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Georgien nimmt Pfirsich- und Nektarinenexporte vor Ernte von bis zu 18.000 Tonnen wieder auf

Georgien hat die Störungen bei der Ausfuhr von Pfirsichen und Nektarinen vollständig behoben. Für 2026 werden 17.000-18.000 Tonnen erwartet, während die Exportpreise auf Vorjahresniveau bleiben sollen.

Georgien nimmt Pfirsich- und Nektarinenexporte vor Ernte von bis zu 18.000 Tonnen wieder auf

Grenzbestände kommen wieder in Bewegung

Georgien hat die Störungen beim Export von Pfirsichen und Nektarinen vollständig behoben. Obst, das in Kühllagern an der Grenze festsaß, wird schrittweise auf Auslandsmärkte geliefert. Das georgische Landwirtschaftsministerium erwartet in der laufenden Saison eine Ernte von 17.000-18.000 Tonnen. Die Exportpreise sollen auf dem Niveau des Vorjahres bleiben.

Der stellvertretende Landwirtschaftsminister Lasha Dolidze bestätigte, dass die gelagerte Ware nach und nach ausgeführt werde. Der Abbau dieser Bestände ist für Erzeuger und Händler entscheidend, weil Verzögerungen bei leicht verderblichen Pfirsichen und Nektarinen Qualität und Verkaufswert mindern. Das Ministerium nannte weder die gelagerte Menge noch die Dauer der Störung oder die Zielländer der wieder aufgenommenen Lieferungen.

Schwächere Ausfuhren drückten Inlandspreise

Der Neustart folgt auf einen deutlichen Einbruch des georgischen Pfirsichhandels. Nach Angaben des nationalen Statistikamts sanken die Pfirsichexporte im ersten Halbjahr 2026 auf ein Viertel. Die geringeren Auslandslieferungen hatten bereits einen spürbaren Rückgang der inländischen Erntepreise ausgelöst und exportabhängige Erzeuger unter Druck gesetzt.

Die wieder aufgenommenen Lieferungen können einen Teil des Obstes vom Binnenmarkt abziehen und das durch schwache Auslandsverkäufe entstandene Überangebot verringern. Die verfügbaren Daten zeigen jedoch nicht, wie schnell sich die Exportmengen erholen oder ob alle verzögerten Partien verlustfrei verkauft werden können. Die erwartete Stabilität der Exportpreise bietet Orientierung, ein konkreter Preis wurde aber nicht genannt.

Vermarktung der neuen Ernte wird zum Test

Die erwarteten 17.000-18.000 Tonnen machen den Zeitpunkt der Wiederöffnung besonders relevant. Die Erzeuger müssen die neue Ernte vermarkten, während Händler zugleich Ware aus den Grenzkühllagern ausführen. Treffen beide Mengen gleichzeitig auf den Markt, entscheiden Lagerkapazität, Qualität und Verkaufstempo über den weiteren Druck auf die Erzeugerpreise.

Der Vorgang zeigt zudem den Unterschied zwischen einem betriebsfähigen Exportweg und tatsächlich erholten Liefermengen. Die operative Störung ist beendet, doch die Pfirsichexporte lagen im ersten Halbjahr 2026 bei nur einem Viertel. Produzenten und Käufer werden deshalb die realen Ausfuhren und nicht allein die formelle Wiederaufnahme beobachten.

Ministerium plant Informationen zur Finanzierung

Dolidze kündigte Maßnahmen an, um über ein neues Agrarfinanzierungsprogramm zu informieren. Es soll die Suche nach besseren Absatzmärkten und eine höhere Produktqualität unterstützen. Angaben zu Budget, Teilnahmebedingungen, Finanzierungskonditionen oder Starttermin liegen nicht vor.

Kurzfristig muss die Branche die gekühlten Bestände exportieren, die neue Ernte bewältigen und einen weiteren Rückgang der Inlandspreise verhindern. Exportpreise auf Vorjahresniveau könnten Stabilität schaffen. Entscheidend bleiben jedoch die tatsächlichen Liefermengen und die Fähigkeit der Anbieter, 17.000-18.000 Tonnen ohne neue Unterbrechung abzusetzen.

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