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GAPKI fordert höhere Kleinbauern-Erträge zur Sicherung von Indonesiens Palmölführung

Der indonesische Palmölverband GAPKI fordert höhere Erträge bei gebundenen und unabhängigen Kleinbetrieben. Schnellere Neupflanzungen, besseres Saatgut, Technologie und dauerhafte Beratung sollen Inlandsbedarf und Weltmarktposition absichern.

GAPKI fordert höhere Kleinbauern-Erträge zur Sicherung von Indonesiens Palmölführung

Kleinbauern-Erträge rücken ins Zentrum der Branchenpolitik

Indonesien muss die Produktivität sowohl von vertraglich an Unternehmen gebundenen Kleinbetrieben als auch von unabhängigen Erzeugern steigern, um den Inlandsbedarf zu decken und seine Führungsposition am globalen Palmölmarkt zu behaupten. Das erklärte der indonesische Palmölverband GAPKI. Der Vorsitzende Eddy Martono stellte diese Priorität beim 9th Borneo Forum 2026 vor, das vom 5.–8. August 2026 in Balikpapan, Ostkalimantan, stattfand.

GAPKI setzt sich für eine schnellere Umsetzung des Kleinbauernprogramms zur Erneuerung von Ölpalmenbeständen, PSR, mit Unterstützung der Plantagenfonds-Verwaltungsagentur BPDP ein. Das Programm soll alte oder ertragsschwache Bäume ersetzen und die Erträge durch hochwertiges Pflanzmaterial, Technologie und kontinuierliche Betreuung erhöhen. Produktivitätssteigerungen auf bestehenden Flächen sind für eine Branche wichtig, die zugleich den indonesischen Binnenmarkt und internationale Käufer beliefern soll.

Produktion und Exporte legen zu

Nach offiziellen, am 13. März 2026 veröffentlichten GAPKI-Daten erreichte Indonesiens Rohpalmölproduktion 2025 insgesamt 51,66 Millionen Tonnen. Das waren 7,26% oder rund 3,5 Millionen Tonnen mehr als im Vorjahr. Die gemeinsame Produktion von Rohpalmöl und Palmkernöl stieg um 7,18% auf 56,55 Millionen Tonnen. Damit hat sich die Angebotsbasis verbessert, doch GAPKIs Fokus auf Neupflanzungen zeigt, dass dauerhaftes Wachstum auch von leistungsfähigeren Kleinbetrieben abhängt.

Zahlen der indonesischen Statistikbehörde BPS weisen auch zu Beginn des Jahres 2026 auf stärkere Lieferungen hin. Der Exportwert von Rohpalmöl und seinen Derivaten erreichte im Januar und Februar 4,69 Milliarden $, ein Plus von 26,40% gegenüber 3,71 Milliarden $ im Vorjahreszeitraum. Das Volumen erhöhte sich von 3,33 Millionen auf 4,54 Millionen Tonnen. Der gleichzeitige Anstieg von Wert und Menge unterstreicht die Bedeutung der Branche für die Deviseneinnahmen und für das Angebot am internationalen Pflanzenölmarkt.

Ostkalimantan will mehr Wertschöpfung binden

GAPKI ordnet höhere Produktivität zugleich in die breitere wirtschaftliche Rolle des Sektors ein. Martono zufolge erwirtschaftete Palmöl während der Pandemie rund 39,2 Milliarden $ an Deviseneinnahmen. Die Branche schuf weiter Arbeitsplätze, während viele andere Sektoren Stellen abbauten. Ostkalimantans stellvertretender Gouverneur Seno Aji erklärte, die Provinz fördere die palmölbasierte Weiterverarbeitung, um Investitionen anzuziehen, Folgeindustrien auszubauen und mehr Wertschöpfung in der Region zu halten.

Rachmat Perdana Angga, Leiter der GAPKI-Niederlassung in Ostkalimantan, bezeichnete das Borneo Forum als Instrument zur Stärkung der Rolle der Provinz in Indonesiens Palmölindustrie. Die Veranstaltung brachte Regierung, Unternehmen, Wissenschaft und Gemeinden zusammen, während die Branche mit komplexeren nationalen und internationalen Herausforderungen konfrontiert ist. Für Erzeuger und Verarbeiter verbindet die politische Richtung zwei Ziele: höhere Erträge auf bestehenden Kleinbauernflächen und zusätzliche Verarbeitungskapazitäten nahe den Produktionsgebieten.

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