Guatemala behält US-Zuckerquote von 51.639 Tonnen bei ungeklärten Zöllen
Die USA haben Guatemala für das Haushaltsjahr 2027 erneut eine Quote von 51.639 Tonnen Rohrzucker in Rohwert zugeteilt. Der präferenzielle Zugang ist durch CAFTA-DR abgesichert, während die Verzollung von Lieferungen oberhalb der Quote ungeklärt bleibt.
Zuteilung für das Haushaltsjahr 2027 bleibt unverändert
Das Büro des US-Handelsbeauftragten hat Guatemala für das Haushaltsjahr 2027 eine Zollquote von 51.639 Tonnen Rohrzucker in Rohwert zugeteilt. Nach Angaben von La Hora entspricht die Menge exakt den Zuteilungen für die Haushaltsjahre 2025 und 2026. Damit bleibt der etablierte präferenzielle Zugang des Landes zum US-Markt erhalten.
Auf Guatemala entfallen rund 4,6% der weltweiten Rohzuckerquote von 1.117.195 Tonnen Rohwert. Jean Paul Brichaux, Leiter für internationale Handelsverhandlungen beim guatemaltekischen Zuckerverband Asazgua, sagte La Hora, Guatemala verfüge über die fünftgrößte Zuteilung unter den 39 berücksichtigten Ländern.
Die Quote liegt zudem über den Zuteilungen für El Salvador, Honduras, Costa Rica und Nicaragua. Guatemala bleibt zwar hinter großen Lieferanten wie der Dominikanischen Republik, Brasilien und den Philippinen zurück, bestätigt aber seine starke Stellung unter den zentralamerikanischen Zuckerexporteuren für den US-Markt.
Zoll oberhalb der Quote bleibt offen
Die Quote ist durch das Freihandelsabkommen zwischen der Dominikanischen Republik, Zentralamerika und den USA, CAFTA-DR, abgesichert. Sie wurde deshalb von dem in diesem Jahr auf einen erheblichen Teil der guatemaltekischen Exporte erhobenen Zoll von 10% ausgenommen. Zollquoten ermöglichen die Einfuhr festgelegter Mengen zu niedrigeren Sätzen, während darüber hinausgehende Lieferungen gewöhnlich höheren Zöllen unterliegen.
Die US-Behörden haben noch nicht ausdrücklich festgelegt, wie guatemaltekische Zuckerexporte oberhalb der 51.639 Tonnen behandelt werden. Maßgeblich dafür ist das Abkommen über gegenseitigen Handel und Zölle, das Guatemalas Wirtschaftsministerium und das Büro des US-Handelsbeauftragten am 30. Januar unterzeichneten.
Laut den von La Hora zitierten Angaben des Wirtschaftsministeriums bleibt das Abkommen in Kraft. Der Zoll von 10% gilt weiter für die derzeit betroffenen Waren, bis die rechtlichen Verfahren in den USA abgeschlossen sind und die Liste der betreffenden Zollpositionen veröffentlicht wird. Auf eine direkte Anfrage der Publikation antwortete das Ministerium nicht.
Die guatemaltekische Zuckerindustrie fordert, Zucker von dem Zoll von 10% auszunehmen, der 30% der Agrarprodukte betrifft. Für Verkäufe oberhalb der Quote strebt sie außerdem einen Zollsatz von 0% an, wie ihn mindestens 74% der Waren unter der Vereinbarung erhalten. Bis zur Veröffentlichung der endgültigen Liste fehlt den Exporteuren Kostensicherheit für zusätzliche Lieferungen.
Quote deckt ein Viertel der Zuckerlieferungen in die USA
Brichaux zufolge entspricht die Quote rund 25% der guatemaltekischen Zuckerexporte in die USA. Die Präferenzmenge ist damit wirtschaftlich bedeutend. Ein erheblicher Teil des US-Geschäfts bleibt jedoch möglicherweise dem noch ungeklärten Zoll oberhalb der Quote ausgesetzt.
Daten von Asazgua zeigen, dass 2025 insgesamt 12% der guatemaltekischen Zuckerexporte in die USA gingen. Damit waren sie das größte der genannten Zielländer, gefolgt von Kanada mit 11% und Taiwan mit 10%. Die Fortführung der Quote stützt Erzeuger, Zuckermühlen, Beschäftigte und Dienstleister. Die endgültige Zollentscheidung wird darüber bestimmen, wie wettbewerbsfähig die Mengen oberhalb der geschützten Zuteilung sind.
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