Griechische Haushalte gaben 2025 4,6 Milliarden Euro für Bekleidung und Schuhe aus – Anteil am Warenkorb sinkt
Die Ausgaben griechischer Haushalte für Bekleidung und Schuhe stiegen 2025 um 2,5 % auf 4,6 Milliarden Euro, wie Daten der ELSTAT-Haushaltsbudgeterhebung zeigen, die der Branchenverband SEPEE vorgelegt hat. Die gesamten Konsumausgaben wuchsen mit 5,5 % schneller, sodass der Anteil der Kategorie von 5 % auf 4,9 % fiel. Pro Person stiegen die Jahresausgaben um rund 11 Euro auf 443 Euro.
Die griechischen Haushalte haben 2025 4,6 Milliarden Euro für Bekleidung und Schuhe ausgegeben, 2,5 % mehr als im Vorjahr. Die Zahlen stammen aus der Haushaltsbudgeterhebung des griechischen Statistikamts ELSTAT, vorgelegt vom Verband der griechischen Strick- und Bekleidungsindustrie (SEPEE) und berichtet von theopinion.gr.
Absolut betrachtet wächst die Kategorie, im Haushaltsbudget verliert sie jedoch an Gewicht. Die gesamten Konsumausgaben stiegen im selben Zeitraum schneller, und der Anteil von Bekleidung und Schuhen am Warenkorb lag zum Jahresende unter dem Wert von 2024.
Pro-Kopf-Ausgaben um 11 Euro gestiegen
Die durchschnittlichen Jahresausgaben pro Person für Bekleidung und Schuhe erreichten 2025 443 Euro nach 432 Euro im Jahr zuvor, ein Plus von rund 11 Euro. Rechnerisch entspricht das etwa 37 Euro pro Person und Monat. theopinion.gr weist darauf hin, dass dieser Monatswert ein arithmetisches Mittel ist und kein Kaufmuster: Die Nachfrage konzentriert sich auf Schlussverkäufe und saisonale Spitzen, und zwischen den Haushalten bestehen große Unterschiede.
Die Haushaltsausgaben insgesamt legten stärker zu. Die durchschnittlichen monatlichen Konsumausgaben je Haushalt stiegen 2025 auf 1.820 Euro nach 1.725 Euro im Jahr 2024, ein Zuwachs von 5,5 %. Bereinigt um die Inflation von 2,6 % bleibt in konstanten Preisen ein reales Plus von 2,9 %.
Anteil am Warenkorb sinkt auf 4,9 %
Auf Bekleidung und Schuhe entfielen 2025 4,9 % der gesamten Konsumausgaben der Haushalte, nach 5 % im Jahr 2024. Die Kategorie liegt damit auf Rang sechs:
- Nahrungsmittel: 20,4 % der Gesamtausgaben
- Wohnen: 14,7 %
- Verkehr: 13,6 %
- Freizeit, Reisen und Gastronomie: 11,8 %
- Gesundheit: 7,6 %
- Bekleidung und Schuhe: 4,9 %
Die Verschiebung um 0,1 Prozentpunkte ist gering, die Richtung aber relevant für jeden Anbieter im Markt: Das nominale Wachstum von 2,5 % lag knapp unter der in der Erhebung genannten Inflationsrate von 2,6 %. Für Mengenzuwächse bleibt nach Abzug des Preiseffekts kaum Spielraum.
Preis, Wert und ein wählerischerer Käufer
theopinion.gr betont, dass die 11 Euro für sich genommen nicht belegen, dass die Griechen mehr kaufen. Dahinter können höhere Preise stehen, der Griff zu teureren Stücken oder der gezielte Ersatz einzelner Kleidungsstücke statt eines allgemeinen Konsumanstiegs.
Auch das Kaufumfeld hat sich verändert. Rabatte, Aktionen, Onlineshops, Second-Hand-Plattformen und Fast Fashion erlauben es, Preise zu vergleichen und den Kauf auf den passenden Moment zu verschieben. Das Portal beschreibt einen Markt, in dem das Verhältnis von Preis und Wert entscheidet: wie lange ein Teil getragen wird und ob es sein Geld wert ist.
Wo der Markt entschieden wird
Der Onlinekauf von Bekleidung und Schuhen gehört für einen großen Teil des Publikums zum Alltag, das Smartphone dient zugleich als Schaufenster, Katalog, Kasse und Preisvergleich. Ein in den sozialen Medien gesehenes Produkt wird in mehreren Shops gesucht, auf einen Rabatt hin beobachtet und von zu Hause aus gekauft.
Für Händler und ihre Lieferanten verlagert das den Wettbewerb vom Schaufenster zu Instagram, TikTok, Kundenbewertungen, Aktionskalendern und der Qualität des Onlineshops. Das Nachfragevolumen bleibt mit 4,6 Milliarden Euro pro Jahr beträchtlich, doch Nahrungsmittel, Wohnen und Verkehr binden zusammen 48,7 % der Haushaltsausgaben – Bekleidung konkurriert um einen Einkommensanteil, der nicht wächst.