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Griechenland meldet Engpässe bei vier kritischen Arzneimittelgruppen

Die griechische Arzneimittelbehörde EOF hat ihre Engpassliste aktualisiert. Betroffen sind Antipsychotika, Epilepsiemedikamente, Schilddrüsenpräparate und Impfstoffe; das Verbot von Parallelexporten gilt bis zum 27. November 2026.

Griechenland meldet Engpässe bei vier kritischen Arzneimittelgruppen

Vier Arzneimittelgruppen von Engpässen betroffen

Die griechische Arzneimittelbehörde EOF hat eine aktualisierte Liste der im Inland knappen Präparate veröffentlicht. Nach Angaben von Madata umfasst sie Antipsychotika, Medikamente gegen Epilepsie, Schilddrüsenpräparate und Impfstoffe. Einzelne Produkte und Hersteller, das Volumen der Fehlmengen sowie Termine für eine Normalisierung der Versorgung nennt der Bericht nicht.

Damit sind sowohl Dauertherapien als auch die Prävention betroffen. Antipsychotika werden bei psychischen Erkrankungen eingesetzt, während Epilepsiemedikamente in der Regel ohne Unterbrechung eingenommen werden müssen, um Anfälle zu kontrollieren. Schilddrüsenpräparate regulieren den Hormonhaushalt, unter anderem bei einer Schilddrüsenunterfunktion. Fehlende Impfstoffe können wiederum Impfprogramme beeinträchtigen und besonders bei gefährdeten Gruppen Lücken im Schutz verursachen.

Behörde setzt auf frühzeitige Information

EOF aktualisiert und veröffentlicht die Engpasslisten regelmäßig im Rahmen ihrer Marktüberwachung. Ärzte, Apotheker und Patienten sollen dadurch mehr Zeit erhalten, auf die eingeschränkte Verfügbarkeit zu reagieren. Medizinisches Fachpersonal kann geeignete Alternativen prüfen und Therapien anpassen. Patienten können sich an Ärzte und Apotheker wenden, bevor ihre vorhandenen Vorräte aufgebraucht sind.

Die Breite der Liste ist relevant, weil Arzneimittel nicht in allen Kategorien gleich einfach ersetzt werden können. Bei langfristigen neurologischen, psychiatrischen oder hormonellen Therapien kann ein Wechsel des Präparats oder der Dosierung ärztliche Begleitung erfordern. Bei Impfstoffen kommen die Terminplanung und der Bedarf bestimmter Patientengruppen hinzu. Die Veröffentlichung ist deshalb ein operatives Signal für Apotheken, Großhändler und Gesundheitseinrichtungen, auch wenn keine Bestandszahlen oder Angaben zur Zahl der betroffenen Patienten vorliegen.

Parallelexporte bis November 2026 beschränkt

Zum Schutz der inländischen Versorgung hat EOF den pharmazeutischen Großhändlern außerdem Parallelexporte von Arzneimitteln untersagt. Die Beschränkung soll bis zum 27. November 2026 gelten. Laut Madata soll verhindert werden, dass für griechische Patienten benötigte Präparate in andere europäische Märkte fließen, wo dieselben Arzneimittel deutlich höhere Preise erzielen können.

Preisunterschiede schaffen einen wirtschaftlichen Anreiz, Medikamente aus einem günstigeren in einen teureren Markt zu verlagern. Die griechische Regelung soll die erfassten Bestände im Land halten. Aus dem Bericht geht jedoch weder hervor, welche einzelnen Präparate dem Verbot unterliegen, noch wie viel Angebot dadurch gesichert werden kann. EOF kann die Maßnahme überprüfen, ändern oder verlängern, je nachdem, ob sich die Engpässe verfestigen, entspannen oder verschärfen. Hersteller, Händler und Apotheken müssen nun beobachten, ob die Begrenzung der Abflüsse den Markt auch ohne zusätzliche Lieferungen stabilisiert. Importeure und Lieferanten sollten zudem weitere EOF-Mitteilungen zu Produktumfang und Laufzeit verfolgen.

Vollständige Marktanalyse

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