Höhere französische Hartweizenpreise geben Griechenlands Markt Orientierung
Französischer Hartweizen zur Lieferung an den Hafen verteuerte sich um 8 € auf 258 € je Tonne und schafft damit eine festere Referenz für Griechenland. Agronews nennt indikative griechische Exportpreise von 225-230 € je Tonne FOB für schwächere Qualität und einen möglichen Erzeugerpreis von rund 0,19 € je Kilogramm.
Griechischer Handel wartet auf bestätigte Abschlüsse
Steigende französische Hartweizenpreise geben dem griechischen Markt eine klarere externe Referenz, obwohl der Inlandshandel unsicher bleibt. Agronews berichtet von indikativen griechischen Exportpreisen von etwa 225-230 € je Tonne FOB an heimischen Häfen für Hartweizen geringerer Qualität. Bislang wurden keine abgeschlossenen Verkäufe gemeldet, sodass Händlern und Erzeugern weiterhin ein durch Transaktionen bestätigtes Preisniveau fehlt.
Das Medium erwartet, dass das Exportgeschäft beginnt, sobald sich der Erzeugerpreis stabilisiert. Aktuelle Hinweise sprechen für etwa 0,19 € je Kilogramm bei schwächerem Weizen, während bessere Qualitäten einen Aufschlag erzielen dürften. Die Spanne zwischen dem Erzeugerniveau und den FOB-Exportpreisen entscheidet über die Margen von Erfasserhandel, Verarbeitern und Exporteuren, insbesondere unter Berücksichtigung der Qualitätsunterschiede und der Transportkosten zum Hafen.
Französische Preise steigen, italienische Notierungen bleiben stabil
In Frankreich verteuerte sich Hartweizen zur Lieferung an den Hafen laut Agronews um 8 € auf 258 € je Tonne. Die Notierung gilt für gute industrielle Qualität und ist deshalb nicht direkt mit der griechischen Exportindikation für schwächeren Weizen vergleichbar. Dennoch stützt der französische Anstieg einen Mittelmeermarkt, dem eine klare Richtung fehlte, und liefert griechischen Verkäufern eine weitere Referenz für die Bewertung hochwertiger Partien.
Die italienischen Hartweizennotierungen blieben in der jüngsten Preisliste der CUN Grano Duro unverändert. In Süditalien wurde Qualitätsweizen mit 80 kg/hl Hektolitergewicht, 80% Glasigkeit und 14% Protein ab Handelslager mit 290-295 € je Tonne bewertet. Die zweite Qualität mit ebenfalls 80 kg/hl und 80% Glasigkeit, aber 12% Protein, lag bei 265 € je Tonne. Für die dritte Qualität mit 78 kg/hl, 60% Glasigkeit und 11% Protein wurden 264-269 € je Tonne genannt.
Flächenrückgänge sind bereits eingepreist
Statistics Canada und das USDA meldeten zuletzt Rückgänge der Hartweizenfläche um 10,3% beziehungsweise 16,2%. Agronews zufolge reagierte der Markt nicht, weil die Kürzungen erwartet worden waren und offenbar bereits in den Preisen steckten. Die Flächendaten allein reichten somit nicht aus, um kurzfristige Kauf- oder Verkaufsentscheidungen zu verändern.
Die breiteren Getreidemärkte in Chicago entwickelten dennoch Aufwärtsdynamik. Wettersorgen in wichtigen Erzeugerländern und die Meldung über eine Vereinbarung zum chinesischen Kauf von Getreide aus US-Ernte, vor allem Sojabohnen, lösten eine Preiserholung aus. Obwohl die Käufe hauptsächlich Soja und nicht Hartweizen betrafen, konnten sich die Getreidepreise von ihren jüngsten sehr niedrigen Niveaus lösen. Für Griechenland bleibt entscheidend, ob festere französische Preise und die allgemeine Erholung zu tatsächlichen Exportverkäufen bei 225-230 € je Tonne FOB führen und ob Erzeuger für schwächeren Weizen rund 0,19 € je Kilogramm akzeptieren.