Globaler Heimtierfuttermarkt erreicht laut Fortune-Business-Insights-Bericht bis 2034 199 Milliarden US-Dollar
Der weltweite Markt für Heimtierfutter wächst laut einem von Milano Finanza zitierten Bericht von Fortune Business Insights von 135 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 auf 199 Milliarden bis 2034 – ein Plus von 48% bei 5% jährlichem Wachstum. In Italien liegt Katzenfutter beim Umsatz bereits vor Hundefutter, trotz geringerer Mengen.
Der globale Markt für Heimtierfutter dürfte von 135 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 auf 199 Milliarden bis 2034 wachsen, ein Plus von 48%, wie aus einem von Milano Finanza zitierten Bericht von Fortune Business Insights für 2026–2034 hervorgeht. Der Markt legt mit einer jährlichen Wachstumsrate von 5% zu, gestützt auf die anhaltende Heimtierhaltung in den großen Volkswirtschaften.
Globale und europäische Entwicklung
Das Wachstum ist eher stetig als explosiv; Premium- und Funktionsprodukte tragen mehr bei als reine Mengenzuwächse. In Europa nähert sich der Markt 40 Milliarden Euro, bei einer jährlichen Wachstumsrate von 4% zwischen 2025 und 2030, so die von Milano Finanza berichteten Daten.
Italien: Katzen führen beim Wert
In Italien überschritt der Markt für Hunde- und Katzenfutter 2025 die Marke von 4 Milliarden Euro. Beim Gesamtumsatz dominiert Katzenfutter mit 2,35 Milliarden Euro bzw. 56% des Marktwerts bei 383.000 verkauften Tonnen. Es folgt Hundefutter mit 1,85 Milliarden Euro bzw. 44% des Marktes bei größeren 427.000 verkauften Tonnen, laut Monitoring des Schesir Respect My Nature Index. Die Lücke zeigt: Katzen bewegen weniger Gewicht, aber mehr Geld, da die Katzenlinien einen höheren Kilopreis haben.
Käufer von der Auswahl überfordert
Die wachsende Produktvielfalt verunsichert die Halter. In der GlobalPets-Umfrage zu Katzenfutterkonsum und Käuferpräferenzen sagen 57% der Katzenhalter, die riesige Produktvielfalt erschwere die Wahl, und 66% fällt es schwer zu beurteilen, ob die Zutaten ihrer Katze guttun. Unter Hundehaltern bezeichnet fast die Hälfte die Wahl des richtigen Futters als schwierigsten Teil der Tierpflege, und 52% – bei Millennials sogar 68% – halten die Tierernährung für komplizierter als die menschliche. Giorgio Montefusco, Marketing- & Trade-Marketing-Direktor von Schesir, sagte Milano Finanza, Überangebot, Desinformation und die Vermenschlichung von Tieren entfernten die Halter von den echten Bedürfnissen der Tiere.
Zehn Trends, die die Nachfrage prägen
- Longevity Feeding: Antioxidantien, Gelenkschutz und Nährstoffe für kognitive Funktionen – für gesunde Jahre, nicht nur mehr Jahre.
- Rückkehr zu den Ursprüngen: hoher Anteil hochwertigen tierischen Proteins, wenige Kohlenhydrate, keine überflüssigen Zusätze.
- Pet-Biohacking: gezielte Zutaten für Energie, Immunsystem und Entzündungsreaktion.
- Darm-Hirn-Achse und Mikrobiom: Prä- und Postbiotika für Verdauung, Immunität und Stimmung.
- Hyperpersonalisierung: Ernährung nach Rasse, Lebensstil, Alter und sogar DNA- oder Mikrobiomanalyse.
- Clean Label und radikale Rückverfolgbarkeit: kurze Etiketten, klare Zutaten, Kontrolle der Lieferkette.
- Upcycled Ingredients und bewusste Nachhaltigkeit: von der Lebensmittelindustrie ungenutzte Fisch- und Fleischteile zur Abfallreduktion.
- Emotionale und kognitive Unterstützung: beruhigende Nahrung mit Kamille, Baldrian und bestimmten Aminosäuren.
- Textur-Innovation und Gastronomie: Soufflés, Brühen und Fasern zur Förderung der Flüssigkeitszufuhr, vor allem bei Katzen.
- Klimaresiliente Ernährung: Zutaten mit geringerem Wasser- und Bodenverbrauch.
Für Importeure, Exporteure und Hersteller ist die Richtung klar: Der Wert wächst schneller als die Menge, und die Nachfrage verschiebt sich hin zu Premium-, Funktions- und transparent bezogenen Produkten – in reifen wie in wachsenden Märkten.
Vollständige Marktanalyse