Georgiens Bierexporte nach Russland steigen im August um 56,4 %
Georgien exportierte im August 2026 insgesamt 124 Tonnen Bier nach Russland, 56,4 % mehr als ein Jahr zuvor und so viel wie seit August 2022 nicht mehr. Von Januar bis August erreichten die Lieferungen 773,6 Tonnen im Wert von 907.200 $, womit Russland der wichtigste Auslandsmarkt war.
August-Lieferungen erreichen Vierjahreshoch
Georgien exportierte im August 2026 insgesamt 124 Tonnen Bier nach Russland. Das waren 56,4 % mehr als im entsprechenden Monat 2025, wie aus Daten des georgischen Statistikamts hervorgeht, die von TASS ausgewertet wurden. Die Lieferung hatte einen Wert von 161.400 $ und war die höchste August-Menge seit 2022, als 139 Tonnen ausgeführt wurden.
Im Jahresvergleich stiegen sowohl die Menge als auch der Warenwert. Im August 2025 hatte Georgien 79,3 Tonnen Bier im Wert von 93.800 $ nach Russland geliefert. Die jüngsten Zahlen zeigen damit eine deutliche Ausweitung des Handels, auch wenn das absolute Volumen im Vergleich zu den großen internationalen Bierströmen weiterhin gering ist.
Achtmonatsexport wächst um 25,4 %
Von Januar bis August verkauften georgische Hersteller 773,6 Tonnen Bier im Wert von 907.200 $ nach Russland, berichtete Krestjanskije Wedomosti unter Berufung auf die georgische Statistik. Die Menge lag 25,4 % über dem Niveau der ersten acht Monate 2025. Der August-Zuwachs war somit Teil einer breiteren Entwicklung und kein isolierter Monatseffekt.
Die Zahlen zeigen außerdem, dass Russland zum größten einzelnen Absatzmarkt für georgisches Bier geworden ist. Brauereien und Händler gewinnen damit einen wachsenden Markt in geografischer Nähe. Wegen des noch begrenzten Volumens können einzelne Bestellungen und Liefertermine die monatlichen und jährlichen Wachstumsraten jedoch stark beeinflussen.
Georgien verbreitert seine Exportbasis
Georgiens gesamte Bierexporte erreichten im August 527,2 Tonnen im Wert von 636.200 $, ein Anstieg von 77,2 % gegenüber dem Vorjahr. Russland belegte unter den Abnehmerländern den ersten Platz. Weitere Märkte waren Armenien mit 95,3 Tonnen, Israel mit 85,7 Tonnen, China mit 43,3 Tonnen, Usbekistan mit 39,9 Tonnen, Lettland mit 33,2 Tonnen und Tadschikistan mit 24,1 Tonnen.
Diese Absatzstruktur verschafft georgischen Brauereien Zugang zu Käufern im Kaukasus, in Zentralasien und in weiter entfernten Märkten. Russland nahm im August dennoch die größte Ländermenge ab und bleibt damit besonders wichtig für Exporteure, die regional wachsen und von vergleichsweise kurzen Transportwegen profitieren wollen.
Wachstum trifft auf sinkenden russischen Bierabsatz
Die georgischen Lieferungen nahmen zu, obwohl der Bierabsatz in Russland zurückging. Frühere, von Rambler angeführte Zahlen zeigen für die ersten acht Monate einen Rückgang um 2,6 % auf 408,9 Millionen Dekaliter. Der Absatz aller Gärgetränke, darunter Bier, Biermischgetränke, Apfel- und Birnenwein sowie Met, sank um 2,4 % auf 481,8 Millionen Dekaliter.
Gemessen am russischen Markt bleiben die georgischen Mengen klein, sodass ihr Wachstum keine allgemeine Trendwende beim Konsum signalisiert. Es zeigt jedoch, dass georgische Marken und ihre Vertriebspartner in einer insgesamt schrumpfenden Kategorie zulegen konnten. Entscheidend wird sein, ob aus dem hohen August-Volumen kontinuierliche Bestellungen entstehen oder die Zahlen weiterhin stark vom Versand kleinerer Einzelpartien abhängen.