Frankreich ruft fünf Parfüms mit verbotenem Lilial zurück, die auch in Griechenland verkauft werden
Französische Produktsicherheitsbehörden haben fünf Parfüms wegen Butylphenyl Methylpropional, bekannt als Lilial, zurückgerufen. Die Produkte wurden auch in Griechenland verkauft; betroffene Verbraucher sollen sie nicht mehr verwenden und gegen Erstattung zurückgeben.
Französische Behörden ordnen Parfümrückrufe an
Französische Produktsicherheitsbehörden haben fünf Duftprodukte zurückgerufen, nachdem chemische Analysen Butylphenyl Methylpropional, allgemein als Lilial bekannt, in den Rezepturen nachgewiesen hatten. Die Parfüms sind auch auf dem griechischen Markt erhältlich. Damit reicht die praktische Wirkung der Maßnahme über Frankreich hinaus, und Verbraucher sowie Händler in Griechenland müssen Produktkennungen und Chargennummern prüfen.
Dnews.gr und Aftodioikisi.gr berichten, dass Lilial als fortpflanzungsgefährdend eingestuft ist und zudem allergische Reaktionen auslösen kann. Der festgestellte Stoff führte zu Rückrufen, die entweder benannte Chargen oder bestimmte Produktcodes betreffen. Bei einem der fünf Produkte gilt der Rückruf für sämtliche Chargen.
Verbraucher mit einer betroffenen Flasche sollen die Nutzung sofort einstellen. Sie müssen die GTIN beziehungsweise den Produktcode und, soweit angegeben, die Chargennummer auf der Verpackung mit den Rückrufdaten vergleichen. Übereinstimmende Produkte sollen gegen Erstattung an die Verkaufsstelle zurückgegeben werden.
Diese fünf Produkte sind betroffen
Der Rückruf umfasst folgende Düfte und Kennzeichnungen:
- Merta Express Sensualité Captive, Code 8715658999027, Charge BL16541.
- GEORGES MEZOTTI BASE TRACK PURE SENSES, GTIN 8715658969679. Der Rückruf betrifft alle Chargen.
- REAL TIME QUEEN OF SPACE, GTIN 8715658360902, Charge BL17248.
- GEORGES MEZOTTI BODY REVOLUTION UPTOWN CLASSIC GOLD, GTIN 8715658410034, Charge BL12771.
- SEXY DENTELLE, GTIN 8715658360926, Charge BL18082.
Die Unterscheidung zwischen dem Rückruf einer einzelnen Charge und dem Rückruf aller Chargen ist für Händler und Distributoren entscheidend. Bei vier Produkten ermöglichen die veröffentlichten Chargendaten eine gezielte Sperrung bestimmter Bestände. Bei GEORGES MEZOTTI BASE TRACK PURE SENSES fällt den Berichten zufolge dagegen jede Charge mit der angegebenen GTIN unter den Rückruf.
Folgen für Lieferanten der Parfümbranche
Die Maßnahme verpflichtet jeden Marktteilnehmer mit betroffenem Bestand zu einer präzisen Identifizierung. Einzelhändler müssen die Verpackungsangaben prüfen, statt sich nur auf den Produktnamen zu verlassen, passende Flaschen aus dem Verkauf nehmen und Rückgaben bearbeiten. Distributoren, die mehrere nationale Märkte beliefern, müssen möglicherweise auch nachvollziehen, wohin die genannten Chargen gelangt sind, zumal die Produkte in Frankreich und Griechenland verkauft wurden.
Für Parfümhersteller und Auftragslieferanten verdeutlichen die Rückrufe, wie wichtig die Prüfung von Rezepturen und Inhaltsstoffunterlagen vor der Auslieferung an den Handel ist. Ein verbotener Bestandteil kann mehrere Produktlinien betreffen. Unvollständige Chargenaufzeichnungen erschweren es zudem, eine Rücknahme auf einzelne Produktionsläufe zu begrenzen. Der Rückruf aller Chargen eines Duftes zeigt diese weiter reichende Konsequenz.
Die unmittelbaren wirtschaftlichen Folgen hängen davon ab, wie viele betroffene Flaschen sich im Handel und bei Verbrauchern befinden. Dazu enthalten die Berichte keine Zahlen. Die Anweisung ist dennoch eindeutig: Die genannten Produkte nicht weiter verwenden, Codes und Chargen kontrollieren und bestätigte Treffer gegen Erstattung an den Verkäufer zurückgeben.