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Griechische Zitronenernte dürfte um 30–40 % sinken und später beginnen

Griechenlands neue Zitronenernte dürfte im Durchschnitt 30–40 % kleiner ausfallen und Anfang September schrittweise beginnen. Verbilligte Bestände aus Argentinien und Südafrika könnten den Saisonauftakt belasten, während für griechische Erzeuger 0,80–1,00 € je kg erwartet werden.

Griechische Zitronenernte dürfte um 30–40 % sinken und später beginnen

Schwacher Fruchtansatz belastet die Ernteprognose

Griechenlands neue Zitronenernte dürfte deutlich kleiner ausfallen als in der vergangenen Saison. Im Durchschnitt könnte die Produktion um 30–40 % zurückgehen. Die Einschätzung stammt von Andreas Mountzouroulias, Inhaber des Zitrusunternehmens Citrus Aigialeias mit Sitz in Aigio, dem wichtigsten Zitronenanbaugebiet Griechenlands.

Mountzouroulias sagte gegenüber FreshPlaza, die Blüte sei gut gewesen, doch der Fruchtansatz sei aus bislang ungeklärten Gründen schwach geblieben. Auch zwischen den Anbaugebieten bestehen erhebliche Unterschiede: Einige Plantagen tragen gut, während die Produktion andernorts niedrig ist. Der Rückgang betrifft die Sorten nicht gleichermaßen. Bei Maglina-Zitronen fällt das Minus am stärksten aus, während die frühe Sorte Interdonato gute Ergebnisse liefert.

Ernte läuft schrittweise an

Die griechische Saison verspätet sich erneut und setzt damit die Entwicklung der vergangenen Jahre fort. Das Wetter hat die Fruchtentwicklung verzögert. Mountzouroulias erwartet einen schrittweisen Erntebeginn in den ersten zehn Septembertagen, spätestens jedoch bis zum 15. September. Bevor größere Mengen gepflückt werden können, müssen die Zitronen einen ausreichenden Saftgehalt erreichen.

Der späte Beginn könnte das anfängliche Angebot heimischer Ware begrenzen, noch bevor das geringere Gesamtvolumen vollständig sichtbar wird. Mountzouroulias verwies auf ein wiederkehrendes Muster in griechischen Plantagen: Zusätzliche Früchte werden teilweise erst nach Ende November erkennbar. Das endgültige Angebotsprofil ist zu Saisonbeginn deshalb schwer einzuschätzen. Exporteure und Packbetriebe müssen ihre Programme an unterschiedliche Plantagenerträge, Sortenunterschiede und einen möglicherweise langsamen Ernteaufbau anpassen.

Importware belastet den Saisonauftakt

Die Marktbedingungen zum Beginn der griechischen Saison hängen auch von den bereits verfügbaren Importzitronen ab. Laut Mountzouroulias wird der Markt derzeit von Einfuhren bestimmt, während die Nachfrage die in diesem Jahr eingetroffenen großen Mengen nicht aufnehmen konnte. Zitronen aus Argentinien und Südafrika, die zunächst für 1,60–1,70 € je kg gekauft wurden, fanden keine ausreichenden Abnehmer. Nach mehreren Preisnachlässen wurden sie für 1,10 €, 1,00 € und sogar 0,90 € je kg verkauft, was den Marktteilnehmern erhebliche Verluste verursachte.

Diese verbilligten Bestände könnten griechische Anbieter daran hindern, die Preise unmittelbar zum Beginn der heimischen Ernte anzuheben. Mountzouroulias erwartet jedoch nicht, dass griechische Zitronen unter das Preisniveau der vergangenen Saison fallen. Er rechnet mit Erzeugerpreisen von bis zu 1,00 € je kg und einer wahrscheinlichen Untergrenze von rund 0,80 € je kg. Der durchschnittliche Ernterückgang von 30–40 % und die verbleibenden Importbestände wirken in entgegengesetzte Richtungen: Das knappere griechische Angebot stützt die Preise, unverkaufte Auslandsware begrenzt sie. Entscheidend wird sein, wie schnell die Importbestände abgebaut werden und wie zügig die heimischen Früchte Marktreife erreichen.

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