Globale Instantnudel-Nachfrage erreicht 2025 Rekord von 124,21 Milliarden Portionen
Die weltweite Nachfrage nach Instantnudeln stieg 2025 um 0,7 % auf den Rekordwert von 124,21 Milliarden Portionen. Vietnam belegte beim Gesamtverbrauch Rang vier und beim Pro-Kopf-Konsum Rang eins, während Indien unter den führenden Märkten am stärksten wuchs.
Weltweiter Verbrauch steigt um 0,7 %
Die globale Nachfrage nach Instantnudeln erreichte 2025 den Rekordwert von 124,21 Milliarden Portionen. Gegenüber dem Vorjahr war dies ein Anstieg um 0,7 %, wie die in Osaka ansässige World Instant Noodles Association (WINA) mitteilte. Der Wert war der höchste in der verfügbaren Fünfjahresreihe und unterstreicht die Bedeutung des günstigen und haltbaren Produkts in reifen wie auch wachsenden Konsummärkten.
China blieb mit 43,27 Milliarden Portionen der größte Markt, obwohl die Nachfrage im Jahresvergleich um 1,2 % sank. Das Land stand für 35 % des weltweiten Verbrauchs. Indonesien folgte mit 14,54 Milliarden Portionen auf Rang zwei. Der Rückgang um 1 % war das erste Minus seit fünf Jahren. Indien belegte mit 9,6 Milliarden Portionen Rang drei und verzeichnete mit einem Plus von 8,9 % das stärkste Nachfragewachstum unter den führenden Märkten.
Vietnam führt beim Pro-Kopf-Verbrauch
Vietnam erreichte mit 8,23 Milliarden Portionen Rang vier. Laut Dân trí stieg der Verbrauch von 8,13 Milliarden Portionen im Jahr 2023 auf 8,14 Milliarden 2024 und 8,23 Milliarden 2025. Eine von Znews über Báo Mới genannte genauere Zahl beziffert die Nachfrage 2025 auf 8,231 Milliarden Portionen, rund 94 Millionen mehr als 2024. Vietnam stellte etwa 6,6 % der globalen Nachfrage und war nach Indonesien der zweitgrößte Markt Südostasiens.
Bei einer Bevölkerung von 102,3 Millionen Menschen lag der durchschnittliche Verbrauch 2025 bei 80,7 Portionen je Einwohner und damit weltweit am höchsten. Dies entspricht ungefähr einer Portion alle vier bis fünf Tage. In Indonesien waren es etwa 51 Portionen; Vietnams Pro-Kopf-Wert lag damit rund 59 % höher. WINA verwies auf eine zunehmende Verbreitung in vietnamesischen Vororten und bezeichnete das Marktwachstum als stabil.
Dennoch lag Vietnams Nachfrage noch etwa 4 % unter dem Niveau von 2021, als während der Pandemie 8,557 Milliarden Portionen konsumiert wurden. Einschränkungen hatten damals den Absatz verzehrfertiger Lebensmittel gestützt. Das Volumen sank 2022 auf 8,48 Milliarden und 2023 auf 8,127 Milliarden Portionen, bevor die Erholung begann. Seit dem Tiefpunkt von 2023 kamen binnen zwei Jahren etwa 104 Millionen Portionen hinzu. WINA bezeichnete scharf-saure Garnelen als beliebteste Geschmacksrichtung und verwies neben Weizennudeln auf landestypische Reisnudelprodukte.
Vertriebskanäle prägen Sortiment und Preise
Eine Ende 2025 durchgeführte Q&Me-Erhebung in 29 Geschäften in Ho-Chi-Minh-Stadt zeigte deutliche Unterschiede zwischen den Vertriebskanälen. Untersucht wurden neun Supermärkte, 10 Minimärkte und 10 Convenience-Stores. Supermärkte führten im Durchschnitt 149 Nudelprodukte, gegenüber 74 in Minimärkten und 64 in Convenience-Stores.
Beutelnudeln stellten in Supermärkten und Minimärkten 72 % des Sortiments. In Convenience-Stores entfielen dagegen 28 % auf Beutel, 44 % auf Becher und 28 % auf Schalen, was die stärkere Ausrichtung auf den sofortigen Verzehr zeigt. Ein Beutel kostete im Durchschnitt 11.000 Dong im Supermarkt, 10.000 Dong im Minimarkt und 14.000 Dong im Convenience-Store. Bei Schalen lagen die Preise bei 21.000, 17.000 beziehungsweise 25.000 Dong. Je nach Format waren Convenience-Stores 20–47 % teurer als Minimärkte.
WINA warnte zudem, dass die US-Handelspolitik, Spannungen im Nahen Osten und höhere Rohstoffpreise 2025 die Kosten von Vorprodukten und Endprodukten beeinflussten. Asiatische Exportverkäufe gingen angesichts geopolitischer Risiken und des Kostendrucks zurück. Diese Bedingungen dürften Beschaffung und Preissetzung weiter prägen. Für Hersteller und Händler verbindet sich der Rekord daher mit moderatem Mengenwachstum, anhaltenden Margenrisiken und sehr unterschiedlichen Chancen nach Land und Vertriebskanal.