Griechenland und Italien besiegeln Kauf von zwei Bergamini-FREMM-Fregatten
Griechenland und Italien wollen am 8. September 2026 in Rom die Durchführungsvereinbarung für zwei italienische FREMM-Fregatten der Bergamini-Klasse unterzeichnen. Die Übergaben sind für die ersten Halbjahre 2028 und 2029 vorgesehen; griechische Werften sollen Wartungs- und Integrationsarbeiten übernehmen.
Unterzeichnung in Rom regelt die Kaufbedingungen
Griechenland und Italien wollen am 8. September 2026 in Rom eine Durchführungsvereinbarung über den Erwerb von zwei italienischen FREMM-Fregatten der Bergamini-Klasse durch die griechische Marine unterzeichnen. Laut CNN Greece legt das Dokument die rechtlichen, finanziellen und technischen Bedingungen für die ersten beiden Schiffe abschließend fest.
Zur Unterzeichnung werden der griechische Verteidigungsminister Nikos Dendias, sein italienischer Amtskollege Guido Crosetto und die Marinechefs beider Länder erwartet. Unterzeichnen sollen die Generaldirektion für Verteidigungsinvestitionen und Rüstung des griechischen Verteidigungsministeriums und die entsprechende italienische Rüstungsbehörde.
Die Vereinbarung folgt auf ein Kooperationsmemorandum und eine Absichtserklärung, die Dendias und Crosetto am 29. September 2025 in La Spezia unterzeichneten. Das neue Dokument soll den Wert der Schiffe in ihrem gegenwärtigen Zustand sowie den Zeitplan für Übergabe und Indienststellung bei der griechischen Marine bestimmen. Einen Kaufpreis nennt CNN Greece nicht.
Übergaben für 2028 und 2029 geplant
Die erste Fregatte, Carlo Bergamini (F-590), soll im ersten Halbjahr 2028 an Griechenland verkauft und übergeben werden. Die zweite, Virginio Fasan (F-591), soll im ersten Halbjahr 2029 folgen. Der gestaffelte Zeitplan eröffnet der griechischen Marine zwei getrennte Zeitfenster für die Vorbereitung von Besatzungen, Infrastruktur und technischer Betreuung.
Das Paket umfasst zudem die anfängliche und anschließende Unterstützung, um eine hohe Einsatzbereitschaft zu gewährleisten. Dieser Teil ist wirtschaftlich und operativ entscheidend, weil bereits im Dienst stehende Schiffe und keine Neubauten übernommen werden. Zustandsbewertung, Unterstützungsleistungen und Umfang späterer Modernisierungen werden daher die effektiven Kosten und die Verfügbarkeit prägen.
Griechische Werften erhalten Wartungsaufgaben
Die Vereinbarung sieht vor, dass griechische Werften an der Wartung der Fregatten sowie an der Anpassung und Installation neuer Bordsysteme mitwirken. Ein Teil der technischen Betreuung der FREMM-Flotte soll damit in Griechenland erfolgen und zugleich die heimischen Fähigkeiten im Schiffbau und in der Verteidigungsindustrie stärken. Welche Werften beteiligt werden und welchen Wert die Arbeiten haben, wurde nicht genannt.
Für Italien erweitert das Geschäft die industrielle und technische Präsenz der Bergamini-Plattform in Europa. Wartung, Systemarbeiten und langfristige Betreuung können auch nach der Übergabe Aufträge schaffen. Die Arbeitsteilung zwischen italienischen Lieferanten und griechischen Betrieben ist jedoch noch nicht veröffentlicht.
Kauf ist Teil der Flottenerneuerung
Die beiden FREMM-Fregatten gehören zum umfassenderen Erneuerungsprogramm der griechischen Marine. Gemeinsam mit vier FDI-Fregatten und modernisierten MEKO-Fregatten sollen sie eine Flotte leistungsfähiger Kampfeinheiten für Einsätze in der Ägäis und im östlichen Mittelmeer bilden. Die Vereinbarung eröffnet Griechenland zudem die Möglichkeit, künftig weitere Schiffe desselben Typs zu erwerben; Anzahl und Zeitplan wurden nicht bekannt gegeben. Für die europäische Marinebeschaffung zeigt das Geschäft, dass die Übernahme vorhandener Schiffe Fähigkeiten früher bereitstellen kann als ein vollständiges Neubauprogramm und zugleich nationale Wartungs- und Integrationsaufträge ermöglicht.