaren Angaben nennen weder den Zeitraum für die Bewertung von 372 Millionen € noch Absatz-, Preis- oder Vertriebsdaten. Sie zeigen jedoch, dass Handelsmarken inzwischen eine Größenordnung erreicht haben, die die Strategien der führenden Verarbeiter beeinflussen kann.
FAGE bleibt mit Total an der Spitze
FAGE behauptet mit der Marke Total den ersten Platz. Diese Führung verschafft dem Unternehmen eine starke Position im Wettbewerb um den Absatz von Markenjoghurt. Das Wachstum der Handelsmarken erhöht jedoch den Druck auf die gesamte Kategorie. Zugleich rückt Olympos näher an den Marktführer heran.
Marktanteile und Umsatzzahlen der Unternehmen liegen nicht vor, sodass sich der Abstand zwischen FAGE und Olympos nicht beziffern lässt. Die Wettbewerbsrichtung ist dennoch klar: Total liegt weiter vorn, während Olympos Boden gutmacht. Damit entsteht ein Kampf an zwei Fronten — zwischen den führenden Herstellern und zwischen deren Marken und den Sortimenten des Handels.
Der Handel gewinnt an Einfluss
Für Verarbeiter kann das Wachstum der Handelsmarken Produktionsaufträge schaffen, verschiebt aber zugleich Verhandlungsmacht zu den Einzelhandelskunden. Hersteller von Handelsmarken können Zugang zu bedeutenden Mengen erhalten. Markenanbieter riskieren dagegen, dass mehr Regalfläche und ein größerer Teil der Haushaltsausgaben zu Produkten wandern, die von Supermärkten kontrolliert werden.
Für Investoren und Marktanalysten wird entscheidend sein, ob Handelsmarken ihren bisherigen Anteil weiter ausbauen, ob Olympos seinen Vormarsch fortsetzt und ob FAGE die Führung verteidigen kann, ohne die Positionierung von Total zu schwächen. FAGE führt den Markt mit 372 Millionen € weiterhin an. Der Handelsmarkenanteil von mehr als einem Fünftel und der schrumpfende Abstand zu Olympos zeigen jedoch, dass die Spitzenposition sowohl vom Handel als auch von einem Markenwettbewerber angegriffen wird.